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Rapid will Partyschreck an Gary Nevilles Geburtstag sein

Trainer Barisic freut sich auf die nächste Aufgabe Trainer Barisic freut sich auf die nächste Aufgabe
Nach einem erfolgreichen Herbst hat Fußball-Rekordmeister Rapid in der Europa League Lunte gerochen. Trotz des Gruppe-E-Siegs gehen die Hütteldorfer aber als Außenseiter ins Sechzehntelfinale gegen Valencia. Die Vorzeichen vor dem Hinspiel am Donnerstag (21.05 Uhr) im Estadio Mestalla stehen besser als in anderen Jahren, zumal der sechsfache spanische Meister von seiner Bestform weit entfernt ist.

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“Valencia hat im Moment vielleicht ein bisschen Probleme, aber trotzdem haben sie eine große Tradition, einen Riesennamen und eine Riesenmannschaft. Sie stehen unter Druck, sind Favorit”, sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic. Das war allerdings auch Villarreal im Herbst. Die Wiener gewannen das erste Duell zu Hause 2:1 und verloren auswärts knapp 0:1. “Ich weiß nicht, ob es leichter ist, als gegen Villarreal, aber es ist definitiv ein Highlight für die Spieler”, so Barisic.

Während Villarreal überraschend Vierter in der Primera Division ist, liegt Valencia nur auf Rang zwölf. “Valencia hat diese Saison schon mehr Schwankungen gezeigt als Villarreal, das macht sie aber auch umso gefährlicher, weil wenn der Knoten bei ihnen wieder aufgeht, dann sind sie eine Mannschaft, die unter die Top Vier in Spanien gehört”, sagte Rapids Sport-Vorstand Andreas Müller.

Aus Sicht der Wiener ist zu hoffen, dass dies nicht am Samstag der Fall war, da war für Valencia mit dem 2:1 gegen Espanyol Barcelona eine Ligaserie von zwölf Spielen ohne Sieg zu Ende gegangen. Aus Sicht von Müller sei das gar nicht so schlecht gewesen. “Ein Trainerwechsel ist vor solchen Spielen nämlich immer eher ungünstig”, so der Deutsche. Bei einer Niederlage wäre der erst seit 7. Dezember amtierende Gary Neville wohl Geschichte gewesen.

Die Rapidler nahmen den Champions-League-Finalisten von 2000 und 2001 genau unter die Lupe. Mehrmals saßen Spione auf der Tribüne, auch beim jüngsten Auftritt. “Sie können verschiedene Systeme spielen, sind sehr variabel”, weiß Barisic. An vorderster Front dürfte Spaniens Teamstürmer Paco Alcacer beginnen. Die Alternative wäre Alvaro Negredo, zuletzt in der Liga als “Joker” erfolgreich.

“Ich erwarte sie von Anfang an druckvoll und aggressiv, sehr offensiv ausgerichtet”, erklärte Rapids Trainer. Mit Marouane Feghouli und Winter-Zugang Denis Tscheryschew haben die Spanier neben Spielmacher Dani Parejo weitere Offensivwaffen im Kader. “Sie haben sehr viele gute Einzelspieler”, ist sich Barisic bewusst.

Seine Elf braucht sich aber nicht verstecken, ist im Frühjahr in der Liga noch makellos. Vor allem nach dem 3:0 im Derby bei der Austria samt Vorstoß auf Rang zwei punktgleich hinter Salzburg sollte das Selbstvertrauen stimmen. “Das Konterspiel ist eine Spielanlage, die uns liegt. Es wird wichtig sein, gut zu verteidigen und einfache, schnelle Pässe nach vorne zu spielen. Und wir wollen schon auch agieren”, gab Barisic preis.

Als Vorbild dient Spaniens Meister. “Wir wollen so spielen wie Barcelona in Barcelona gegen Valencia”, scherzte Barisic. Die Katalanen hatten im Cup-Halbfinal-Hinspiel einen 7:0-Erfolg gefeiert. So ein Ergebnis scheint undenkbar, oberstes Ziel der Gäste ist es, nicht zu verlieren. “Es ist wieder einmal ein Zuckerl für uns, wir haben alles zu gewinnen, können in Europa wieder Aufmerksamkeit erregen”, sagte Barisic voller Vorfreude.

Sollte die Überraschung gelingen, würde Rapid auch als Geburtstagsschreck fungieren. Neville wird am Spieltag 41 Jahre alt. “Vielleicht merkt er sich den Geburtstag”, hoffte Barisic darauf, ihm den Freudentag vermasseln zu können. Damit spekulieren auch die Rapid-Spieler, die in der Gruppenphase 15 von 18 möglichen Punkten geholt haben. “Wir haben viele Erfahrungen gesammelt, wissen, dass wir auch gegen gute Mannschaften mithalten können. Wir wollen auch Valencia ärgern, noch einmal weiterzukommen, wäre ein Wahnsinn”, meinte der ins UEFA-Team der Gruppenphase gewählte Kapitän Steffen Hofmann.

Die Hoffnungen ruhen aber nicht nur in ihm. Stürmer Matej Jelic zeigte 2016 einen klaren Aufwärtstrend, mit Thomas Murg hat sich ein Winter-Zugang auf Anhieb für einen Platz in der Startformation empfohlen, den Konkurrenzkampf auf dem Flügel angeheizt.

Positiv ist für die Wiener auch, dass das 55.000 Zuschauer fassende Stadion nicht ausverkauft sein wird, zudem 2.600 Rapid-Anhänger ihre Mannschaft unterstützen. “Nach dem Aus in der Champions League wird die Europa League dort nicht als Highlight gesehen, nicht so angenommen, wie das gerade bei uns der Fall ist”, weiß Müller. Valencia hatte in der CL-Gruppenphase hinter St. Petersburg und Gent nur Rang drei erreicht und musste deshalb in die Europa League umsteigen.



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