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Pilzbefall auf der Intensivstation: Landesklinikum Baden teilweise gesperrt

Einige Patienten mussten in die umliegenden Kliniken verlegt werden. Einige Patienten mussten in die umliegenden Kliniken verlegt werden. - © APA/Helmut Fohringer
Wegen eines Pilzbefalls auf der Intensivstation mussten Patienten des Landesklinikums Baden in umliegende Kliniken verlegt werden.

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Patienten der Intensivstation des Landesklinikum Badens sind in die umliegenden Kliniken Wiener Neustadt und Mödling verlegt worden, bestätigte die NÖ Landeskliniken Holding am Mittwoch einen Online-Bericht des Kurier. Grund für die Maßnahme sei ein regional abgegrenzter Pilzbefall.

Der Pilz – die Tageszeitung schrieb von Schimmel – sei aufgrund eines Feuchtigkeitsschadens in der Medikamentenausgabe der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin aufgetreten, teilte Sprecher Bernhard Jany mit. Die Kollegiale Führung des Hauses habe sich daher entschlossen, den Bereich vorübergehend zu sperren.

Landesklinikum Baden: Pilzbefall auf der Intensivstation

Konkret davon betroffen seien derzeit acht Intensiv-Betten. Die bestmögliche Patientenversorgung sei durch die enge Kooperation der Krankenhäuser garantiert.

“Es wurden sofort alle notwendigen Präventivmaßnahmen ergriffen und der betroffene Bereich isoliert”, wurde betont. In weiterer Folge erfolgen die Trocknung und danach die Sanierungsarbeiten. “Mit der Schadensbehebung wurde sofort begonnen”, sagte Nikolaus Jorda, kaufmännischer Standortleiter im Landesklinikum Baden. Die genaue Ursache müsse noch evaluiert und mit dem Generalplaner gesprochen werden.

Schadensforschung hat begonnen

Nach der Sperre der Intensivstation im Landesklinikum Baden wegen Pilzbefalls ist laut Helmut Krenn, Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, umgehend mit einer unabhängigen Schadensforschung begonnen worden. “Hier werden sich Generalplaner und Architekten erklären müssen”, teilte Krenn am Donnerstag mit. Der betroffene Raum werde untersucht und saniert. Grüne und NEOS forderten Aufklärung.

Der Feuchtigkeitsschaden wurde der Aussendung zufolge in der Medikamentenaufbereitung der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin im Landesklinikum Baden festgestellt. Im Raum neben der Intensivstation gebe es einen Pilzbefall in der Größe von 50 mal 50 Zentimetern. “Der Raum wird im Moment weiter untersucht und von Experten saniert”, erklärte Krenn. Als Präventionsmaßnahme wurden am Mittwoch sechs Patienten in die Kliniken Wiener Neustadt und Mödling verlegt. “Größten Stellenwert haben die Gesundheit und die Sicherheit der PatientInnen und unserer MitarbeiterInnen”, wurde betont. Wie lange die Sperre dauere, sei noch nicht absehbar, meinte Bernhard Jany, Sprecher der Landeskliniken-Holding, auf Nachfrage.

“Umfassende Aufklärung” wird verlangt

NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger lobte in der Aussendung die Vorgehensweise im Klinikum: “Eine vorbildliche Abwicklung – vom Inkraftsetzen eines Notfallplans bis zur Einschaltung der entsprechenden Behörden.”

Die Grüne Landessprecherin und Klubobfrau Helga Krismer forderte von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) in einer Aussendung “volle Aufklärung und Transparenz über die Verantwortlichkeit und die Mehrkosten durch die dadurch notwendige Sanierung”. Der Vorfall sei “ein weiterer negativer Höhepunkt des 190 Millionen teuren Krankenhauses”, das vor rund einem Jahr eröffnet wurde. Krismer kündigte dazu eine Anfrage im niederösterreichischen Landtag an.

“Umfassende Aufklärung” verlangte auch Abg. Niki Scherak, Spitzenkandidat der NEOS Niederösterreich für die Nationalratswahl. “Wir brauchen im Umkreis von wenigen Kilometern nicht mehrere Krankenhausstandorte, zwischen denen die Patienten ständig hin- und hertransportiert werden müssen. Zusätzlich zu diesen Unannehmlichkeiten treten jetzt auch noch Baumängel am laufenden Band auf”, kritisierte Scherak. Die Vorkommnisse im Landesklinikum würden einmal mehr zeigen, wie unverantwortlich in Niederösterreich mit Steuergeld umgegangen werde.

(APA, Red.)



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