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Roßauer Lände: Geharnischte Reaktionen

ARBÖ spricht von „Flopp“, Wiener Wirtschaftskammer von "Unverfrorenheit" - ÖAMTC reagiert mit Protestaktion - Kabas forderte umgehenden Stopp.

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Die Kritiker der - am Donnerstag umgesetzten - Verengung der Roßauer Lände in Wien-Alsergrund haben sich mit zum Teil geharnischten Reaktionen an die Öffentlichkeit gewandt. Für den ARBÖ ist der Versuch, auf der Lände eine zusätzliche Parkspur zu errichten schlicht ein „Flopp“. Der Wiener ARBÖ-Präsident Rudolf Ertl zeigte sich in einer Aussendung überzeugt: „Diese Maßnahme steht am Kurzfrist-Prüfstand.“

Der Start der Parkspur-Testphase ist auch gleichzeitig der Beginn der ÖAMTC-Protestakion „Keine Schikane auf der Roßauer Lände“. Der Touringclub ruft Autofahrer zur Abgabe von Protestnoten auf. Der ÖAMTC, so wurde betont, sei bereit an einer „vernünftigen Lösung“ der Verkehrsprobleme an der Roßauer Lände mitzuarbeiten - „vorausgesetzt, man erklärt das schikanöse Stau-Experiment für beendet.“

Der Wiener FPÖ-Chef Hilmar Kabas sprach in einer Aussendung von einem „erneuten Schlag gegen die Wiener Autofahrer“. Die erwarteten Befürchtungen was den „Mega-Stau“ betreffe seien „noch schlimmer als erwartet eingetroffen.“ Die Wiener FPÖ forderte den Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) auf, den „Testversuch“ umgehend zu stoppen und noch heute wieder „grünes Licht“ auf der linken Fahrspur zu geben.

VP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Gerstl, der sich in der Früh persönlich über die Situation überzeugt hatte, befand in einer Aussendung: „Im Falle der SPÖ-Verkehrspolitik finden auch angesagte Katastrophen statt.“ Das Wissen der Autofahrer werde vorausgesetzt, „konkrete Warnungen und Informationen fehlen aber“. Gerstl rief Bürgermeister Michael Häupl (S) auf, Schicker und den Alsergrunder Bezirksvorsteher Hans Benke (S) „zur Ordnung zu rufen“, oder klipp und klar sagen: „Ich stehe hinter dieser Schikane für Autofahrer.“

Dieter Langer, der Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, sprach in einer Aussendung wiederum von einer „Unverfrorenheit“. An Schicker gewandt meinte er: „Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Wirtschaft ohne Verkehr nicht möglich ist. Was sie hier durchsetzen, ist ein weiterer Anschlag auf de Wirtschaftsstandort Wien.“

Redaktion: Martina Wolf




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