Produktwarnung für "La Dolce Crema - Löffelgorgonzola". - © Bilderbox/Symbolbild
Vor einem Verzehr der Ware wird ausdrücklich gewarnt.
Das deutsche Unternehmen hat eine Rückholaktion veranlasst. Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) wurde gemeldet, dass das Produkt auch nach Vorarlberg geliefert wurde. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass betroffene Produkte bereits an VerbraucherInnen verkauft wurden, warnt die AGES im Sinne des vorsorglichen VerbraucherInnenschutzes.
Bezeichnung der Ware: La Dolce Crema – Löffelgorgonzola
Mindesthaltbarkeitsdatum: 07.06./15.06/21.06/28.06
Hersteller: Casarrigoni s.r.l, Italien
Vertreiber: Heiderbeck Käse vom Feinsten, Deutschland
Die AGES ersucht VerbraucherInnen, noch vorhandene betroffene Produkt keinesfalls zu verzehren, sondern umgehend zu entsorgen bzw. in der Verkaufsstelle zu reklamieren. Die amtliche Lebensmittelaufsicht der Länder überwacht die Rückholaktion und setzt erforderlichenfalls weitere Maßnahmen.
Listerien sind hinsichtlich ihres Lebensraums anspruchslose und widerstandsfähige Bakterien. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren. Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können beispielsweise beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden.
Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe und viele Infektionen gehen praktisch unbemerkt und ohne besondere Folgen vonstatten.
Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor (Krebserkrankungen, hochdosierte Cortisontherapie,…). Bei ihnen äußert sich eine Erkrankung in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden.
Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung meist unauffällig, allerdings besteht die Gefahr einer Infektion des ungeborenen Kindes mit dem Risiko, dass es zu einer Früh- oder Totgeburt kommt. Infizierte Säuglinge erkranken häufig an einer Hirnhautentzündung.
Die Inkubationszeit, d. h. die Zeit zwischen der Aufnahme der Bakterien und dem Auftreten schwerer Krankheitsbeschwerden, liegt meistens bei drei Wochen. In seltenen Fällen kann die Erkrankung aber auch erst nach bis zu 70 Tagen auftreten. Wenn Beschwerden auftreten (Fieber, heftige Kopfschmerzen, Durchfall, grippeartige Symptome) sollte ein Arzt aufgesucht und auf den Verzehr eines möglicherweise Listerien-kontaminierten Lebensmittels hingewiesen werden. Der behandelnde Arzt kann dann eine Listerieninfektion in seine differentialdiagnostischen Überlegungen einbeziehen und bei Notwendigkeit einer Antibiotikabehandlung ein Antibiotikum (z. B. Amoxicillin) wählen, das auch auf Listerien optimal wirkt.
(Quelle: AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH)