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Pinturault gewann auch zweiten Hinterstoder-RTL vor Hirscher

Der Franzose mag offenbar den Hang in Hinterstoder Der Franzose mag offenbar den Hang in Hinterstoder
Alexis Pinturault hat in Hinterstoder keinen Zweifel daran gelassen, wer im alpinen Ski-Weltcup derzeit der “Monsieur Riesentorlauf” ist. Der Franzose feierte am Sonntag seinen zweiten Sieg im Stodertal und lag diesmal 1,14 Sekunden vor Marcel Hirscher, der somit auch im dritten Rennen auf dem Podest stand. Dem Gesamtweltcup-Zweiten Henrik Kristoffersen aus Norwegen fehlten als Drittem 1,26 Sek.

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In der Riesentorlauf-Wertung verringerte der Franzose den Rückstand auf Hirscher auf 131 Punkte. In der Weltcup-Gesamtwertung führt der Österreicher 283 Zähler vor Kristoffersen.

An Pinturault gibt es gegenwärtig im Riesentorlauf kein Vorbeikommen. Der 24-Jährige gewann trotz Schmerzen mit doppelter Laufbestzeit mehr als souverän, verbuchte damit seinen 14. Weltcup-Sieg und den fünften im Riesentorlauf. In der laufenden Saison war es ebenfalls der fünfte Sieg für den Franzosen, der damit nach Aksel Lund Svindal (sieben), Hirscher und Kristoffersen (jeweils sechs) der erfolgreichste Athlet ist.

“Ich glaube, ich habe das Maximum rausgeholt aus beiden Riesentorläufen, und im Super-G ist mir gestern eine Sensation gelungen”, fasste Hirscher, der am Samstag in dem Speed-Event auf Platz drei und am Freitag im ersten RTL ebenfalls hinter Pinturault auf Platz zwei gelandet war, sein Hinterstoder-Wochenende zusammen. “Alexis Pinturault fährt im Moment beneidenswert. Er zieht den Schwung so früh an wie keiner und zieht ihn rund ums Tor, wie uns das schon einmal Ted Ligety gelehrt hat. Aber er macht das fast noch ein bisschen sauberer.”

Zweitbester ÖSV-Riesentorläufer war Philipp Schörghofer auf Rang elf, Manuel Feller belegte unmittelbar vor Roland Leitinger den 19. Platz. Christian Hirschbühl fiel im Finale aus, Christoph Nösig und Marco Schwarz scheiterten bereits im ersten Durchgang. Vincent Kriechmayr verpasste als 36. die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Auch die Verletzung, die er sich am Freitag zugezogen hatte, konnte Pinturault nicht daran hindern, seine aktuelle Hochform auszuspielen. Ein bemerkenswerter Bluterguss am Oberschenkel zeugte von seinem Handicap, zusätzlich plagten ihn Rückenschmerzen. “Während des Rennens ist es nicht schmerzhaft, weil man nicht darauf fokussiert ist. Du bist voller Adrenalin und denkst nur daran, Gas zu geben. Das war kein Problem für mich”, meinte Pinturault, der die nächsten Tage in Hinterstoder bleiben wird.

Hätte der Weltcup im Jänner begonnen, wäre Pinturault wohl der Topfavorit – wenngleich er sich nicht auf solche Spekulationen einlassen wollte. “Vielleicht wäre es ganz anders gekommen, wenn ich den Sturz in Beaver Creek nicht gehabt hätte. Vielleicht hätte ich dann nie diese Serie hingelegt.” Wegen einer Gehirnerschütterung hatte Pinturault im Dezember die Rennen in Val d’Isere verpasst.

Er denke jetzt auch nicht daran, ob er Hirscher in der nächsten Saison ernsthaft fordern könne. “Ich habe mir schon vor zwei Jahren vorgenommen, gegen Marcel anzutreten. Aber das ist so schwer – nicht weil die anderen nicht gut genug sind, sondern weil er unglaublich ist.”

Kristoffersen verriet, dass er nur noch die fünf ausstehenden Rennen in seinen Kerndisziplinen Slalom und Riesentorlauf bestreiten werde. Ein Einsatz im Super-G in Kvitfjell sei keine Option für ihn. “Ich sehe keinen Grund dafür. Es ist besser, sich darauf zu konzentrieren, noch ein Rennen zu gewinnen. Wenn ich nur zehn Punkte hinter Marcel wäre, wäre es eine andere Geschichte”, sagte der 21-Jährige, der nicht mehr an die Eroberung der großen Kristallkugel glaubt.

Das dritte Rennen bei der letzten Weltcup-Station in Österreich erlebten wie am Vortag 14.000 Zuschauer live vor Ort. Laut offiziellen Zahlen kamen damit insgesamt 39.250 Besucher zu den Bewerben. Der Weltcup wird nächstes Wochenende mit zwei Riesentorläufen und einem Slalom in Kranjska Gora fortgesetzt.



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