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	<title>austria.com &#187; Acom Service Kino</title>
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		<title>Sex on the Beach</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Britischer Humor hat einen guten Ruf. Trocken, mitunter etwas  subtil und dabei stets auf einem gewissen Niveau - wenn eine Komödie in  England Rekorde bricht, sind die Erwartungen hoch.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/sex-on-the-beach---digital-film-94397.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div> 
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Britischer Humor hat einen guten Ruf. Trocken, mitunter etwas  subtil und dabei stets auf einem gewissen Niveau &#8211; wenn eine Komödie in  England Rekorde bricht, sind die Erwartungen hoch.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/sex-on-the-beach---digital-film-94397.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3157573"></span></p>
<p>&#8220;Sex on the Beach&#8221;  spielte an seinem ersten Wochenende auf der Insel das beste Ergebnis  ein, das eine britische Komödie je erreichte. Zudem verkaufte sich die  DVD allein am ersten Tag über eine halbe Million Mal. Am Freitag kommt  der Film von Regisseur Ben Palmer in die österreichischen Kinos.</p>
<p>Vier Teenager, ein Urlaub und keinerlei Hemmungen &#8211; die Richtung ist  schnell vorgegeben. Will (Simon Bird), Simon (Joe Thomas), Jay (James  Buckley) und Neil (Blake Harrison) haben ihren Schulabschluss in der  Tasche und wollen sich mit einem Party-Marathon auf Kreta belohnen.  Viele Sex-Sprüche, Weisheiten über Frauen und das Nachtleben im Allgemeinen erinnern an Teenager-Komödien wie &#8220;American Pie&#8221;.</p>
<p>Auf  der Insel stellt sich den Jungs dann dieselbe Frage, wie zu Hause: Wie  lernt man überhaupt Mädchen kennen? Zur Überraschung aller klappt das  schon am ersten Abend &#8211; keiner Konkurrenz in der fast leeren Bar und  vier englischen Touristinnen sei Dank: Alison (Laura Haddock), Lisa  (Jessica Knappett), Lucy (Tamla Kari) und Jane (Lydia Rose Bewley). Neil  allerdings interessiert sich eher für die Frauen jenseits der 50, Will  flüchtet sich hinter eine Mauer aus Ironie, Simon erzählt seiner neuen  Bekanntschaft ausschließlich von seiner Ex und Jay bekommt die dicke  Jane ab &#8211; und ertränkt seinen Frust in Schnaps.</p>
<p>Ohne die in  England äußerst beliebte Serie &#8220;The Inbetweeners&#8221; gesehen zu haben &#8211; die  Grundlage für den Film &#8211; fehlt dem Zuschauer allerdings immer wieder  das nötige Wissen, um die Komik in dieser und vielen anderen Szenen zu  entdecken. Neils unglaubliche Naivität und seine erste Tanzeinlage auf  der fürchterlich schlechten Party eines Camping-Clubs beispielsweise  kennen nur die wenigsten deutschen Kinobesucher &#8211; und können die  Anspielung durch sein Solo in der Bar nicht verstehen. Auch Simons  Vorgeschichte mit seiner Ex-Freundin Carli wird im Kinofilm nur kurz  angerissen; und die tragische Komik seiner verzweifelten  Rückeroberungsversuchen versickert.</p>
<p>Die Drehbuchautoren Iain  Morris und Damon Beesley haben für Fans und Kenner der britischen Sitcom  keinen großartigen, aber einen vergnüglichen Kinofilm geschrieben.  Kinogänger ohne Berührungen mit einer der drei Staffeln dagegen werden  in den eineinhalb Stunden vor allem viele schlechte Witze hören &#8211; die  Anspielungen und Zitate bleiben dagegen unerkannt. Und die Erwartungen  an britischen Humor unerfüllt.</p>
<p>(APA)<br />
<a name="trailer"></a><iframe frameborder="0" height="337" scrolling="no" src="http://media.vienna.at/video/embed/sex-on-the-beach.html" width="600"></iframe></p>
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		<title>Underworld Awakening</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:27:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer kein Blut sehen kann, ist in "Underworld Awakening" definitiv im falschen Film. Im vierten Teil der Vampirsaga fließt der rote Saft gleich literweise.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/underworld-4---3d-digital-film-94188.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kein Blut sehen kann, ist in &#8220;Underworld Awakening&#8221; definitiv im falschen Film. Im vierten Teil der Vampirsaga fließt der rote Saft gleich literweise.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/underworld-4---3d-digital-film-94188.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3157563"></span></p>
<p>Die ersten drei Filme der &#8220;Underworld&#8221;-Serie  haben seit 2003 zusammen etwa 300 Millionen Dollar eingespielt, da  lohnt sich aus finanzieller Sicht eine Fortsetzung auf jeden Fall. Und  das Kalkül des Teams um Vampir-Erfinders Len Wiseman, der seit 2004 mit  seiner Hauptdarstellerin Kate Beckinsale verheiratet ist, scheint  aufzugehen: In den USA und Kanada setzte sich &#8220;Underworld Awakening&#8221;  am Startwochenende mit großem Abstand an die Spitze der Kinocharts. Das  könnte hierzulande auch gelingen. Am Freitag ist Kinostart in  Österreich.</p>
<p>Berlin. Becksinsale ist, nachdem sie im dritten  Teil nicht dabei war, wieder in den hautengen Latexanzug geschlüpft, hat  das Lederkorsett festgeschnürt und lässt den langen, schwarzen Mantel  im eisigen Nachtwind wehen: Als Vampirkriegerin Selene erwacht sie nach  jahrelangem Tiefkühlschlaf im Forschungslabor eines Biotech-Konzerns,  befreit sich aus den Fängen eines größenwahnsinnigen Wissenschaftlers  (schön böse: Stephen Rea) und stellt fest, dass sie eine zwölfjährige  Tochter hat. Die süße Eve (India Eisley) hat auch schon ganz entzückende  Beißerchen, und bei Bedarf färben sich die Pupillen bedrohlich blau.</p>
<p>Der  sehr überschaubare Plot dieses rastlosen 3D-Action-Thrillers dreht sich  nun darum, dass die altbekannten, bösen Werwölfe &#8211; Unterabteilung  Lykaner &#8211; ganz scharf auf Selenes Töchterchen sind. Zombieartige Wesen  auf vier Beinen geben keine Ruhe, verfolgen Mutter und Tochter durch ein  düsteres, postindustrielles Ambiente, werden schließlich von den  digitalen Kostümbildnern zu meterhohen Unholden aufgeblasen, bis sie mit  viel Einsatz von Blei, Blut und Sprengstoff wieder zur Strecke gebracht  werden. Wirklich originell ist das nicht, Freunde des Genres dürften  mit diesem Schlachtfest trotzdem zufrieden sein. Und alle Anzeichen  deuten, wenn wundert&#8217;s, bereits auf weitere Fortsetzungen hin.</p>
<p>Zur  Ruhe kommt der Film nur in einer Sequenz: Da steigt Selene in die  verwunschene Höhle ihrer Vorfahren hinunter. Dort hausen die letzten  ihrer Art: vom Aussterben bedrohte Vampire. Hier sagt Selene zu ihrer  Tochter den schönen Satz: &#8220;Mein Herz ist nicht kalt, sondern gebrochen&#8221;.  Letztlich sind Vampire auch nur Menschen.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"></a><iframe frameborder="0" height="337" scrolling="no" src="http://media.vienna.at/video/embed/underworld-awakening.html" width="600"></iframe></p>
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		<title>Zettl</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:25:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Helmut Dietl hat ein Stück deutsche Fernsehgeschichte geschrieben. Seine Serien sind Kult - allen voran "Kir Royal - Aus dem Leben eines Klatschreporters" von 1986. 
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/zettl---digital-film-94396.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div> 
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Dietl hat ein Stück deutsche Fernsehgeschichte geschrieben. Seine Serien sind Kult &#8211; allen voran &#8220;Kir Royal &#8211; Aus dem Leben eines Klatschreporters&#8221; von 1986. </p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/zettl---digital-film-94396.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3157545"></span></p>
<p>Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem großen Erfolg hat Dietl sich nun an eine Fortsetzung gewagt. Dietl erzählt die Geschichte des Promi-Chauffeurs Max Zettl, der mit Skandal-Geschichten aus der Politik zum gefeierten Chefredakteur aufsteigt.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"></a><iframe frameborder="0" height="337" scrolling="no" src="http://media.vienna.at/video/embed/zettl.html" width="600"></iframe></p>
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		<title>Dame, König, As, Spion</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:16:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn von Agententhrillern die Rede ist, stehen dahinter  mittlerweile meist spektakulärer Actionspektakel. Die Fahne des ruhigen  literarischen Psychogramms, des Schachspiels des Geheimdienstlebens hält  hingegen unverdrossen Altmeister John le Carre in die Höhe.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/dame-koenig-as-spion---digital-film-94187.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn von Agententhrillern die Rede ist, stehen dahinter  mittlerweile meist spektakulärer Actionspektakel. Die Fahne des ruhigen  literarischen Psychogramms, des Schachspiels des Geheimdienstlebens hält  hingegen unverdrossen Altmeister John le Carre in die Höhe.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/dame-koenig-as-spion---digital-film-94187.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3157509"></span></p>
<p>Sein  Klassiker &#8220;Dame, König, As, Spion&#8221;  kommt nun erstmals auf die große Leinwand &#8211; mit Starbesetzung und im  70er-Retrolook. Eine Hommage an die Hochzeit des Spionagefilms, ein in  aller Lakonie fulminantes Meisterwerk, das mit drei Oscar-Nominierungen  bedacht wurde (darunter für Hauptdarsteller Gary Oldman). Ab Donnerstag  (2. Februar) im Kino.</p>
<p>Der zwangspensionierte Agent George  Smiley (Oldman) wird von der Politik wieder aus dem Ruhestand  zurückbeordert, da man an der Spitze des britischen  Auslandsgeheimdienstes einen Maulwurf des KGB vermutet. Smiley soll ihn  gemeinsam mit dem jungen Kollegen Peter Guillam (Benedict Cumberbatch)  entlarven. Die fünf Mitglieder der Führungsspitze des Geheimdienstes  (darunter Oscar-Preisträger Colin Firth) geraten in Smileys Visier. Doch  der Maulwurf kämpft gegen seine Aufdeckung.</p>
<p>Wie bei Autor le  Carre üblich, bleibt letztlich beinahe irrelevant, wer tatsächlich der  Maulwurf ist &#8211; es geht um die Krebserkrankung, nicht um die einzelne  Metastase. So schildert &#8220;Dame, König, As, Spion&#8221;  das Agentenleben als träges, graues Gewerbe. Die Mitarbeiter des  Geheimdienstes müssen um die Miete für ihre konspirativen Häuser  kämpfen, sind als gealterte Bonds eher Sparkassengeschäftsführer denn  Draufgänger. Dies zeigt le Carres Werk unglamourös, ohne dabei bemüht  das Agentengenre desavouieren zu wollen.</p>
<p>Obgleich der schwedische  Regisseur Tomas Alfredson bis dato nur wenig Kinoerfahrung vorweisen  kann, wenn man vom Horrordrama &#8220;So finster die Nacht&#8221; (2008) absieht,  gelingt es ihm, sein graues Werk in der lakonischen Coolness und  stoischen Ruhe zu erzählen, die auch seinen Protagonisten Smiley  kennzeichnet, den nie lachenden Agenten im Habitus des britischen  Landadeligen. Alle Rückblenden und Ortswechsel dienen letztlich nur  dazu, den neuen Spielort für ein Kammerspiel zu liefern.</p>
<p>Über weite Strecken gestaltet sich &#8220;Dame, König, As, Spion&#8221;  dabei ähnlich dialogarm wie der französische Stummfilm und diesjährige  Oscar-Favorit &#8220;The Artist&#8221;, ist ein Spiel der Blicke, der  unbeantworteten Fragen. Unübersehbar greift Alfredson hierfür auch auf  Stilmittel des Neonoir zurück. Evident finden Autofahrten vor dem  Greenscreen statt, zugleich wird großartig geraucht und gesoffen. Und  wenn das moderate Happy End mit der Unterlegung durch den französischen  Chanson &#8220;La Mer&#8221; vollends als ironisch entlarvt wird, geschieht dies  ebenso lakonisch wie der gesamte Duktus des Werks.</p>
<p>Nicht zuletzt  ist diese passgenaue Adaption der Carre&#8217;schen Literatur für die Leinwand  dem Autor selbst zu verdanken, der nicht nur als Berater, sondern auch  als ausführender Produzent mit an Bord war. Zuvor hatte er sich lange  einer Kinoverfilmung seines Werks verweigert, das 1979 als TV-Miniserie  mit Alec Guinness populär geworden war. Sein Plazet zur aktuellen  Verfilmung erweist sich nun als vollends richtige Entscheidung.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"></a><iframe frameborder="0" height="337" scrolling="no" src="http://media.vienna.at/video/embed/dame-koenig-as-spion.html" width="600"></iframe></p>
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		<title>Drive</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf engstem Raum, im Aufzug eines Appartementhauses in Los  Angeles, lässt Nicolas Winding Refn so intensive wie scheinbar  widersprüchliche Emotionen verschmelzen.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/drive">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/drive---digital-film-93922.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf engstem Raum, im Aufzug eines Appartementhauses in Los  Angeles, lässt Nicolas Winding Refn so intensive wie scheinbar  widersprüchliche Emotionen verschmelzen.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/drive">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/drive---digital-film-93922.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151240"></span></p>
<p>Wenn Ryan Gosling erst zum Kuss  seiner Angebeteten ansetzt und dann nach einer Drehung um die eigene  Achse den Kopf seines Widersachers an der Wand zerschmettert, trifft  Romantik in ihrer pursten Form auf Brutalität mit ihrem hässlichsten  Gesicht, reiht sich unansehnliche Grausamkeit an herzzerreißende  Zärtlichkeit. Es ist die eindrucksvollste Szene von &#8220;Drive&#8221;  &#8211; einem hypnotisierenden potenziellen Kultwerk, das schon jetzt zu den  Kino-Höhepunkten 2012 zählt und ab Donnerstag (26.1.) bei uns im Kino zu  sehen ist.</p>
<p>Wien. Was man über den &#8220;Driver&#8221;  (Gosling) weiß, trägt er an sich. Ein Skorpion glänzt auf dem Rücken  seiner Rennjacke, einen Zahnstocher dreht er in seinem Mundwinkel hin  und her, in Lederhandschuhen umklammert er das Lenkrad. Einen Namen hat  er genauso wenig wie eine Vergangenheit, Familie oder Breite an Regungen  und Emotionen. Bei Tag ist er Stuntfahrer auf Hollywood-Filmsets, bei  Nacht Fluchtfahrer. Fünf Minuten gibt er Räubern und Kleinkriminellen  bei ihrem Beutezug, um sie dann mehr durch geschmeidige Manöver und  exzellente Ortskenntnis denn durch rasante Geschwindigkeit auf den  Straßen Los Angeles&#8217; aus der Gefahrenzone zu bringen. Stunt- und  Fluchtfahrer &#8211; für den Driver kein Widerspruch. Er fährt einfach.</p>
<p>Als  dann jedoch seine Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und deren Sohn  Benicio (Kaden Leos) in sein Leben treten und eine zarte, unausgelebte  Romanze beginnt, scheint die kühle Fassade zu bröckeln. Die Gefühle  werden ihm zum Verhängnis: Nach der plötzlichen Haftentlassung von  Irenes Ehemann Standard (Oscar Isaacs) hilft er diesem, sich mit einem  Coup von Schulden bei seinem früheren Gangsterboss zu befreien. Doch der  Auftrag ist ein Hinterhalt, Standard wird getötet und der Driver findet sich selbst als Zielscheibe von L.A.-Ganoven wieder. Wer das scheinbar unberührte Pokerface des distanzierten Driver anfangs als Unsicherheit und Verletzbarkeit gewertet hat, wird nun eines Besseren belehrt.</p>
<p>Plötzlich  und unerwartet legt der dänische Regisseur Refn (&#8220;Bronson&#8221;, &#8220;Valhalla  Rising&#8221;) den Schalter um: Vom langsam Spannung aufbauenden Film noir zur  hoch stilisierten, blutspritzenden Rachejagd. Refn zelebriert die  Gewalt, setzt das rote Blut eines explodierenden Kopfes mit der grünen  Palme vor dem Fenster und dem blauen kalifornischen Himmel in Einklang.  Fast befreiend wirken diese kompromisslosen, plakativen Szenen bei der  aufgeheizten Spannung auf die einen &#8211; sicherlich abschreckend jedoch auf  die anderen. Der pulsierende Soundtrack von  Ex-Red-Hot-Chili-Peppers-Drummer Cliff Martinez in  80er-Jahre-Synthesizer-Pop-Manier verstärkt diese Intensität ins schier  Unermessliche und bleibt noch lange nach Filmende im Ohr.</p>
<p>Gosling, der zuletzt u.a. in &#8220;The Ides of March&#8221; und &#8220;Blue Valentine&#8221; glänzte, erreicht mit seiner Darstellung als Driver  den vorläufigen Höhepunkt seines vielseitigen Schaffens und wird in der  Rolle des lakonischen, kühlen Sonderlings von zahlreichen Kritikern mit  einem jungen Steve McQueen gleichgesetzt. Der 31-Jährige war es auch,  der Refn davon überzeugte, sich dem nur 160-seitigen Roman von James  Sallis anzunehmen. Eine Palme für die Beste Regie in Cannes war die  Belohnung für Goslings gutes Gespür. Er hat in Refn auch einen  &#8220;Seelenverwandten&#8221; gefunden, dreht derzeit mit ihm &#8220;Only God Forgives&#8221;  in Thailand. Für &#8220;Drive&#8221; sind  sie monatelang mit Drehbuchautor Hossein Amini nachts durch L.A.  gefahren, haben Musik gehört und sich in 24-Stunden-Cafés unterhalten,  bis die Sonne aufging.</p>
<p>&#8220;Ich wollte den Film wie ein Märchen  drehen&#8221;, erzählt Refn dem britischen Filmmagazin &#8220;Little White Lies&#8221;,  &#8220;mit diesem archetypischen Ritter, der durch die Ödnis streift, auf der  Suche nach einer Frau, die er retten kann.&#8221; Auch die wenigen Menschen,  die dem Driver auf seiner  Pirsch begegnen, sind spannend besetzt: Neben Bryan Cranston als Mentor  Shannon und Ron Perlman als East-Coast-Badass Nino beeindruckt vor allem  Albert Brooks als zwielichtiger Filmproduzent Bernie Rose nachhaltig.  Die Hauptrolle teilt sich der Driver jedoch nur mit einer: der City of Angels.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>The Descendants</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die absurden Momente im Leben sind die Spezialität von Alexander Payne, der nach "About Schmidt" und "Sideways" nun mit "The Descendants"  neuerlich eigenwillige Charaktere auf Selbstfindung schickt.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/the-descendants">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/the-descendants---familie-und-andere-angelegenheiten-film-93903.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die absurden Momente im Leben sind die Spezialität von Alexander Payne, der nach &#8220;About Schmidt&#8221; und &#8220;Sideways&#8221; nun mit &#8220;The Descendants&#8221;  neuerlich eigenwillige Charaktere auf Selbstfindung schickt.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/the-descendants">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/the-descendants---familie-und-andere-angelegenheiten-film-93903.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151359"></span></p>
<p>Diesmal  steht der Anwalt Matt King (George Clooney) im Mittelpunkt, der als  einer der Nachfahren (Descendants)  der Könige und Missionare, die einst auf Hawaii lebten, das  paradiesische Anwesen verwaltet und dessen Frau Elizabeth nach einem  Unfall im Koma liegt. Als er von seiner älteren Tochter erfährt, dass  Elizabeth eine Affäre mit einem anderen Mann hatte, macht er sich mit  seinen Töchtern auf die Suche nach dem unbekannten Liebhaber und beginnt  langsam aus seinem eigenen gelebten Koma aufzuwachen. Ab Freitag  (27.1.) im Kino.Wien. So malerisch die Kulisse und so  kontemplativ die Bilder, so ambivalent und tragikomisch inszeniert Payne  die Lebenskrise des von Clooney verletzlich und kämpferisch  dargestellten Mannes. Matt King hat sich eigentlich glücklich geschätzt,  der von ihm verwaltete Grundbesitz steht kurz vor dem einträglichen  Verkauf, die Familie funktioniert &#8211; doch mit dem Unfall seiner Frau hebt  sich seine Welt plötzlich aus den Angeln. Seine Frau hat ihn betrogen,  die Bindung zu seinen Töchtern ist äußerst lose, und wer jeden Tag im  Paradies aufwacht, verliert offenbar trotzdem irgendwann die Nähe zu  seinem Land und seinen Wurzeln. Es folgt eine Sinnsuche, bei der sich  auch den Familienmitgliedern die Gelegenheit bietet, einander endlich  richtig kennenzulernen.</p>
<p>Dass Clooney als einer der großen  Oscar-Favoriten gilt, ist nach seiner untypischen und empathischen  Verkörperung des Familienvaters im Hawaii-Hemd völlig gerechtfertigt.  Alleine, wenn er in Schlapfen der Straßenbiegung entlang zum Haus von  Freunden rennt, um sich wütend die Affäre seiner schwer verletzten Frau  bestätigen zu lassen, entfacht er so viel peinlich berührtes Mitgefühl,  dass über menschliche Schwächen und den Herzschmerz des Protagonisten  gar nichts mehr geschrieben werden muss. Und mit den beiden jungen  Schauspielerinnen (Shailene Woodley und Amara Miller) harmoniert er so  wunderbar, dass man sich liebend gerne auf die unterschiedlichen  Stimmungen der lebensverändernden Reise einlässt.</p>
<p>Diese Stimmungen  werden nicht zuletzt auch vom Soundtrack getragen, der von  ausschließlich hawaiianischen Musikern beigesteuert wurde. Obwohl die  Musik auf die Dauer ein wenig nervt, wird das entrückte Gefühl der  Inseln mitsamt vorüberziehender Wolken und Meeresrauschen wunderbar  vermittelt. Die wortlosen Szenen und die visuellen Kompositionen  beeindrucken indes am meisten und lassen die gelegentliche  Erzählerstimme ziemlich überflüssig erscheinen. Musik und Erzähler sind  aber ohnehin nur kleine Wermutstropfen in einem gelungenen Film, der auf  Basis des Debütromans &#8220;Mit deinen Augen&#8221; der hawaiianischen  Schriftstellerin Kaui Hart Hemming erzählerischen Tiefgang und  humorvolle Lakonik in absurden Situationen beweist.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Ein riskanter Plan</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Mann balanciert am Sims eines Hotels entlang, in schwindelerregender Höhe und offensichtlich bereit, seinem Leben ein  Ende zu setzen. Er hat nichts zu verlieren, die Welt hält ihn für den  Räuber eines wertvollen Diamanten - wäre er nicht ausgebrochen, würde er  die nächsten Jahre hinter Gittern verbringen.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/ein-riskanter-plan">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/ein-riskanter-plan---digital-film-93926.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann balanciert am Sims eines Hotels entlang, in schwindelerregender Höhe und offensichtlich bereit, seinem Leben ein  Ende zu setzen. Er hat nichts zu verlieren, die Welt hält ihn für den  Räuber eines wertvollen Diamanten &#8211; wäre er nicht ausgebrochen, würde er  die nächsten Jahre hinter Gittern verbringen.</p>
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<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/ein-riskanter-plan---digital-film-93926.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151330"></span></p>
<p>Doch Nick Cassidy, so der  Name des ehemaligen Cops, will seine Unschuld beweisen, und der  Drahtseilakt im 21. Stock des New Yorker Roosevelt Hotels ist nur ein Teil eines äußerst riskanten Plans. Die weiteren Puzzlestücke setzt Regisseur Asger Leth gezielt und spannungsreich zusammen. Am Donnerstag (26.1.) startet &#8220;Ein riskanter Plan&#8221; im Kino.</p>
<p>Wien.  Das Puzzle sieht nicht nur für Sam Worthington als Hauptfigur, sondern  auch für Jamie Bell als Nicks Bruder, Elizabeth Banks als  Polizeipsychologin Lydia Mercer und Ed Harris als unsympathischen  Geschäftsmann entscheidende Rollen vor. Während Cassidy an der  Hotelfassade halsbrecherische Bewegungen vollführt, richten sich auf der  Straße alle Augen und Fernsehkameras auf ihn. So kann einen Block  weiter ungestört ein Einbruch  über die Bühne gehen, bei dem Bruder Joey versucht, den ominösen  Diamanten wohlbehalten in der Obhut des angeblich Bestohlenen zu finden.  Ein Diebstahl, um zu beweisen, dass ein Diebstahl nie stattgefunden hat &#8211; durchaus riskant, aber auch clever.</p>
<p>Mit viel Verve weiht Asger Leth die Zuschauer in seinem packenden Thriller erst nach und nach in den Plan ein und bewahrt dabei genügend Geheimnisse, um die Spannung hochzuhalten. Dass er dabei vor allem dialogtechnisch die Zügel ein wenig schleifen lässt, mag man ihm nachsehen &#8211; mehrmals stockt einem  der Atem bei den Balanceakten am Abgrund, wird die pure Verzweiflung  des ans Äußerste gehenden Ex-Polizisten spürbar, zittert man angesichts  des gewagten Ablenkungsmanövers mit den Protagonisten. Dass  Hauptdarsteller Worthington tatsächlich seine Höhenangst überwinden  musste, macht viele Szenen nur umso authentischer &#8211; auch wenn große  Teile des Films im Studio gedreht wurden.</p>
<p>Ähnlich wie Cassidy im Film scheint der dänische Regisseur einen genauen Plan  zu verfolgen, vermittelt er mit dem steilen Blick nach unten die  überlegene Perspektive gegenüber dem mit Handy-Kameras ausgestatteten  Mob, greift er jeden Handlungsstrang irgendwann wieder auf und führt ihn  zu einem Ende. Die Wendungen  wirken stets exakt kalkuliert, die Szenen minuziös geordnet und das  Drehbuch übersichtlich &#8211; möglicherweise ein Grund dafür, dass der straff inszenierte Film am Ende recht konventionell wirkt. Ein toller Stoff und ein riskanter Plan  machen zwar einen guten Thriller, aber keinen überragenden Film. Und  weswegen Joey sich während des Einbruchs mit seiner Geliebten zanken  muss, wird wohl auch Leths Geheimnis bleiben&#8230;</p>
<p>(APA)<br />
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		<title>The Artist</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von einem Überraschungserfolg zu sprechen, wäre noch untertrieben:  Ein moderner Stummfilm, der in Cannes für Aufsehen sorgt und  anschließend in der US-amerikanischen Filmpreissaison aufzeigt, ist mehr  als 80 Jahre nach dem Ende der Stummfilm-Ära eine kleine Sensation.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/the-artist">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/the-artist---digital-film-94140.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Von einem Überraschungserfolg zu sprechen, wäre noch untertrieben:  Ein moderner Stummfilm, der in Cannes für Aufsehen sorgt und  anschließend in der US-amerikanischen Filmpreissaison aufzeigt, ist mehr  als 80 Jahre nach dem Ende der Stummfilm-Ära eine kleine Sensation.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/the-artist">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/the-artist---digital-film-94140.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151392"></span></p>
<p>Dass sich Hollywood angesichts der mit zahlreichen Reverenzen versehenen  Hommage geschmeichelt fühlt, ist jedoch nur allzu verständlich. Der  französische Regisseur und Drehbuchautor Michel Hazanavicius hat sich in  schwarz-weiß und 4:3 vor der Traumfabrik verneigt &#8211; und darf nun  miterleben, wie sich diese (wohl auch bei den Oscars) vor ihm verneigt.  Am Freitag startet das anachronistische Filmerlebnis regulär im Kino.</p>
<p>Wien.  Schauplatz des Films ist Hollywood im Jahr 1927, der Tonfilm tritt  gerade seinen schleichenden Siegeszug an. Dass das viele nicht wahrhaben  wollen, wird nicht zuletzt in der Hauptfigur deutlich. George Valentin  (Jean Dujardin) ist ein gefeierter Stummfilmstar, dem die Herzen der  Frauen reihenweise zufliegen &#8211; auch jenes von Peppy Miller (Berenice  Bejo), die als Statistin in einem seiner Filme arbeitet und deren Talent  von Valentin gefördert wird. Doch während Peppys Stern mit dem Tonfilm  schließlich richtig aufgeht, droht jener von Valentin schlagartig zu  verblassen. Zurückgeworfen auf sich selbst, ist er plötzlich auf die  Hilfe der nunmehr berühmten Peppy angewiesen.</p>
<p>Es ist eine  klassische Story, die Hazanavicius erzählt, eine Geschichte des  Aufstiegs und Untergangs, der Verbundenheit und Liebe. Doch die  vordergründige Erzählung erfährt im gleichen Moment auch immer einen  detailverliebten Kommentar und ist damit stets um eine Rezeptionsebene  erweitert, die die Vorhersehbarkeit der Geschichte oder die Längen im  tragischen Teil locker ausgleichen. So bekommt es etwas Spielerisches,  wenn man hier plötzlich &#8220;Sunset Boulevard&#8221; und &#8220;Citizen Kane&#8221; oder dort  &#8220;Singin&#8217; in the Rain&#8221; erkennt, wenn Anspielungen auf die Stummfilmstars  Douglas Fairbanks oder Mary Pickford unübersehbar sind, wenn die  Filmplakate das Schicksal der beiden Protagonisten widerspiegeln.</p>
<p>Die  vormoderne Art des Filmemachens wird so kontrastiert mit einer  postmodernen Zitatorgie, woraus ein modernes Leinwandmärchen mit  ausdrucksstarken Schauspielern (u.a. auch John Goodman) entsteht, das  einen an die visuelle Kraft des Körpers, der Mimik und Gestik, erinnert,  ohne dabei völlig überzeichnet oder parodistisch zu wirken.  Hazanavicius schuf eine Liebeserklärung an eine ganze Ära, die durch die  außergewöhnlichen Kompositionen von Ludovic Bource kongenial  unterstützt wird. Man will sich dabei gar nicht vorstellen, wie der  Regisseur zu Beginn versucht hat, für seine Vision Geldgeber  aufzutreiben. Möglicherweise hat da auch schon Uggie, der gefeierte  Hund, die Herzen zum Schmelzen gebracht.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Fünf Freunde</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann sich gut vorstellen, wie das Konzept für die "Fünf Freunde"  ausgesehen hat: ein freundlicher Familienfilm, mit kleinen Späßen für  die Erwachsenen und spannenden Abenteuern für die Kinder, eben ein  bisschen was von allem für alle.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/funf-freunde">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/fuenf-freunde---digital-film-94144.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann sich gut vorstellen, wie das Konzept für die &#8220;Fünf Freunde&#8221;  ausgesehen hat: ein freundlicher Familienfilm, mit kleinen Späßen für  die Erwachsenen und spannenden Abenteuern für die Kinder, eben ein  bisschen was von allem für alle.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/vienna/funf-freunde">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/fuenf-freunde---digital-film-94144.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151414"></span></p>
<p>Die Vorlage der britischen  Bestsellerautorin Enid Blyton wurde von Regisseur Mike Marzuk sanft  modernisiert, doch ernst genommen wurde der Stoff dabei leider nicht. So  werden sowohl die Verbrecher als auch der Geheimagent zu Karikaturen,  die meisten Figuren zu wandelnden Klischees &#8211; und der altmodische Charme  der &#8220;Fünf Freunde&#8221; verläuft im Dünensand vor der berüchtigten Felseninsel. Ab Freitag (27.1.) im Kino.Wien.  Auf der Insel hat Onkel Quentin (Michael Fitz) sein Labor, in dem er an  einer Methode zur Energieumwandlung arbeitet. Dass Bösewichte hinter  diesen Forschungsergebnissen her sind, müssen Julian (Quirin Oettl),  Dick (Justus Schlingensiepen) und Anne (Nele-Marie Nickel) sowie ihre  Cousine Georgina, bevorzugt George genannt (stark: Valeria Eisenbart),  bald in einer alten Schmugglerhöhle mit Schrecken entdecken. Aus dem  geruhsamen Sommerurlaub wird ein Abenteuer, aus dem alten Schiffswrack  das Hauptquartier für die Nachforschungen &#8211; und auch wenn die Kinder  nirgends ernst genommen werden, decken sie mit Geduld und Spürsinn nach  und nach die große Verschwörung auf.</p>
<p>Es ist eigentlich ein Wunder,  dass die drei Geschwister und ihre Cousine nicht schon längst den Weg  auf die Leinwand gefunden haben. Gemeinsam mit ihrem Hund Timmy bildet  die eingeschworene Bande mit mehr als 100 Millionen verkaufter Bücher  eine der beliebtesten Kinderbuch-Gangs überhaupt, Fernsehserien und  Hörspiele waren stets erfolgreich. Dass das Produzenten-Team hinter &#8220;Die  wilden Kerle&#8221; hier ein neues erfolgreiches Franchise gewittert hat,  kann man sich also lebhaft vorstellen. Zumindest kurzweilig ist der  89-minütige, sich an die Serie anlehnende Film dann auch geworden &#8211; die  brave Umsetzung lässt aber doch viel Spannung vermissen.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Heil Hitler &#8211; Die Russen kommen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Osten Österreichs erlebte die Zivilbevölkerung den "Endkampf" derart hautnah am eigenen Leib wie sonst nirgendwo im Land.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/heil-hitler---die-russen-kommen---digital-film-94145.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Osten Österreichs erlebte die Zivilbevölkerung den &#8220;Endkampf&#8221; derart hautnah am eigenen Leib wie sonst nirgendwo im Land.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/heil-hitler---die-russen-kommen---digital-film-94145.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151432"></span></p>
<p>In 13 Kapiteln von &#8220;Heil Hitler&#8221; über &#8220;Wir Kindersoldaten&#8221;, &#8220;Vergewaltigt&#8221; bis &#8220;die Russen kommen&#8221;, erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre individuell erlebte Geschichte &#8211; authentisch und einprägsam. Diese persönlichen Erlebnisse zwischen 1938 bis 1945 und der Zeit danach eröffnen die freie Sicht auf eine ungeahnte Gewaltdimension &#8211; die immer noch spürbar ist.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>Arirang</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem bei den Dreharbeiten seines letzten Filmes eine Darstellerin beinahe ums Leben kam, zog sich der koreanische Filmemacher zurück, kämpfte mit Depressionen und Schreibblockade.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/arirang-film-94136.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem bei den Dreharbeiten seines letzten Filmes eine Darstellerin beinahe ums Leben kam, zog sich der koreanische Filmemacher zurück, kämpfte mit Depressionen und Schreibblockade.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/arirang-film-94136.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3151439"></span></p>
<p>Nun tritt der mehrfach ausgezeichnete Regisseur mit einem Selbstporträt erneut ins Rampenlicht, das er nahezu im Alleingang produziert hat. Vor laufender Kamera stellt der als Narziss verschriene Künstler sich selbst in Frage.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>Tyrannosaur &#8211; Eine Liebesgeschichte</title>
		<link>http://www.austria.com/tyrannosaur-eine-liebesgeschichte/3145198</link>
		<comments>http://www.austria.com/tyrannosaur-eine-liebesgeschichte/3145198#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 14:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Joseph (Peter Mullan) entspricht voll und ganz den Klischees eines  Trinkers aus Nordengland. Doch der Witwer ist anders als andere:  Regelmäßig wird er übermäßig gewalttätig - dabei ist er in seinem Innern  so ängstlich wie ein Kind.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/tyrannosaur-eine-liebesgeschichte">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/tyrannosaur-film-93863.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Joseph (Peter Mullan) entspricht voll und ganz den Klischees eines  Trinkers aus Nordengland. Doch der Witwer ist anders als andere:  Regelmäßig wird er übermäßig gewalttätig &#8211; dabei ist er in seinem Innern  so ängstlich wie ein Kind.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/tyrannosaur-eine-liebesgeschichte">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/tyrannosaur-film-93863.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3145198"></span></p>
<p>Nachdem er eine Scheibe eingeschlagen hat,  versteckt er sich sogar vor der Polizei. Ist dieser Arbeiter aus Leeds  liebenswert? Hannah (Olivia Colman) glaubt fest daran. Die sensible,  weltoffene Ladenbetreiberin und der ungehobelte Klotz lernen sich  zufällig kennen &#8211; und die Tragödie nimmt in &#8220;Tyrannosaur&#8221; (ab Freitag im Kino) ihren Lauf.Aus Zuneigung wird bei Joseph und Hannah bald Liebe, doch Hannah ist  unglücklich verheiratet. Ihr Mann James quält und schlägt sie  regelmäßig. Als Joseph das herausfindet, dreht er durch. Dem durch Filme  wie &#8220;In America&#8221; und &#8220;Das Bourne Ultimatum&#8221; als Schauspieler bekannt  gewordenen Briten Paddy Considine gelang mit diesem fesselnden wuchtigen  Psychodrama ein so bedrängendes wie begeisterndes Debüt als  Drehbuchautor und Regisseur. Dabei macht er von Anfang an klar:  kuschelige Sozialromantik mit garantiertem Happy End wird nicht geboten.  Die nackte Gewalt, die Josephs Leben beherrscht, prägt den knallharten  Film von der ersten Szene bis zum Ende.</p>
<p>Peter Mullan (&#8220;My Name is  Joe&#8221;) spielt den an sich selbst leidenden Joseph mit erschütternder  Wahrhaftigkeit. Viele Kritiker sehen in ihm schon den nächsten  Oscar-Gewinner als bester Schauspieler. Neben ihm brilliert die bisher  durch Komödien bekannte Olivia Colman als Charakterinterpretin. Das  feinnervige Schauspiel und die kühne Regie, die nach Gründen für die  Gewalt fragt statt sie reißerisch auszustellen, geben dem oftmals  schockierenden Psychodrama eine ganz besondere Klasse.</p>
<p>Klischees,  wie sie häufig in gut gemeinten, aber letztlich hilflosen  Gesellschaftspanoramen stören, gibt es hier nicht. Auch Kitsch hat keine  Chance. Psychologisch und sozial bis zum Exzess ehrlich, zeigt der Film  nichts als das Leben an sich. Dies allerdings mit einer selten  schonungslosen Geschichte und noch selteneren künstlerischen  Souveränität. Man verlässt das Kino aufgewühlt und schweißgebadet.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"></a><br />
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		<title>Poliezei</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 14:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Film spielt mitten im hektischen Alltag einer Pariser  Polizeieinheit. Er verfolgt die aufreibende Arbeit von Jugendschützern,  die sich um die Schwächsten der Gesellschaft kümmern sollen.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/poliezei-film-93858.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Film spielt mitten im hektischen Alltag einer Pariser  Polizeieinheit. Er verfolgt die aufreibende Arbeit von Jugendschützern,  die sich um die Schwächsten der Gesellschaft kümmern sollen.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/poliezei-film-93858.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3145188"></span></p>
<p>Es herrscht  der permanente Ausnahmezustand: Ermittler sitzen in engen Büros, die  Emotionen kochen hoch, der Stress zerrt an den Nerven, immer wieder muss  der Chef Balloo (Frédéric Pierrot) die Wogen glätten. Sein Team bewegt  sich psychisch und physisch am Limit.</p>
<p>Ganz  ungeschminkt zeigt die französische Regisseurin und Schauspielerin  Maiwenn Le Besco in ihrem am Freitag (20.1.) in Österreich startenden  bewegenden Ensemblefilm, wie schwierig, hart und frustrierend  Ermittlungen in Fällen von Kindesmissbrauch sein können. Dabei kommt &#8220;Poliezei&#8221;  &#8211; der Filmtitel zitiert die falsche Schreibweise von illegal  Eingewanderten &#8211; in einem quasi-dokumentarischen Stil daher. Darin  ähnelt er Laurent Cantets Schulfilm &#8220;Die Klasse&#8221;, der in Cannes 2008 die  Goldene Palme gewann. Le Bescos schauspielerisch herausragender Film  wurde in diesem Jahr in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.</p>
<p>Großartig  ist die Leistung der hellwachen französischen Schauspieler. Die  Regisseurin selbst spielt eine Fotografin, die von außen kommt und das  prekäre Gleichgewicht der Truppe durcheinanderwirbelt. Der  draufgängerische Fred (Rapper Joey Starr) verliebt sich in die Neue,  während sich die Freundinnen Nadine (Karin Viard) und Iris (Marina Fois)  immer mehr entfremden. Die privaten Streitereien und Eifersüchteleien  im Team überlagern immer mehr die Arbeit, bis es zu einem dramatischen  Finale kommt.</p>
<p>Trotz des dokumentarischen Stempels ist &#8220;Poliezei&#8221;  keine zweistündige Reportage über den Pariser Polizeialltag geworden,  sondern ein komplexer Ensemblefilm mit allen Verwicklungen und  menschlichen Dramen. Darin liegt durchaus ein Problem: Über die zwei  Stunden Spielzeit hinweg laufen die Schicksale der missbrauchten Kinder  Gefahr, zur beliebigen Staffage zu verkommen. Am Ende gelingt die  Gratwanderung zwischen Doku und Drama dank der beherzten Schauspieler,  denen man ewig zusehen könnte.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>Jonas</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 13:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Acom Service Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kinostarts]]></category>

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		<description><![CDATA[Christian Ulmen ist der Tausendsassa unter den deutschen  Unterhaltungskünstlern. Nicht nur ist die berufliche Bandbreite des  ehemaligen MTV-Moderators beeindruckend, auch seine Rollen reichen von  "Herrn Lehmann" bis zu Knut Hansen, einer der vielen unsympathischen  Charaktere in der Reality-Serie "Mein neuer Freund".
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Christian Ulmen ist der Tausendsassa unter den deutschen  Unterhaltungskünstlern. Nicht nur ist die berufliche Bandbreite des  ehemaligen MTV-Moderators beeindruckend, auch seine Rollen reichen von  &#8220;Herrn Lehmann&#8221; bis zu Knut Hansen, einer der vielen unsympathischen  Charaktere in der Reality-Serie &#8220;Mein neuer Freund&#8221;.</p>
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<p><span id="more-3145181"></span></p>
<p>In seinem aktuellen  Film &#8220;Jonas&#8221; schlüpft er nun  in einen ganz anderen Part: Äußerlich stark verjüngt geht er mit über 30  Jahren noch mal zur Schule. Herausgekommen ist eine spannende Mischung  aus Fiktion und Dokumentation.</p>
<p>Jonas  ist 18 Jahre und bisher schulisch nicht vom Erfolg verwöhnt. Nach  mehrmaligem Sitzenbleiben bleibt ihm nur noch eine Chance, einen höheren  Abschluss zu absolvieren, und er versucht sein Glück an der  Paul-Dessau-Schule im brandenburgischen Zeuthen. In dieser Rolle wurde  Grimme-Preisträger Christian Ulmen sechs Wochen lang von einem  Kamerateam durch seinen Schulalltag begleitet, mit echten Schülern,  Lehrern und Logarithmusaufgaben. Unterfüttert wird dies mit einigen  Handlungssträngen: Jonas gründet nicht nur eine Schülerband, er verliebt sich in seine Musiklehrerin und macht ihr charmante wie unbeholfene Avancen.</p>
<p>Der  unter der Regie von Robert Wilde entstandene Film ist damit ein  interessanter Hybrid zwischen Spielfilm, Reality-Show und Dokumentation.  Denn bis auf Christian Ulmen bedient sich der Film keiner Schauspieler,  alles soll so authentisch wie möglich wirken &#8211; auch wenn nicht immer  klar ist, ob das nun inszeniert ist oder nicht. Auch ob Ulmen seinen  Mitschülern wirklich unbekannt blieb, muss offenbleiben, schließlich  kommt nicht jeder neue Schüler gleich mit einem Kamerateam in die  Klasse. Doch ist er im jeden Moment so sehr Jonas, dass Agierende wie Zuschauer ihn schon bald für einen ganz natürlichen Teil dieses spannenden Versuches halten.</p>
<p>Die  große Leistung des Filmes ist dabei nicht nur, dass man sich bewusst  eine eher unaufgeregte Schule im Berliner Speckgürtel ausgesucht hat und  damit jeder Rütli-Skandalösität aus dem Wege ging, sondern auch die  schauspielerische Leistung Ulmens. Mit der gewohnten schonungslosen  Direktheit und Naivität treibt er Schüler wie Lehrer dazu, so offen wie  möglich zu agieren, ohne sie dabei bloßzustellen.</p>
<p>&#8220;Jonas&#8221;  ist wohl einer der intelligentesten deutschen Filme der letzten Jahre,  weil er aus freien Stücken auf jede Aufgeregtheit und  Realiy-Soap-Lärmigkeit verzichtet. Vielmehr zeigt er den nicht minder  interessanten Alltag vieler deutscher Ortschaften: von der  Mathenachhilfe bis zum Party-Parkplatz vor der lokalen Trinkhalle. Die  immer wieder eingespielte Hymne &#8220;Was hat dich bloß so ruiniert?&#8221; der  Hamburger Band &#8220;Die Sterne&#8221; wird dabei zur ironischen Brechung:  Christian Ulmen zeigt mit &#8220;Jonas&#8221; den ganz normalen, menschlichen und hoffnungsvollen Alltag einer ganz normalen Schule.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>J. Edgar</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 11:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA["J. Edgar" ist keine gewöhnliche Filmbiografie über die Karriere und die Macht des gefürchteten Gründers der amerikanischen Bundespolizei.
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<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/j-edgar---digital-film-93643.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;J. Edgar&#8221; ist keine gewöhnliche Filmbiografie über die Karriere und die Macht des gefürchteten Gründers der amerikanischen Bundespolizei.</p>
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<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/j-edgar---digital-film-93643.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3145158"></span></p>
<p>Es ist vielmehr das sensible Porträt eines Mannes mit vielen Schwächen, die Hoover sein Leben lang verbergen wollte. Das Bild des Muttersöhnchens, von Selbstzweifeln zerrissen, ein verkappter Homosexueller, der sich nie offen zu einer Liebe bekannte. Das ist die andere Seite, die Regisseur Clint Eastwood mit viel Fingerspitzengefühl enthüllt.</p>
<p>Der Vorläufer der US-amerikanischen Bundeskriminalpolizei, des  Federal Bureaus of Investigation (FBI), wurde bereits 1908 gegründet.  Unter J. Edgar  Hoover mutierte die einst kleine Behörde im Justizministerium  schließlich zum umfassenden Ermittlungsapparat. Mit seiner Zuständigkeit  für Vergehen gegen Bundesgesetze ist es dem Justizministerium  unterstellt. Unter den mehr als 35.000 Mitarbeitern finden sich fast  14.000 Ermittler (Special Agents). Sie bekämpfen das organisierte  Verbrechen, Terror und Spionage, Banküberfälle und Entführungen,  Verstöße gegen das Kartellgesetz und seit 1982 auch Drogenkriminalität.</p>
<p>Der Hauptsitz des FBI ist Washington. Nebenstellen gibt es in 56  amerikanischen Städten, gut 60 sind weltweit bei den US-Botschaften  akkreditiert. Der FBI-Direktor, seit September 2001 Robert S. Mueller,  wird vom Präsidenten ernannt und vom Senat bestätigt. Die Aktionen des  FBI waren immer wieder umstritten, besonders unter der Führung von  Hoover, in dessen Amtszeit (1924-1972) auch die regierenden  US-Präsidenten vor den FBI-Spitzeln nicht sicher waren.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>Empire Me &#8211; Der Staat bin ich</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 11:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Acom Service Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>"L'etat c'est moi" - diese Maxime Ludwigs XIV. setzen in  postabsolutistischen Zeiten immer mehr Menschen in ihrer direkten  Umgebung in die Tat um. Mikronationen, Sekten, Kommunen und  Kunstprojekte florieren, wenn die Nationalstaaten als ebenso dominant  wie hilflos empfunden werden.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/empire-me-der-staat-bin-ich">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="apps.vienna.at/tools/kino/empire-me-film-93529.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;L&#8217;etat c&#8217;est moi&#8221; &#8211; diese Maxime Ludwigs XIV. setzen in  postabsolutistischen Zeiten immer mehr Menschen in ihrer direkten  Umgebung in die Tat um. Mikronationen, Sekten, Kommunen und  Kunstprojekte florieren, wenn die Nationalstaaten als ebenso dominant  wie hilflos empfunden werden.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/empire-me-der-staat-bin-ich">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="apps.vienna.at/tools/kino/empire-me-film-93529.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3145141"></span></p>
<p>Sechs dieser privaten Staatsgründungen  porträtiert der österreichische Filmemacher Paul Poet in seinem  aktuellen Dokumentarfilm &#8220;Empire me&#8221;, einer essayistischen Gegenweltreise. Ab Donnerstag (19. Jänner) in den heimischen Kinos.</p>
<p>Über acht Jahre hinweg hat Poet (&#8220;Ausländer Raus! Schlingensiefs  Container&#8221;) Dutzende dieser Kleinststaaten und Parallelgesellschaften  besucht, um daraus sechs Geschichten von der Suche nach Unabhängigkeit  als repräsentativ zu extrahieren. In sechs Episoden erzählt der  40-Jährige von möglichen Selbstermächtigungen abseits des eigenen  Facebook-Auftritts.</p>
<p>Mit bisweilen bewusst in Handkameraästhetik  gedrehten Erzählungen aus dem Aussteigeralltag entführt Poet in die  meist abgekapselten Neugemeinschaften. Diese umfassen so  unterschiedliche Lebenskonzepte wie die esoterische Damanhur-Kommune in  Italien oder die &#8220;Hutt River Provinz&#8221; in Australien, die von einem  ebenso selbst ernannten wie selbstironischen Prinzen regiert wird. Im  esoterischen Disneyland tragen die Bewohner Blumennamen und machen  Musik, in Australien stempelt man Pässe von Backpackern und verleiht  Ordensmitgliedschaften.</p>
<p>Ebenfalls monarchisch geht es in der  Mikronation &#8220;Sealand&#8221; zu &#8211; einige Aussteiger unter Führung von Major  Paddy Roy Bates haben sich bereits 1967 auf einem ausrangierten Flakturm  in internationalen Gewässern eingerichtet und träumen mittlerweile von  einem internationalen Zentrum für herrenloses Steuerfluchtkapital. Das  deutsche ZEGG (Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung) setzt  hingegen auf freie Sexualität unter den Mitgliedern, während beim  Veteran der alternativen Lebenskonzepte, dem Kopenhagener Christiania,  die Konflikte nicht nur zwischen Polizei und Bewohnern, sondern auch  untereinander aufbrechen. Mit Schrottbooten schippern hingegen die  Swimming Cities übers Mittelmeer &#8211; ein alternativer Lebenszustand, für  den es keine Vorschriften gibt, wie ein Kontrolleur bescheiden muss.</p>
<p>Poet  nähert sich seinen Protagonisten affirmativ, zeigt ihre Sicht der Welt,  des Lebens, will mögliche Einstiege in ein neues Sein aufzeigen. Er  verpackt seine unkommentierten Schilderungen kontrastierend in schnelle,  assoziative Bilder und Schnitte, verbunden mit hochästhetisierten  Nahaufnahmen von Karten, zerborstenen Globen und untermalt von der  fordernden Musik Alexander Hackes (&#8220;Einstürzende Neubauten&#8221;). Er selbst  wird wiederholt in einer Industrieruine vor einer im ähnlich lädierten  Zustand befindlichen Weltkarte sitzend gezeigt, während er im Off über  Staat und Individuum, Freiheitssuche und Freiheitsbegriff sinniert. So  bleiben die Probleme auch in den selbst gewählten  Alternativgesellschaften oftmals dieselben wie in der globalen  Gesellschaft: Wer darf Grenzen setzen, wie sind diese zu respektieren,  wer bestimmt, welche Norm muss eingehalten werden? Ein engagiertes  Filmessay über Anarchie und Hierarchie und über das Streben nach  Selbstbestimmung.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>Die Muppets</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 11:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stoffsocken mit großen Kulleraugen, herzerweichende Songs mit  Ohrwurm-Garantie und absurde Situationskomik, die Kinder wie Erwachsene  gleichermaßen begeistert: Dafür standen die "Muppets",  jene Truppe von Stoffpuppen, mit denen Jim Henson ab Mitte der 70er  Jahre weltweit das Publikum vor die TV-Bildschirme locken konnte.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/die-muppets">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/die-muppets---digital-film-93641.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Stoffsocken mit großen Kulleraugen, herzerweichende Songs mit  Ohrwurm-Garantie und absurde Situationskomik, die Kinder wie Erwachsene  gleichermaßen begeistert: Dafür standen die &#8220;Muppets&#8221;,  jene Truppe von Stoffpuppen, mit denen Jim Henson ab Mitte der 70er  Jahre weltweit das Publikum vor die TV-Bildschirme locken konnte.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/die-muppets">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/die-muppets---digital-film-93641.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3145120"></span></p>
<p>Über  zehn Jahre nach dem letzten Kinofilm sowie dem Verkauf der Franchise an  Disney 2004 kehren die &#8220;Muppets&#8221;  am Donnerstag nun auf die große Leinwand zurück, thematisieren ihre  Abstinenz indirekt gleich mit und schaffen eine Frischzellenkur, die  familientauglicher kaum sein könnte.</p>
<p>Wobei einerseits  hohe Erwartungen bei bis zu 235 Mio. Fernsehzuschauern zu Hochzeiten der  Serie und andererseits Befürchtungen ob einer vielleicht unzeitgemäßer  Unterhaltung für die Social-Media-Jugend eine schwierige Ausgangslage  für den von James Bobin inszenierten Relaunch darstellen. Seit dem  frühen Tod Hensons 1990 gab es zwar mit Filmen wie der Dickens-Adaption  &#8220;Die Muppets-Weihnachtsgeschichte&#8221;  (1992) durchaus Lichtblicke, aber hauptsächlich glänzten die Figuren  rund um Frosch Kermit und die Schweine-Dame Miss Piggy mit Abwesenheit  in den Kinderstuben.</p>
<p>Genau diese Abstinenz liefert auch die  prekäre Ausgangslage für das neue Abenteuer der exzentrischen Figuren,  steht doch ihr altes Studio samt Theater kurz vor dem Abriss durch den  hinterhältigen Öl-Tycoon Tex Richman (herrlich fies und des Lachens  nicht mächtig: Chris Cooper), der darunter das schwarze Gold vermutet.  Wie es aber der Zufall will, befinden sich der naive Gary (Jason Segel)  und sein Puppen-Bruder Walter just zu diesem Zeitpunkt in der  heruntergekommenen Freizeitattraktion, wodurch Walter zum unfreiwilligen  Mitwisser des Plans wird. Eine Schreiattacke später ist klar: Man muss  die Muppets wieder zusammentrommeln und in zwei Wochen zehn Mio. Dollar sammeln, um Richman das Handwerk zu legen.</p>
<p>Segel,  der neben der menschlichen Hauptrolle auch für das Drehbuch  verantwortlich zeichnet, schrieb sich nicht nur Garys Charakter auf den  Leib, sondern führt die Chaos-Truppe mit Schwung, Musik und Tanz  zeitgemäß ins Heute. Abseits vom 3D-Wahn aktueller Produktionen wird  hier handgemachter Puppenspaß großgeschrieben, anfangs im  kitschig-verklärten Kleinstädtchen Smalltown zu &#8220;Life&#8217;s A Happy Song&#8221;  das Tanzbein geschwungen und werden später in Episodenmanier die Stars  vergangener Tage &#8211; vom tollpatschigen Bär Fozzie über den Bruchpiloten  Gonzo bis zum haarigen Schlagzeugmonster Tier &#8211; zur bevorstehenden  Rettungsaktion wieder eingesammelt.</p>
<p>Ergänzt wird das bunte  Potpourri mit etlichen Cameo-Auftritten, wobei speziell Musiker Dave  Grohl als schlagzeugspielende Tier-Persiflage den Vogel abschießt. Des  weiteren Hüpfen und Tanzen Sängerin Leslie Feist, Oscar-Preisträger Alan  Arkin oder Hollywood-Legende Whoopie Goldberg durchs Bild, werden Songs  wie &#8220;Smells Like Teen Spirit&#8221; von Nirvana oder Cee Lo Greens &#8220;Forget  You&#8221; durch den Kakao gezogen und natürlich Hilfsbereitschaft,  Familiensinn und Ehrlichkeit groß geschrieben. Wie lange unbeschwerte Muppets-Tage  zurückliegen, belegen auch Szenen, in denen &#8220;per Landkarte&#8221; nach Paris  gereist wird, um Miss Piggy von ihrem derzeitigen Job bei Vogue zurück  zu holen, oder das Budget des Films von den Figuren selbst immer wieder  thematisiert wird.</p>
<p>Am Ende steht eine glanzvolle TV-Spendengala,  die auch für den begeisterungsfähigen Neuling Walter einen besonderen  Auftritt bereithält und den obligatorischen Sieg über Fiesling Richman  bringt. Während die Nörgler Waldorf &amp; Statler wie gewohnt ihren Senf  zum Geschehen abgeben, mimt ein entführter und gefesselter Jack Black  den unfreiwilligen Moderator des Abends, bevor nach gut zweistündiger  Unterhaltung auf höchstem Niveau &#8211; mal von Fozzies Furzschuhen abgesehen  &#8211; das große Finale mit etlichen Tänzern und Statisten in Szene gesetzt  wird. Das Prädikat &#8220;Für die ganze Familie&#8221; passte wohl schon länger  nicht so gut zu einem Film, der mehr ist als nostalgisches Schwelgen,  sondern kurzweilig amüsiert und Lust auf etliche YouTube-Stunden mit  altem Material macht.</p>
<p>(APA)<br />
<a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Helden des Polarkreises</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 14:01:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Wege in Lappland sind weit. 200 Kilometer bis zur nächsten  Stadt, dazwischen endlose Wälder und Schnee. Doch Janne hat keine andere  Chance. Er muss nach Rovaniemi, um seiner Freundin bis zum nächsten  Morgen einen Digital-Receiver zu besorgen, weil sie ihn sonst sitzen  lässt.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/helden-des-polarkreises">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/helden-des-polarkreises---digital-film-93601.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wege in Lappland sind weit. 200 Kilometer bis zur nächsten  Stadt, dazwischen endlose Wälder und Schnee. Doch Janne hat keine andere  Chance. Er muss nach Rovaniemi, um seiner Freundin bis zum nächsten  Morgen einen Digital-Receiver zu besorgen, weil sie ihn sonst sitzen  lässt.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/helden-des-polarkreises">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/helden-des-polarkreises---digital-film-93601.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3138812"></span></p>
<p>Eine schwierige Aufgabe für den jungen Mann, der außer Abhängen  und Betrinken wenig auf die Reihe bekommt. Mit seinen beiden  gleichgesinnten Freunden zieht er am späten Nachmittag im Auto los. Da  gibt es nur ein Problem: Er muss sich unterwegs auch noch das Geld für  den Receiver verdienen. &#8220;Helden des Polarkreises&#8221;  nennt sich der am Freitag in Österreich startende finnische Film über  drei Verlierertypen, ein unterhaltsames Roadmovie mit Aberwitz und  Ironie.</p>
<p>Regisseur des  Films ist der Finne Dome Karukoski, der in seiner Heimat schon  zahlreiche Preise erhalten hat. Ihn faszinierte, wie die Menschen in  Lappland der hohen Arbeitslosenquote und der Dunkelheit trotzen, die im  Winter fast den ganzen Tag andauert. &#8220;Ich habe mich immer gefragt, wie  jemand in so einer Gegend leben kann&#8221;, erklärt Karukoski im Presseheft.  Dies sei nur mit einer besonderen Einstellung möglich. &#8220;Im Innern des größten Versagers kann ein Held gefunden werden. Im Innern des größten Zynikers kann man noch Hoffnung finden.&#8221;</p>
<p>Mit  dem Heldentum ist es allerdings auf den ersten Blick bei den drei  Freunden nicht weit her. Bei Eis, Schnee und viel zu wenig Frauen bleibt  wenig Erheiterndes. Janne gammelt am liebsten in den Tag hinein. Der  bequeme Ralle traut sich nicht aus dem mächtigen Schatten seiner Mutter  heraus. Und Kanne steckt so voller Zynismus und Hoffnungslosigkeit, dass  er keiner Frau eine Chance gibt, weil er schon von vorneherein zu  wissen glaubt, wie die Beziehung enden wird. Was bleibt: Alkohol,  Nichtstun und die eine oder andere Prügelei. Außerdem winkt in ihrem  Dorf am Polarkreis ein Baum am Ortsrand, an dem sich schon seit Generationen verzweifelte Männer aufgeknüpft haben.</p>
<p>Doch  Karukoski lässt seine Figuren nicht aufgeben. Mit Wärme und Humor zeigt  er ihnen, wie sie aus diesem Elend herausfinden, ohne Zauberei, nur  durch ihren eigenen Willen. Ein kleines Stück Hoffnung, mitten in der  Einsamkeit des grauen, tristen Winteralltags.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Ronal der Barbar</title>
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		<description><![CDATA[Die Szenerie scheint einem Bubentraum entsprungen: Muskelbepackte Krieger, Ströme von Bier und vollbusige Amazonen, die bei der ersten Begegnung mit Männern nur so vor Lust lechzen.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/ronal-der-barbar">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/ronal-der-barbar---3d-digital-film-93598.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Szenerie scheint einem Bubentraum entsprungen: Muskelbepackte Krieger, Ströme von Bier und vollbusige Amazonen, die bei der ersten Begegnung mit Männern nur so vor Lust lechzen.</p>
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<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/ronal-der-barbar---3d-digital-film-93598.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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<p>Mit &#8220;Ronal der Barbar&#8221; kommt ab Freitag (13.1.) eine nicht wirklich jugendfreie Aneinanderreihung von Fantasy-Klischees in die heimischen Kinos. Der  dänische Animationsstreifen gefällt sich dabei zwar als augenzwinkernde  Persiflage mit etlichen Film- und Musikzitaten, kann optisch aber trotz  3D-Aufwertung kaum das Heben einer Augenbraue bewirken.</p>
<p>Im Zentrum des sehr vorhersehbaren Abenteuers steht der schwächliche Ronal, Schandfleck seines Onkels und Barbaren-Anführers Gundar, der  kaum eine Holzhantel stemmen, geschweige denn sein Volk vor den  anrückenden Schergen des bösen Lord Volcazar warnen kann. Es kommt, wie  es kommen muss: das kleine, auch aufgrund der bierseligen Gelage an eine bestimmte gallische Vorlage erinnernde Dorf wird überrollt, nur Ronal sowie der Nachwuchsbarde Alibert bleiben zurück und nehmen etwas widerwillig die Rettung der entführten Barbaren in Angriff.</p>
<p>Tiefschürfende Dialoge oder feinfühliger Sprachwitz werden dabei nicht großgeschrieben, vielmehr wird hier mit der Keule agiert, die Streitaxt geschwungen und der  engsitzende Lendenschurz zurecht gezurrt. Das für Drehbuch und Regie  verantwortliche Trio Philip Einstein Lipski, Thorbjorn Christoffersen  und Kresten Vestbjerg Andersen verneigt sich ebenso vor  Fantasy-Klassikern der Marke &#8220;Conan&#8221; oder &#8220;Herr der Ringe&#8221;, wie das optische Erscheinungsbild von Metal-Bands der 1980er Jahre durch den Kakao gezogen wird. Einzig der schmächtige Ronal  fällt aus diesem Rahmen, würde viel lieber Worte statt Fäuste  gebrauchen und steht dem bevorstehenden Feldzug recht skeptisch  gegenüber.</p>
<p>Aber schließlich braucht jede Geschichte ihren Helden. Bis aus Ronal  aber ein solcher werden kann, heißt es eineinhalb Stunden in leer  gefegten Weiten wandern, kurzweilige Kämpfe bestehen und unterwegs die  Liebe in Form der Schildmaid  Zandra treffen. Die Suche nach dem ominöse Schwert des Barbarengottes,  das Volcazar bezwingen soll, gerät da schon mal zur Nebensachen, wenn Ronal  mit Unsichtbarkeitstinktur behandelt durch den Elbenturm schleicht &#8211;  und dabei zum wandelnden Hodenschutz wird, hat sein Intimbereich doch  leider nichts von dem Zaubermittel abbekommen.</p>
<p>&#8220;Ronal der Barbar&#8221;  darf letztlich nicht in einer Reihe mit Animations-Hits aus den Häusern  Pixar oder Dreamworks genannt werden: Einerseits bleibt die Optik  zusehends in recht simplen Computerspiel-Welten stecken, andererseits  wird hier nicht zwingend ein Film für die ganze Familie geliefert. Dafür  ist die chaotische Rettungsaktion zu sehr von deftigem Fäkalhumor und  homoerotischen Zwischentönen gekennzeichnet. Für Fans des gepflegten  Fantasy-Spektakels ohne intellektuellem Überbau dürfte aber genügend  Sehenswertes dabei sein, wenn nach Leibeskräften gekämpft, geliebt und  getrunken wird.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>The Green Wave</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 14:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tunesien, Ägypten, Algerien - und dann Iran? Die grüne  Oppositionsbewegung, die im Juni 2009 dort entstand, ist nicht tot. In  diesen Tagen meldet sie sich kraftvoll zurück. Ein beeindruckender Film  zeigt ihren Ursprung, ihre Niederlage, ihre Hoffnungen.
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/the-green-wave-film-93594.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Tunesien, Ägypten, Algerien &#8211; und dann Iran? Die grüne  Oppositionsbewegung, die im Juni 2009 dort entstand, ist nicht tot. In  diesen Tagen meldet sie sich kraftvoll zurück. Ein beeindruckender Film  zeigt ihren Ursprung, ihre Niederlage, ihre Hoffnungen.</p>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/the-green-wave-film-93594.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3138847"></span>Es ist einfach unvermeidlich, dass wir die Bilder in Ali Samadi Ahadis Dokumentarfilm &#8220;The Green Wave&#8221;  in diesen Tagen vor dem Hintergrund der Ereignisse in Ägypten sehen.  Dort gelang es der jungen Oppositionsbewegung, Präsident Husni Mubarak  zu stürzen. Im Iran ist die grüne Opposition vor eineinhalb Jahren bei  dem Versuch gescheitert, das Regime des autoritären Mahmud  Ahmadinedschad abzuwählen oder wenigstens zu Reformen zu zwingen. Doch  in vielem war die &#8220;Grüne Welle&#8221; vom Juni 2009 im Iran Vorbild für die  ägyptische Bewegung &#8211; und könnte nun eine neue Blüte erleben.</p>
<p>&#8220;Seit  150 Jahren sind wir auf der Suche nach unserer verloren gegangenen  Stimme&#8221;, heißt es zu Beginn der Dokumentation, die Ahadi auf dem  Filmfest Hamburg im vergangenen Jahr und auf dem Sundance Festival  vorgestellt hat. Und auch 2009 sind die Iraner gescheitert &#8211; vorerst.  Der Film ist eine dokumentarische Collage &#8211; viele Texte sind aus  Internet-Blogs übernommen. Neben authentischen Filmszenen der Tage im  Juni und Interview-Passagen, etwa mit der Friedensnobelpreisträgerin  Shirin Ebadi , tragen animierte Szenen die Handlung, sogenannte Motion  Comics. Sie übersetzen das in Bilder, was Blogger in den Tagen des  Aufstands und seiner brutalen Unterdrückung aufgeschrieben haben.</p>
<p>Es  beginnt mit dem 23. Mai 2009, als die &#8220;grüne Bewegung&#8221; bei einer  Massenkundgebung des Oppositionskandidaten Mir Hussein Mussawi erstmals  ihre Stärke erkennt &#8211; und der Traum vom Wahlsieg über Ahmadinedschad  greifbar nah erscheint. &#8220;Wir waren sicher, dass wir gewinnen würden.&#8221;  Grün ist die Farbe des Islams, der Hoffnung und des</p>
<pre>Aufbruchs,  ein Meer von Grün wogt in der Stadt.  "Die Menschen
werden sich daran ein Leben lang erinnern."</pre>
<p>Doch der Wahltag am 12. Juni ist noch nicht vorbei, da  bricht die Euphorie in sich zusammen. Erste Berichte von Fälschungen und  Betrügereien machen die Runde. Wahllokale werden abgesperrt, obwohl die  Menschen davor noch Schlange stehen, SMS- und Handynetze werden  gestört, Oppositionsführer Mussawi kann seine Anhänger nicht mehr  erreichen. Erste Ergebnisse geben Ahmadinedschad 69 Prozent der Stimmen &#8211;  die Enttäuschung, die Wut, die Trauer sind riesengroß.</p>
<p>In der  Nacht schlägt das Regime zurück. Hunderte werden festgenommen,  gefoltert, es gibt Tote und Verletzte. &#8220;Wo ist meine Stimme?&#8221; rufen  Anhänger der grünen Opposition am nächsten Tag. Doch die Schergen des  Regimes tyrannisieren die Straßen. Als wenige Tage später der geistliche  Führer des Irans, Ajatollah Chamenei, für Ahmadinedschad Partei  ergreift und der Opposition die Schuld an dem Blutvergießen gibt, ist  das Ende der Revolte gekommen &#8211; jedenfalls zunächst.</p>
<p>Regisseur und  Drehbuchautor Ahadi (39) ist in Deutschland aufgewachsen, zuletzt hat  er für die Komödie &#8220;Salami Aleikum&#8221; viel Beifall bekommen. &#8220;Iran ist  eine Bloggernation. Tausende junger Menschen schreiben ihre Gefühle, was  sie bewegt, in ihre Blogs.&#8221; Aus 1500 Seiten hat Ahadi dann die wenigen  ausgewählt, die er in den animierten Szenen des Films darstellt.  Herausgekommen ist eine ergreifende Mischung aus Dokumentation und  Fiction, aus Realität und Comic.</p>
<p>Auch eineinhalb Jahre nach den  Ereignissen ist die brennende Aktualiät offensichtlich. Während der  iranische Regisseur Jafar Panahi nicht zur Berlinale nach Berlin reißen  durfte, sind vor wenigen Tagen die Unruhen in Teheran wieder  aufgeflammt. Die grüne Bewegung lebt &#8211; und ist beflügelt vom Aufstand  der Jungen in Ägypten.</p>
<p>(APA)</p>
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		<title>Ibiza Occident</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 13:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Stierkampf-Doku "Arena" (2009) und seinem Film "Hafners  Paradies" (2007) über einen unbehelligt in Spanien lebenden ehemaligen  SS-Offizier hat sich der österreichische Regisseur Günter Schwaiger  erneut seiner spanischen Wahlheimat gewidmet: Sein neuestes Projekt "Ibiza Occident"  versucht den Blick hinter die Kulissen der kleinen Mittelmeerinsel,  erzählt neuneinhalb Geschichten von Musikern, DJs und Clubpromotern im  "Hollywood der DJs" und will dabei ein differenziertes Bild der  Partymetropole zeichnen. Ab Freitag (13.1.) im Kino.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/ibiza-occident">Hier geht's zum Trailer</a></div>
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Stierkampf-Doku &#8220;Arena&#8221; (2009) und seinem Film &#8220;Hafners  Paradies&#8221; (2007) über einen unbehelligt in Spanien lebenden ehemaligen  SS-Offizier hat sich der österreichische Regisseur Günter Schwaiger  erneut seiner spanischen Wahlheimat gewidmet: Sein neuestes Projekt &#8220;Ibiza Occident&#8221;  versucht den Blick hinter die Kulissen der kleinen Mittelmeerinsel,  erzählt neuneinhalb Geschichten von Musikern, DJs und Clubpromotern im  &#8220;Hollywood der DJs&#8221; und will dabei ein differenziertes Bild der  Partymetropole zeichnen. Ab Freitag (13.1.) im Kino.</p>
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<p><span id="more-3138904"></span>Seine Weltpremiere feierte die Musik-Doku im vergangenen Herbst beim 35.  Montreal World Film Festival, danach war sie auch auf der letztjährigen  Viennale zu sehen und nun bietet sie in stürmischen Wintermonaten einen  Anflug von Sommer, Sonne und Strand. Wobei Schwaiger in seinen Episoden  weniger den Trubel in den Clubs und den Tourismusmeilen in den  Mittelpunkt rückt, als vielmehr recht unterschiedliche Protagonisten und  deren Sicht der Dinge präsentiert. Sei es ein altes einheimisches  Ehepaar, das die auf der Insel vorherrschende elektronische Musikszene  als &#8220;verrückt&#8221; bezeichnet, den alteingesessenen DJ Alfredo oder mit  Ricardo Urgell ein Urgestein der Partyszene.</p>
<p>Die Gewichtung bleibt  dabei annähernd ausgeglichen, dem lebensfrohe Aussteiger Rico mit Hang  zur Straßenmusik wird ebenso viel Platz eingeräumt wie einem  Hotelangestellten, der als Ortsansässiger den Wandel der Szene  beleuchtet und auch kritisch hinterfragt. Wer luxuriöse Anwesen  erwartet, wird nur selten zufriedengestellt. Der Restaurant-Besitzer und  ehemalige PR-Manager Manel Aragones lässt lieber bei einer Wanderung  mit seinem Sohn ins Hinterland der Insel Lebensweisheiten vom Stapel,  während die Gründer der Party-Reihe &#8220;Manumission&#8221; über Sex auf der Bühne  und weitere Tabubrüche sprechen.</p>
<p>Die von Schwaiger im Presseheft zitierte &#8220;intensive Mischung von Natur, Spiritualität, Erotik, Ritus, Kunst und Business&#8221;, die Ibiza  seiner Ansicht nach ausmache, wird in den knapp eineinhalb Stunden  durch etliche Szenenwechsel immer wieder angeschnitten, gänzlich vom  oberflächlichen Image kann sich aber auch der Film nicht lösen. Zu stark  steht allem zum Trotz der Konsumwahn im Vordergrund, während nach Ende  der Saison ausgestorbene Straßen und geschlossene Läden das Bild  bestimmen.</p>
<p>Am spannendsten ist &#8220;Ibiza Occident&#8221;  immer dann, wenn die Musik selbst in den Vordergrund rückt und etwa der  spanische Star-DJ Cristian Varela über die Entstehung seines Sets  erzählt &#8211; diesmal im zu erwarteten Ambiente einer großräumigen Villa  inklusive Köchin. Denn schließlich sind die DJs das Zentrum des  Geschehens, machen horrende Eintrittspreise sowie den Aufstieg von  Jet-Set-Tourismus erklärbar und bestimmen den Beat einer ganzen Insel.  Ein Rhythmus, der auch im Anschluss an die heutige Österreich-Premiere  des Films im Wiener Künstlerhauskino hautnah zu erleben ist, wenn Varela  im Flex Techno und Balearic-Beat vermischt.</p>
<p>(APA)<br />
<a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Nachtschichten</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 13:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Acom Service Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[Österreichs Dokumentarfilmer sind relativ lichtscheue Gestalten.  Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man das Programm der  heurigen Diagonale betrachtet.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/nachtschichten">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/nachtschichten---digital-film-93600.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Österreichs Dokumentarfilmer sind relativ lichtscheue Gestalten.  Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man das Programm der  heurigen Diagonale betrachtet.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/nachtschichten">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/nachtschichten---digital-film-93600.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3138936"></span></p>
<p>Nach dem Eröffnungsfilm &#8220;Abendland&#8221; von  Nikolaus Geyrhalter am Dienstag kam am gestrigen Mittwoch Judith Zdesars  &#8220;Farben einer langen Nacht&#8221; zur Uraufführung, dem am Freitag die  Österreich-Premiere von Ivette Löckers &#8220;Nachtschichten&#8221;  folgt. Bei aller gemeinsamer Affinität zur dunklen Tageszeit offenbaren  die Werke jedoch eine höchst unterschiedliche Herangehensweise an ihr  jeweiliges Sujets.</p>
<p>Graz. Während Geyrhalter meist aus großer  Distanz menschenleere Transiträume und technoide Grenzbereiche  beobachtet, geht die in Berlin lebende Österreicherin Löcker nah an ihre  Protagonisten heran, allesamt Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit  Nachtarbeit verdienen. Sie begleitet zwei Damen im &#8220;Kältebus&#8221;, der sich  um Obdachlose kümmert, zeigt eine Nachtwächterin im Industrieareal,  interviewt eine Japanerin, die als DJane arbeitet und über die fehlende  Ruhe in ihrer Heimat sinniert.</p>
<p>Während Geyrhalters Einstellungen meist statisch bleiben, ist &#8220;Nachtschichten&#8221;  seinen Protagonisten stets auf den Fersen, wenn sich die Regisseurin  mit Graffitisprayern für ihre verbotenen Tätigkeit an Eisenbahnwaggons  heranpirscht. Löcker zeigt die Ängste ihrer &#8220;Nachteulen&#8221; ebenso wie  deren Sehnsüchte und deren Zufriedenheit mit dem schützenden Mantel der  Dunkelheit.</p>
<p>Judith Zdesars nächtliche Feldforschung &#8220;Farben einer  langen Nacht&#8221; ist hingegen primär eine Konfrontation mit dem eigenen  Ich. &#8220;Ich habe ein unangenehmes Gefühl in der Dunkelheit&#8221;, gestand am  Mittwochabend die junge Regisseurin, die sich inmitten des Polarwinters  in den abgelegenen 1.000-Seelen-Ort Upernavik, zweitnördlichste Siedlung  auf Grönland, begeben hatte. Nicht genug, dass Zdesar als ihr eigenes  Versuchskaninchen bereits vor dem am Haus rüttelnden Wind graut &#8211; als  ihr die Einheimischen auch noch von der Gefahr erzählen, dass Eisbären  ins Dorf kommen könnten, birgt die Nacht vermeintlich zusätzliche  Gefahren.</p>
<p>Zugleich ergibt sich in den zahlreichen Gesprächen, die  Zdesar führt, ein liebevolles Porträt des kleinen Ortes im  halbjährlichen Dauerdunkel und seiner Bewohner. Ein Gutteil glaubt an  Geister, der Polizist grämt sich über die mangelnde Arbeit vor Ort, der  Dorfarzt berichtet vom Tod seines jüngsten Sohnes. &#8220;Es bringen sich auch  nicht mehr Leute im Winter um als im Sommer&#8221;, so das Resümee der  Filmemacherin entgegen mancher Klischees.</p>
<p>Immer wieder  durchbrochen wird das Bild von langen Sequenzen, in denen Zdesar mit  Handkamera, deren Schwanken bis an die Grenze des im Kino Vertretbaren  reicht, durch den Schnee stapft. Diese Ästhetik habe sich einfach aus  den Umständen des Drehs ergeben, gestand Zdesar: &#8220;Ich habe die Kamera  nicht bewusst noch schlechter geführt als sie eh schon ist.&#8221;</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Faust</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 13:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Markante, einprägsame Rollen sind dem österreichischen Darsteller  Johannes Zeiler keineswegs unbekannt: In der vergangenen Saison stand er  im Wiener Schauspielhaus in der "Kreisky"-Reihe als der legendäre  SP-Vorsitzende und Bundeskanzler auf der Bühne, als Faust  konnte der 41-Jährige nun im gleichnamigen Film des russischen  Regisseurs Alexander Sokurow reüssieren.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/faust&#34;">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/faust-film-93554.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Markante, einprägsame Rollen sind dem österreichischen Darsteller  Johannes Zeiler keineswegs unbekannt: In der vergangenen Saison stand er  im Wiener Schauspielhaus in der &#8220;Kreisky&#8221;-Reihe als der legendäre  SP-Vorsitzende und Bundeskanzler auf der Bühne, als Faust  konnte der 41-Jährige nun im gleichnamigen Film des russischen  Regisseurs Alexander Sokurow reüssieren.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/faust&quot;">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/faust-film-93554.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3138914"></span></p>
<p>Das Drama erhielt bei den  gestern, Samstag, zu Ende gegangenen Filmfestspielen von Venedig den  Goldenen Löwen und bringt damit auch Zeiler ins internationale  Rampenlicht.</p>
<p>Wiewohl es die &#8220;ländliche Kultur&#8221; ist, die  den gebürtigen Steirer maßgeblich geprägt hat. Laut seiner Homepage sind  es &#8220;die dortige Art zu sprechen, zu schimpfen, zu weinen, die Art zu  essen, zu arbeiten und zu feiern&#8221;, die als seine Wurzeln anzusehen sind.  Dennoch zog es Zeiler zur Schauspielerei und auch dem  Max-Reinhardt-Seminar in Wien, nach dem er in Graz Germanistik und  Geschichte studiert hat. Theater, Film und Fernsehen sollten sich in  weiterer Folge in der Karriere des wandelbaren Darstellers abwechseln:  Bereits 1996 arbeitete er mit Robert Dornhelm für dessen &#8220;Unfisch&#8221;  zusammen, kurz vor der Jahrtausendwende wurde er Mitglied von Peter  Steins Faust-Ensemble und kam damit auch darstellerisch mit dem Stoff in Berührung, der ihn nun in aller Munde bringt.</p>
<p>Am  Schauspielhaus war Zeiler zunächst nur &#8220;Gast&#8221; und etwa in den Serien  &#8220;Die Strudlhofstiege&#8221;, &#8220;Die X Gebote&#8221; sowie &#8220;Diesseits des Lustprinzips&#8221;  zu sehen, bevor er in der Vorsaison zum festen Ensemblemitglied wurde.  Im kommenden Frühjahr kann man ihm etwa bei Peter Lichts  Österreichischer Erstaufführung &#8220;Der Geizige&#8221; auf der Bühne wieder  begegnen. Ebendort war er auch im Rahmen von Engagements für das Theater  im Bahnhof Graz, dem Theater der Jugend in Wien, dem Linzer Phönix  Theater oder am Landestheater Coburg. Schauspielhaus-Leiter Andreas Beck  freute sich in einer Aussendung, die langjährige Arbeit mit Zeiler in  der kommenden Saison fortzusetzen, und meinte bezüglich des Goldenen  Löwens für &#8220;Faust&#8221;: &#8220;Ich gratuliere zu diesem großen Erfolg.&#8221;</p>
<p>Erfahrung  mit preisgekrönten und von Kritikern gelobten Filmen konnte Zeiler  bereits durch seinen Auftritt in Götz Spielmanns für einen  Auslands-Oscar nominiertem Werk &#8220;Revanche&#8221; sammeln, wo er in einer  kleinen Nebenrolle zu sehen war. In bekannten Fernsehserien wie  &#8220;Tatort&#8221;, &#8220;Soko Donau&#8221; oder &#8220;Schnell ermittelt&#8221; war der 41-Jährige bis  dato ebenso auf den Bildschirmen präsent wie in Andreas Prohaskas &#8220;Der  erste Tag&#8221;. Neben dessen neuem Projekt &#8220;Das Wunder von Kärnten&#8221; steht  Zeiler aktuell auch gemeinsam mit Harald Krassnitzer für die  ORF/ARD-Koproduktion &#8220;Paul Kemp &#8211; Der Mediator&#8221; vor der Kamera. In der  von Harald Sicheritz in Szene gesetzten neuen Serie wird Zeiler als  Bruder der Titelfigur zu sehen sein. Bereits heute, Sonntag, Abend ist  Zeiler in der ORF-Koproduktion &#8220;Isenhart&#8221; um 20.15 Uhr auf ORF eins in  einer Nebenrolle zu erleben.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Verblendung</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 13:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo Hollywood drauf steht, ist meist eine ordentliche Portion Bombast drinnen: Auch im Falle von Stieg Larssons Roman "Verblendung"  bietet die am Freitag in den heimischen Kinos startende US-Adaption der  schwedischen Erstverfilmung in Sachen Opulenz, Detailtreue und  optischer Finesse alle Anzeichen einer etliche Millionen Dollar schweren  Umsetzung.
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/verblendung">Hier geht's zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/verblendung---digital-film-93398.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo Hollywood drauf steht, ist meist eine ordentliche Portion Bombast drinnen: Auch im Falle von Stieg Larssons Roman &#8220;Verblendung&#8221;  bietet die am Freitag in den heimischen Kinos startende US-Adaption der  schwedischen Erstverfilmung in Sachen Opulenz, Detailtreue und  optischer Finesse alle Anzeichen einer etliche Millionen Dollar schweren  Umsetzung.</p>
<div style="margin-top: 5px;"><a href="http://video.vienna.at/welt-und-politik/verblendung">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a></div>
<div><a href="http://apps.vienna.at/tools/kino/verblendung---digital-film-93398.aspx">Alle Spielzeiten auf einen Blick</a></div>
<p><span id="more-3138890"></span></p>
<p>Dennoch muss man Regisseur David Fincher zugutehalten, dass  er mit Daniel Craig und Rooney Mara nicht nur zwei hervorragende  Hauptdarsteller gefunden, sondern mehr als einen kurzweiligen Hingucker  für triste Sonntagabende geliefert hat.</p>
<p>Wien. Das liegt  natürlich auch an der zigfach verkauften Romanvorlage des 2004  verstorbenen Autors und Journalisten Larsson, die vor verschachtelter  Familienbande, brutaler Frauenmorde und düsterer Atmosphäre nur so  strotzt. Der Journalist Mikael Blomkvist (Craig), eben erst einer  Falschinformation aufgesessen und öffentlich bloßgestellt, wird vom  Großindustriellen Henrik Vanger (ein gewohnt solider Christopher  Plummer) beauftragt, eine lange zurückliegende Familiengeschichte zu  klären. Auf der Suche nach der verschwundenen Großnichte Vangers kommt  Blomkvist dabei nicht nur einer mysteriösen Mordserie auf die Spur,  sondern auch der exzentrischen Lisbeth Salander (Mara) näher.</p>
<p>Wie  schon bei Noomi Rapace im schwedischen Original liegt auch im US-Remake  eine ordentliche Last auf den Schultern der Jungschauspielerin Rooney  Mara, die als Salander mit gebleichten Augenbrauen, etlichen Piercings  und Irokesen-Frisur nicht nur im Film die Blicke auf sich zieht. Ob sie  die großen Fußstapfen ausfüllen könne, wurde vor Veröffentlichung des  Films skeptisch gefragt. Die Antwort: Auf ihre eigene Art und Weise  schafft es Mara, der Figur neue Aspekte abzugewinnen, ohne Fans der  Trilogie &#8211; egal ob in Buch- oder Filmform &#8211; vor den Kopf zu stoßen. Als  starke Frau inmitten undurchsichtiger Verstrickungen und meist  schwächerer Männer obliegt es ihr, Blomkvist weiter zu helfen und  entscheidende Hinweise zu liefern.</p>
<p>Daniel Craig kann sich zwar  optisch als investigativer Journalist mit Brille und einem Faible für  zugelaufene Katzen nur Millimeter von seinem &#8220;James Bond&#8221;-Image  entfernen, gefällt aber als leicht tollpatschiger und liebenswürdiger  Detektiv mit unerschütterlichem Ego. Auch der restliche Cast ist mit  u.a. Robin Wright, Stellan Skarsgard oder einem zutiefst abscheulichen  und seiner Rolle somit konsequent entsprechenden Yorick Van Wageningen  exzellent besetzt, die stimmige musikalische Untermalung von Trent  Reznor und Atticus Ross, die schon für den Fincher-Film &#8220;The Social  Network&#8221; den Oscar-prämierten Soundtrack lieferten, tut das Restliche,  um in verschneiten schwedischen Landschaften kein Quäntchen Optimismus  oder Sicherheit aufkommen zu lassen.</p>
<p>Fincher bleibt dabei ganz  seiner Linie treu, ebenso wie Drehbuchautor Steven Zaillian der  Romanvorlage großteils treubleibt und die teils recht unüberschaubare  Geschichte ebenso rasant wie nachvollziehbar aufdröselt. Einziges Manko  an der vielleicht teils zu stylischen Umsetzung ist der etwas langatmige  Einstieg, der bei insgesamt über zweieinhalb Stunden Thriller-Genuss  aber leicht zu verschmerzen ist. Mit einem Gespür für das richtige  Timing kann speziell die zweite Hälfte des Films das Tempo hochhalten,  ohne dabei auf Details und abwechslungsreiche Zwischentöne zu  verzichten. Und auch die Chemie zwischen Craig und Mara versprüht an den  richtigen Stellen Situationskomik und ein Knistern.</p>
<p>Sieht man  sich brutalen Vergewaltigungen und einer gegen Ende immer dichter  werdenden Beweislage gegenüber, ist man angekommen im Universum Stieg  Larssons und vergisst schnell das Hier und Jetzt. Finchers &#8220;Verblendung&#8221;  präsentiert sich als Adaption, die sich jedenfalls gelohnt hat, auch  wenn der 49-jährige Regisseur bis dato mit einer Zusage für die zwei  ausstehenden Teile &#8220;Verdammnis&#8221; und &#8220;Vergebung&#8221; noch etwas zögert. Zu  wünschen wäre es den Fans der &#8220;Millennium&#8221;-Trilogie allemal.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"> </a><br />
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		<title>Ziemlich beste Freunde</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 13:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ntatschl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ziemlich beste Freunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich Dinge schwer erklären lassen, werden sie gern zu einem Phänomen. So wie "Ziemlich beste Freunde".  In Frankreich redet keiner mehr von einem Film, sondern von einem  "phenomene".
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Dinge schwer erklären lassen, werden sie gern zu einem Phänomen. So wie &#8220;Ziemlich beste Freunde&#8221;.  In Frankreich redet keiner mehr von einem Film, sondern von einem  &#8220;phenomene&#8221;.</p>
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<p><span id="more-3133720"></span></p>
<p>Die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem  querschnittsgelähmten Aristokraten und seinem vorbestraften,  frech-dreisten Pfleger ist mit über 15 Millionen Zuschauern Frankreichs  erfolgreichster Film 2011 geworden. Ein Erfolg, der ebenso  unwahrscheinlich und verrückt ist, wie die Geschichte selbst.</p>
<p>&#160;Größer könnten die Unterschiede zwischen zwei Menschen nicht sein:  Philippe (Francois Cluzet) ist gebildet und reich. Driss (Omar Sy) ist  frisch aus dem Gefängnis entlassen, Sozialhilfeempfänger, ein Großmaul  und dunkelhäutig. Doch Philippe gefällt die offene und unbekümmerte Art  von Driss, und er engagiert ihn als Pfleger &#8211; trotz der Warnungen seiner  Freunde und Familienangehörigen. Der Job ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft.</p>
<p>Der  Film von Eric Toledano und Olivier Nakache hat mit seiner guten Laune  und seiner positiven Einstellung Chartsverdächtige Werke wie &#8220;Twilight  4&#8243;, &#8220;Tim und Struppi&#8221; und den Filmpreis-Favoriten &#8220;The Artist&#8221; weit  hinter sich gelassen. Still und unbemerkt begann der Film seinen  Eroberungszug. In nur wenigen Wochen wurde er in Frankreich zum meist  gesehenen Film des Jahres. Demnächst soll er in rund 40 Ländern in die  Kinos kommen, darunter auch ab März in den USA.</p>
<p>Soziologen und  Philosophen haben über den Erfolg des Films spekuliert. Ihre Analyse:  ein Happy-Go-Lucky-Film in Krisenzeiten, ein soziales Märchen, das die  Franzosen an 1998 erinnert, als Frankreich seine multikulturelle  Fußball-Weltmeister-Mannschaft hochjubelte. Monate lang wurde statt von  den Trikolorefarben bleu-blanc-rouge (Blau-Weiß-Rot) von bleu-blanc-beur  (beur steht für Franzosen mit Einwanderungshintergrund) gesprochen &#8211;  als Zeichen gelungener sozialer Integration.</p>
<p>Nur: Ganz so  unwahrscheinlich und märchenhaft ist der Film nicht. Er knüpft an eine  wahre Geschichte an, die des 1993 nach einem Gleitschirmunfall vom Hals  abwärts gelähmten Philippe Pozzo di Borgo und des damals 20-jährigen,  frisch aus dem Gefängnis entlassenen Franzosen algerischen Ursprungs  Abdel Sellou.</p>
<p>Den Regisseuren ging es weniger darum, einen Film  über behinderte Menschen zu drehen. Im Mittelpunkt steht die  Freundschaft zwischen zwei Männern, die ungleicher nicht sein können.  Dabei spielen die Filmemacher ungeniert mit Kontrasten und Klischees,  ohne dabei ins Lächerliche abzugleiten. Über ein Klischee setzt sich der  Film jedoch hinweg: Driss wird trotz seines Milieus nicht rückfällig  und nutzt die Freundschaft nicht aus, um Philippe auszunützen und zu  betrügen.</p>
<p>Der Film berührt, vor allem auch durch die hervorragende  Leistung von Francois Cluzet (&#8220;Kleine wahre Lügen&#8221;) und des Newcomers  Omar Sy, dessen ständig gute Laune und erfrischendes Lachen ansteckend  sind. Beide haben sich neben Dany Boon und Kad Merad (&#8220;Willkommen bei  den Sch&#8217;tis&#8221;) in die Riege der Top-Duos des französischen Kinos  gespielt, die für beste Unterhaltung und Lachsalven sorgen.</p>
<p>(APA)</p>
<p><a name="trailer"><br />
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