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Rekrut starb nach Marsch in Horn: Erste Ergebnisse

Nach dem Tod eines Rekruten nach einem Marsch in Niederösterreich, wurden am Freitag erste Ergebnisse der Unfallkommission bekanntgegeben. Auch eine Obduktion wurde angeordnet.

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Der junge Mann wurde als sportlich beschrieben. Zuvor habe es keine Anzeichen auf medizinische Probleme gegeben, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. Bei dem Marsch sei die große Hitze am Donnerstag berücksichtigt worden, erklärte ein Sprecher. Laut dem behandelnden Arzt besteht der Verdacht einer bakteriellen Infektion. Daher wurden laut Aussendung vorbeugende medizinische Maßnahmen für die Gardesoldaten sowie das Personal der Kaserne in Horn ergriffen. Gleichzeitig nahmen die Experten des Heerespsychologischen Dienstes ihre Arbeit auf.

Unfallkommission nach Tod eines Rekruten

Das Bundesheer hat zur Untersuchung des Vorfalls eine Unfallkommission eingesetzt, die der Aussendung zufolge eng mit der Staatsanwaltschaft kooperiert. Laut ersten Ergebnissen der Kommission wurde aufgrund der hohen Temperaturen der Dienstplan dahingehend abgeändert, dass Stationsbetrieb und Marsch getrennt wurden. Damit sei die Überprüfung der Erreichung der Ausbildungsziele im Stationsbetrieb weitestgehend im Waldgelände im Schatten durchgeführt worden.

Für den Marsch wurden laut Aussendung vorbeugende Maßnahmen zur Linderung der Hitzebelastung befohlen. Dies habe eine zusätzliche Versorgung mit Obst und Mineralwasser sowie zusätzliche Pausen und Trinkwasser umfasst. Das Ausbildungspersonal war demnach angewiesen, die Soldaten zum Trinken zu ermuntern. Zusätzlich zur gefüllten Feldflasche sei jedem Soldaten eine Eineinhalb-Liter-Mineralwasserflasche gegeben und während des Marsches ein zusätzlicher Versorgungspunkt mit Wasser eingerichtet worden. Die Strecke verlief im ersten Teil weitestgehend im freien Gelände, im zweiten Teil im bewaldeten Taffa-Tal.

Um das Marschtempo zu reduzieren, wurde der langsamste Soldat als Erster in der Gruppe eingeteilt – dabei handelte es sich nicht um den verstorbenen Rekruten, hieß es. Für den Fußmarsch sei Marscherleichterung angeordnet worden – dazu gehörten unter anderem das Unterleibchen als oberstes Bekleidungsstück, eine Helmtragebefreiung und häufigere Pausen.

19-Jähriger starb nach Marsch in Horn

Der 19-Jährige klagte während des Marsches über Schwindel. Daraufhin wurden Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen und der Rekrut in die Kaserne gebracht, wo ihn das Sanitätsfachpersonal weiterbehandelte. Unmittelbar danach traf der Notarzt in der Kaserne ein. Nach notfallmedizinischer Erstversorgung wurde der junge Mann in das Krankenhaus Horn eingeliefert, wo er trotz intensivmedizinischer Versorgung verstarb.

Die Eltern des 19-Jährigen wurden vom Kommandanten der Garde abgeholt und von einem Kriseninterventionsteam betreut. Das Bundesheer sprach den Hinterbliebenen erneut seine aufrichtige Anteilnahme aus.

(APA/red)



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