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Pflegebedürftigkeit darf nicht in die Armutsfalle führen

Die Weiterentwicklung des Pflegesystems stand im Mittelpunkt beim Treffen der Ländersozialreferentinnen und -referenten am Donnerstag, 14. Juni 2012, in Dornbirn. “Wir müssen die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit Pflegebedürftigkeit nicht in die Armutsfalle führt”, betonte Landesrätin Greti Schmid im anschließenden Pressegespräch gemeinsam mit Bundesminister Rudolf Hundstorfer und der Wiener Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

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Einhellig begrüßt wurde die Verlängerung der Pflegefondsfinanzierung. Das habe eine Entlastung für Land und Gemeinden gebracht und unter anderem die rasche Einführung von Case- und Care-Management in Vorarlberg ermöglicht, so Schmid. Dennoch werden Länder und Gemeinden allein die demografisch bedingt steigenden Herausforderungen in der Pflege nicht bewältigen können, deshalb brauche es eine verlässliche zusätzliche Finanzierung. Erforderlich sei eine Anhebung des Pflegegeldes, insbesondere in den höheren Pflegestufen durch den Bund.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausbildung des Pflegepersonals. Landesrätin Schmid: “Um dem steigenden Bedarf an gut qualifizierten Pflege- und Betreuungskräften Rechnung zu tragen, brauchen wir ein durchlässiges modulares Ausbildungssystem, das den Herausforderungen der Langzeitpflege und -betreuung gerecht wird.”

Nicht zuletzt ist auch die nachhaltige Unterstützung von pflegenden Angehörigen nötig, um die wachsenden Herausforderungen in der Pflege bewältigen zu können, betonte Schmid: “Damit auch in Zukunft möglichst viele Menschen zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung betreut werden können, müssen wir den pflegenden Angehörigen bestmögliche Unterstützung zukommen lassen. Finanziell in Form des Pflegegeldes und durch Förderung der 24-Stunden-Betreuung, strukturell mit diversen Entlastungsangeboten wie Tagesbetreuung, Übergangs- und Urlaubspflege, Hauskrankenpflege und mobilen Hilfsdiensten.”

Rückfragehinweis:

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OTS0306 2012-06-14/16:35



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