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Red Bull-Zentrale im Salzburger Fuschl eröffnet

Architekt Pirkner vor der bronzenen Bullenherde Architekt Pirkner vor der bronzenen Bullenherde
“Jos, lass dir was einfallen.” Was vor zwölf Jahren mit dem Wunsch von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz nach einer angemessenen Firmenzentrale den Anfang nahm, fand am Freitagabend einen feierlichen Schlusspunkt. Im Salzburger Fuschl wurde das nach den Ideen des Osttiroler Bildhauers und Künstlers Jos Pirkner geschaffene Hauptquartier offiziell eingeweiht – ein großes Fest für ihn inklusive.

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Der 86-jährige Pirkner hat die Gebäude, den Garten und die Kunstwerke in jahrelanger Arbeit bis ins kleinste Detail geplant, gestaltet und geschaffen. Zentrum des Firmenkomplexes sind dabei zwei innen offene Gebäude in Vulkanform – und eine 22,5 Meter lange, in Bronze gegossene Bullenherde. “Die Frage war, was passt zu Red Bull. Ein Vulkan ist das Energiegeladenste auf unserer Erde”, sagte der Künstler, der bei der Umsetzung seiner Ideen freie Hand genoss. “Ich war beim Bau weder an Normen noch an finanzielle Einschränkungen gebunden. Das inspiriert den Künstler. Ein anderer Bauherr sagt: Was kostet das. Dietrich Mateschitz sagt: Mach es.”

Sechs Jahre lang arbeitete der Künstler alleine an der größten Bronzeskulptur Europas. Mit eigenen Händen und fast vierzig Tonnen Tonerde und 25 Tonnen Bronze schuf Pirkner die Skulptur aus 14 überlebensgroßen Bullen, die – einer Lavaeruption gleich – aus dem vulkangleichen Firmengebäude stürmen – “ein ewiges Werk”, so der Künstler, “etwas, das über Generationen hinaus Bestand hat.”

Die Gebäude für rund 700 Mitarbeiter (sie sind de facto schon seit Jahren in Betrieb) wurden fast ausschließlich aus Glas, Basalt, Granit und Metall errichtet – eine Referenz auf den vulkanischen Ursprung. “Aus Holz findet sich nicht einmal ein Zahnstocher”, witzelte Pirker, der fachlich an diesem Abend einiges an Lob einheimste: “Für ihn ist Architektur keine Schablone. Er hält Grenzen für behindernd und unnötig, jeder muss selbst gestalten können”, sagte der deutsche Architekt Wolfram Putz und sprach von der “seltenen günstigen Fügung zwischen Künstler und Kunstfreund”.

Die Laudatio für Pirkner moderierte Burgschauspieler Peter Simonischek, das musikalische Programm gestaltet ein Ensemble des Mozarteum Orchesters Salzburg. Unter den rund 350 Gästen fanden sich neben dem Hausherrn Dietrich Mateschitz eine Reihe aktiver (Tirols Landeshauptmann Günther Platter) und ehemaliger (Karl-Heinz Grasser) Politiker, Musiker (Hubert von Goisern) und Künstler (Elke Krystufek), Moderator Armin Assinger, Ex-Festspielintendant Alexander Pereira, Verleger Oscar Bronner und Architekt Wilhelm Holzbauer.

Die bronzene Bullenherde wird übrigens auch in Fuschl bleiben, wenn der Konzern in wenigen Jahren das Hauptquartier in die ehemalige Rainerkaserne in Salzburg-Elsbethen verlegen wird. “Gebäude und Bronzeskulptur bleiben als Gesamtkunstwerk zusammen. Man kann sie nicht trennen”, sagte Pirkner. Ihm zufolge könnte das Gebäude in Fuschl in Zukunft nicht nur für Schulungen und Meetings, sondern auch für Ausstellungen verwendet werden – und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden.



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