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Pendler drücken laut ÖAMTC Wohnungspreise in den Städten

53 Prozent der Erwerbstätigen pendeln in die Arbeit 53 Prozent der Erwerbstätigen pendeln in die Arbeit - © APA (Schneider)
Der Autofahrerklub ÖAMTC warnt davor das Pendeln zu verteuern, denn dies würde zu mehr Zuzug in die Städte und damit steigenden Wohnungspreisen ebendort führen. “Steigt die Einwohnerzahl um ein Prozent, ziehen die Immobilienpreise um zwei Prozent an”, rechnete dazu der deutsche Professor Michael Bräuninger (Uni Hamburg) am Donnerstag vor.

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Für ÖAMTC-Leiter Bernhard Wiesinger bedeutet das: “Die Bekämpfung des Pendelns ist nicht zielführend, es darf keinerlei neue Belastungen geben.” Er spielt dabei unter anderem auf Überlegungen des Umweltministers Andrä Rupprechter (ÖVP) an, die Besteuerung von Diesel auf das Niveau von Benzin zu heben.

Würde die Hälfte der Einpendler nach Wien in die Bundeshauptstadt ziehen, dann würden dort die Preise für Eigentumswohnungen um 14 Prozent oder im Schnitt um 367 Euro pro Quadratmeter steigen, so Bräuninger. Um wie viel dann die Preise im Speckgürtel rund um Wien sinken würden, wurde nicht untersucht.

53 Prozent der Erwerbstätigen pendeln mit Öffis, Rad oder Auto in die Arbeit, insgesamt machen sich 2,14 Millionen Arbeitnehmer auf den Weg in eine andere Gemeinde, wobei Wien als eine Gemeinde zählt. Diese Zahlen sind seit Jahren stabil.

Rund 1,3 Millionen Pendler erhalten die Pauschale, die über den Lohnsteuerausgleich verrechnet wird. Gemeinsam mit dem Pendler-Euro führt dies zu Steuermindereinnahmen von 600 Mio. Euro jährlich.

Die Pendlerpauschale ist laut Österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) stark einkommensabhängig. 2015 entfielen 45 Prozent des Betrages der geltend gemachten kleinen Pendlerpauschale auf Jahreseinkommen von mehr als 40.000 Euro. Rund 11 Prozent der kleinen Pendlerpauschale ging an Einkommen von mehr als 70.000 Euro Jahresgehalt.

Wiesinger appellierte an die Politik, auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Pendler einzugehen. So werde schon jetzt der Anspruch auf Pendlerpauschale und Pendler-Euro über den Pendlerrechner ermittelt. “Würde man die Eingaben der Pendler nutzen, um die Datengrundlage für die Verkehrsplanung zu verbessern, könnte der öffentliche Verkehr dort ausgebaut werden, wo es wirklich Sinn macht”, so Wiesinger. Darüber hinaus muss aus Sicht des Klubs künftig die gesamte Pendlerentlastung und nicht nur der Pendler-Euro kilometergenau ermittelt werden.

(APA)



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