Der Waggon, von dem ein Auto auf die Gleise der Westbahn fiel. - © Neumayr
Bei dem 22 Waggons zählenden Güterzug, der von Linz kommend in Richtung Villach fuhr, habe sich die Kupplung des 13. Waggons der Deutschen Bahn gelöst, dabei sei auch die Bremsleitung gerissen, schilderte Zumtobel. Der mit Neuwagen beladende, 1.100 Tonnen schwere Zug wurde getrennt. Beide Teile blieben aufgrund der gerissenen Bremsleitung automatisch stehen. Der Pkw habe sich direkt über der gebrochenen Kupplung des Waggons befunden. “Wenn der Zug genau dort reißt, wo der Pkw über der Kupplung steht, fällt der Wagen hinunter”, sagte Zumtobel. Ein Verladefehler sei nicht anzunehmen.
Als der Lokführer des Güterzuges nachsehen wollte, was denn die Ursache des entzweiten Zuges sei, passierte nahezu zeitgleich der Schnellzug Nummer 661, der von Innsbruck nach Wien unterwegs war und den Bahnhof Salzburg kurz nach 21.00 Uhr verlassen hatte, den betroffenen Streckenabschnitt und rammte das Auto. Nach der Kollision wurde der Schnellzug mit der beschädigten Lok zum Bahnhof Seekirchen in Schrittgeschwindigkeit zurückgezogen. Dort mussten die Fahrgäste in einen Ersatzzug umsteigen.
Da die Strecke zweieinhalb Stunden lang bis 23.30 Uhr gesperrt war, kam der Schnellzug mit 172 Minuten Verspätung in Wien an. “Das Zugpersonal hat hier in Ruhe und Übersicht gehandelt und die Kunden betreut”, erklärte der ÖBB-Sprecher. Die Fahrgäste hätten Gratistränke und Taxigutscheine erhalten, damit sie in der Nacht von den Bahnhöfen Linz und Wien nach Hause fahren konnten.
Der 13. Waggon des Güterzugs wird nun genau untersucht. “Ein technisches Gebrechen am Güterwaggon ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache”, sagte Zumtobel. (APA)