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SAP-Gründer Plattner verschenkt Milliarden

Plattner erster Deutscher im Club der Superspender Plattner erster Deutscher im Club der Superspender
Walldorf/Potsdam.  SAP-Mitbegründer Hasso Plattner will mindestens die Hälfte seines Milliardenvermögens verschenken. Das ist zumindest das Aufnahmekriterium für die Spendeninitiative “The Giving Pledge” von Warren Buffett und Bill Gates. Wer ist Hasso Plattner eigentlich?

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Die Aktion, zu deutsch “Das Spendenversprechen”, gab Plattner am Dienstag in New York als ersten Deutschen im exklusiven Club der Superspender bekannt. Das Wirtschaftsmagazin “Forbes” schätzt das Vermögen des 69-Jährigen auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). 

“The Giving Pledge”

Ein paar Münzen in die Sammeldose? Nicht bei “The Giving Pledge”. Mitmachen bei der Spendeninitiative dürfen nur Milliardäre und die müssen sich von der Hälfte ihres Vermögens trennen. Das ist zumindest das Aufnahmekriterium für die Spendeninitiative “The Giving Pledge” von Warren Buffett und Bill Gates. Die Aktion, zu deutsch “Das Spendenversprechen”, gab Plattner am Dienstag in New York als ersten Deutschen im exklusiven Club der Superspender bekannt.

Stiftung für Bildung und Gesundheitsprobleme

Plattners Geld wird wohl vor allem in seine eigenen Initiative fließen. “Vor mehr als 20 Jahren habe ich eine Stiftung ins Leben gerufen, die sich auf Bildung und globale Gesundheitsprobleme konzentriert”, sagte Plattner laut “The Giving Pledge”. “Es ist eine enorme Belohnung, wenn man die Wirkung sieht, die eine Spende haben kann.”

Engagement im Kampf gegen Aids

Hasso Plattner verkörpert etliche Rollen. Die einen kennen ihn als charismatischen Unternehmer, andere als Segelsportler. Wissenschaftler, Denkmalschützer und Künstler verbinden mit Plattner den Mäzen, der Millionen seines Privatvermögens der Gesellschaft vermacht. Der 69-Jährige engagiert sich außerdem im Kampf gegen Aids. Er gilt als kreativ – und als einer, der den Wettbewerb nicht scheut.

Plattner noch operativ tätig

Als einziger der SAP-Mitbegründer ist der studierte Nachrichtentechniker noch im operativen Geschäft tätig – als Chefaufseher von Europas größter Softwareschmiede. Sein Vertrag läuft noch bis 2017. Auf die Frage, ob er Kriterien habe, wie lange er bleibe, sagte er kürzlich in einem dpa-Gespräch: “So lange ich Einfluss, Erfolg und Spaß habe. Wenn ich keinen Erfolg hätte, wäre ich schon längst weg.”

Beruflicher Werdegang

Seine berufliche Laufbahn begann der gebürtige Berliner 1968 als Programmentwickler beim Computerkonzern IBM. Vier Jahre später gründete er mit vier Mitstreitern SAP. Von 1988 bis 1997 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender, danach gleichberechtigter Vorstandssprecher mit Mitgründer Dietmar Hopp. Von 1998 an leitete Plattner als Co-Vorstandssprecher die Geschicke des Dax-Unternehmens. 2003 zog sich der zweifache Vater aus dem Tagesgeschäft vom Software-Riesen SAP zurück und wechselte an die Spitze des Aufsichtsrates.

Golf und Segeln sind seine Passion

Golf ist neben Segeln die große Leidenschaft von Plattner. Er lebt zeitweise in Deutschland, den USA und Südafrika. In Potsdam engagiert sich der Diplom-Ingenieur seit Jahren – für Kunstprojekte, das Schloss, in das der Landtag ziehen soll, aber auch für die Zukunft junger IT-Talente. Diese werden im Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik gefördert. Seit 2002 ist Plattner Ehrendoktor und seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam. Noch heute begleitet er dortige Doktorarbeiten.

Andere SAP-Mitbegründer 

Auch andere SAP-Mitbegründer fördern mit ihrem Geld unterschiedliche Projekte: Während Dietmar Hopp als Mäzen des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim Bekanntheit erlangte, gründete etwa Klaus Tschira eine Stiftung, die Projekte aus den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik im Blick hat.

SAP-Umsatz: 16,22 Milliarden Euro

SAP aus Walldorf in Baden-Württemberg ist ein führender Hersteller von Unternehmenssoftware mit einem Jahresumsatz von 16,22 Milliarden Euro. Zu den mehr als 232 000 Kunden weltweit gehören Unternehmen aus nahezu allen Branchen. Der Konzern hat gut 65 000 Mitarbeiter.

 



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