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Rund 475.000 Schüler starten in Wien, NÖ und dem Burgenland ins neue Schuljahr

Für zahlreiche Taferlklassler beginnt heute die Schule. Für zahlreiche Taferlklassler beginnt heute die Schule. - © APA (Sujet)
Für rund 475.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnt am Montag nach den neunwöchigen Sommerferien das neue Schuljahr. Mit dem neuen Schuljahr treten erste Maßnahmen der vor dem Sommer beschlossenen Bildungsreform in Kraft.

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Am Montag, den 4. September, starten 475.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenlandrund in das neue Schuljahr. Eine Woche später beginnt für ungefähr 644.000 Schüler in Vorarlberg, Tirol, Kärnten, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark das Unterrichtsjahr. Rund 88.500 der insgesamt 1,12 Millionen Schüler sind heuer Taferlklassler.

Neues Schuljahr mit ersten Maßnahmen der Bildungsreform

Mit dem neuen Schuljahr treten erste Maßnahmen der vor dem Sommer beschlossenen Bildungsreform in Kraft, etwa die Befristung neuer Schulversuche oder ein freiwilliges zehntes Schuljahr für Flüchtlinge.

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es ein freiwilliges elftes bzw. zwölftes Schuljahr. Mit der Umsetzung der Neuen Oberstufe muss künftig jedes Semester positiv abgeschlossen werden. Viele Schulen machten aber von der Möglichkeit Gebrauch, den Start zu verschieben. Deshalb startet die Neue Oberstufe nur an zehn Prozent der AHS und an etwa der Hälfte der berufsbildenden höheren Schulen.

Jedes fünfte Kind wird mit dem Auto gebracht

Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wird jedes fünfte Kind im Alter zwischen sechs bis 14 Jahren mit dem Auto zur Schule gebracht, in Wien kam es laut ÖAMTC auf mehreren Straßen am Montag zu erheblichen Staus. Betroffen waren sowohl die S2 Richtung Süden, als auch die Donauuferautobahn (A22) und die Südosttangente (A23) insbesondere Richtung Norden.

Acht von zehn Kindern kommen umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule. In Österreich wohnt jedes vierte Kind höchstes einen Kilometer von seiner Schule entfernt, weist der VCÖ auf Daten des Verkehrsministeriums hin. Weitere 21 Prozent der sechs- bis 14-Jährigen haben einen Schulweg von einen bis zweieinhalb Kilometern, 15 Prozent der Kinder wohnen mehr als zehn Kilometer von ihrer Schule entfernt.

“Schulweg die Chance auf eine tägliche Portion gesunde Bewegung”

“Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule chauffieren, tun auch ihrem eigenen Kind nichts Gutes. Zum einen ist der Schulweg die Chance, auf eine tägliche Portion gesunde Bewegung zu kommen. Zudem ermöglicht der Schulweg dem Kind, in einem gesicherten Umfeld wichtige Kompetenzen im Straßenverkehr zu erlangen. Kinder sind dann auch in der Freizeit sicherer unterwegs”, meinte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Durch Schülerlotsen, erhöhte Aufmerksamkeit und zahlreiche Maßnahmen ist die Verkehrssicherheit am Schulweg deutlich höher als auf Freizeitwegen.

In Südtirol gibt es Schulstraßen, die eine Viertel- bis halbe Stunde vor und nach dem Unterricht für den Autoverkehr gesperrt sind. Dadurch hat sich die Situation auf den Schulwegen für die Kinder deutlich verbessert. Dieses Modell wäre auch für viele Schulen in Österreich sinnvoll, betont der VCÖ. Auch Halteverbote im Schulumfeld tragen zur verbesserten Verkehrssituation bei.

(APA/Red)



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