20. Mai 2012 19:08; Akt.: 20.05.2012 19:08

Pressestimmen zum Champions League-Finale

Auch die Pressekanon sieht überlegene Bayern und glückliche Briten. Auch die Pressekanon sieht überlegene Bayern und glückliche Briten. - © EPA
Internationale Pressestimmen (Print und Online) zum Finale der Fußball-Champions League, das Chelsea am Samstag gegen Bayern München im Elfmeterschießen gewonnen hat:

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DEUTSCHLAND:

“Bild am Sonntag”: “Was für ein Krimi: Verballert, verloren. Nein, Nein, Nein! Bayern hat das Finale in der Champions League verloren! Haushoch überlegene Bayern unterliegen dahoam dem FC Chelsea mit 4:5 n.E. (1:1, 1:1, 0:0), weil Robben in der Verlängerung und Olic und Schweinsteiger im Elfmeterschießen verschießen. So traurig, so unglaublich unverdient. … Unverdient, einfach nur unverdient.”

“B.Z.”: “Bayern vergeigt alles! Was für eine Tragödie! Eine Niederlage, für die es keine Erklärung gibt. Denn die Münchener waren eigentlich die bessere Mannschaft, hatten Chancen über Chancen.” … “Die Bayern hatten den Champions-League-Titel auf einem silbernen Tablett. Mehrmals. Am Ende verloren sie die Nerven im Elfmeterschießen, das nie hätte passieren dürfen. Erst Olic, dann Schweinsteiger. Chelsea verhinderte Fußball. Aber am Ende behielt Didier Drogba in seinem letzten Spiel die Nerven.”

GROSSBRITANNIEN:

“Sunday Times”: “Die Könige von Europa. Glorreicher Abend für die Blues in München … und sie haben die Deutschen im Elfmeterschießen besiegt!”

“Daily Telegraph”: “Als Didier Drogba ganz alleine war, die riesige Tribüne mit pfeifenden Bayern-Fans vor Augen – das war sein Moment, Geschichte zu schreiben.”

“The Sun”: “Didi did it! Endlich hat ein englisches Team ein deutsches im Elfmeterschießen besiegt. Die Underdogs von Chelsea haben sensationell die Champions-League-Trophäe geholt.”

“The Independent”: “Abramowitsch macht seinen großen Traum wahr – Jubel für den russischen Milliardär, dessen riesiges Investment sich unter aufregenden Umständen endlich auszahlt.”

“The Guardian”: “Momente, die nie vergessen werden und immer in Ehren gehalten werden.”

SPANIEN:

“Marca”: “Der Fluch des FC Bayern geht weiter. Der Meister kann daheim nicht gewinnen. Es mag sein, dass man sich nicht in das Spiel von Chelsea verlieben kann, aber der FC Bayern hat viel dazu beigetragen, dass er das Finale verloren hat. Nach den puristischen Fußball-Gesetzen ist dies eine grausame und ungerechte Niederlage.”

“As”: “Ein Team mit einem ranzigen Parfüm und einer 20 Jahre alten Spielart hat es so weit gebracht. Über die Liebenswürdigkeit dieses Stils kann man diskutieren. Dennoch soll man die Teams aufgrund ihrer Kapazität beurteilten, ihr Potenzial maximal auszunutzen. Dieser Stil ist nicht in Mode, ist jedoch genau so zweckmäßig wie der Minimalismus der 90er Jahre.”

“El Pais”: “Die verzweifelten Spieler des FC Bayern sind Opfer der Laune des Fußball-Gottes geworden, der sich in München blau gekleidet hat.”

“El Mundo”: “Die Göttin Fortuna war großzügig gegenüber der alten Truppe des Zars Abramowitsch. Chelsea hat so viele Leben wie die Katze, und Drogba hat mit 34 Jahren mehr als sieben Leben.”

ITALIEN:

“La Gazzetta dello Sport”: “Drogba d’Europa. Seine Majestät Chelsea. Di Matteo und Drogba triumphieren. Bayern weint. Robben war wieder schuld.”

“Corriere dello Sport”: “Es ist Chelsea! Ein unglaubliches Finale. Bayern geht zu Hause k.o. Ein Triumph für Di Matteo.”

“Tuttosport”: “Chelsea-Di Matteo über alles! Drogba erledigt die Bayern.”

“La Repubblica”: “Drogba zerreißt Bayern das Herz. Die Di-Matteo-Boys holen den Champions-League-Titel.”

SCHWEIZ:

“Sonntags-Blick”: “Drogba macht Robi zum König! Wahnsinn! Irre! Unfassbar! Drama pur. Nach einem Hitchcock-Krimi holt Roberto Di Matteo Europas Fußball-Krone. Schweinsteiger steht nach seinem Fehlschuss unter Schock.”

“Basler Zeitung”: “Chelsea am Ziel seiner Träume – Held Drogba. Für die Bayern wird es schwer werden, diese Pleite zu verkraften… National sind die Münchner längst nur noch die Nummer zwei hinter Dortmund, und eine derartige Chance wie gestern gegen Chelsea wird nie mehr kommen.”

“NZZ am Sonntag”: “Drogba avanciert zum Helden. Für die Herren Drogba, Lampard und Cech war es die letzte Chance auf einen großen Titel, und was würde sich als Rührstück besser eignen als der Triumph der alten Männer beim Abschied? Und so kam es.”

RUSSLAND:

“Sowjetski Sport”: “Ironie der Geschichte: Ausgerechnet der Ex-Chelsea-Spieler Arjen Robben erfüllt Roman Abramowitsch nach neun Jahren Warten den Traum vom Sieg in der Champions League.”

SCHWEDEN:

“Aftonbladet” (Stockholm): “In den Himmel, zur Hölle und wieder zurück. Didier Drogba war im vielleicht letzten großen Spiel seiner Karriere der absolute Mittelpunkt. Nach der ersten Gefühlsexplosion sah er Arjen Robben und gab ihm eine lange Umarmung. Der Held der Siegerelf und Bayerns großer Sündenbock in einem Augenblick, der alles sagte.”

“Expressen” (Stockholm): “Chelsea war erst Barcelona und dann Bayern unterlegen, konnte aber beide Giganten knacken. Schweinsteiger, Kroos und Lahm tut das Aufwachen jetzt sicher weh. Aber in eineinhalb Monaten sind sie mit Deutschland Fußball-Europameister.”

DÄNEMARK:

“Ekstra Bladet” (Kopenhagen): “Bayern München war trotz alledem eins der großen Erlebnisse der Champions League. Die Elf hat der Welt gezeigt, wie schnell man von Verteidigung auf Angriff umschalten kann und zwei Weltklasse-Außen die meisten Gegner auseinandernehmen. Aber gegen Chelsea hat es nicht gereicht.”

USA:

“ESPN”: “Masters in München. Chelsea treibt die Geister von Moskau endgültig aus. Die Saison hätte ein Desaster sein können – jetzt ist sie an der Grenze zu einem Wunder.”

“Sports Illustrated”: “Manchmal macht Fußball einfach keinen Sinn. Während Chelseas Champions-League-Triumph war es schwer, nicht an eine höhere Macht zu glauben.”

(APA)



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