22. Juni 2012 15:22; Akt.: 22.06.2012 15:22

Schlecker-Kinder beteuern: Kein Geld zur Seite geschafft

Schlecker-Kinder beteuern: Kein Geld zur Seite geschafft
Ehingen. – Erstmals seit der beschlossenen Abwicklung der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker haben sich die Kinder des Unternehmensgründers, Meike und Lars Schlecker, zu Wort gemeldet.

alt Korrekturen melden

In einer am Freitag in Ehingen veröffentlichten Erklärung traten sie dem Eindruck entgegen, die Familie hätte Geld zur Seite geschafft oder nicht alles unternommen, um die Pleite doch noch abwenden zu können. Ihr Vater sei berechtigterweise in die Insolvenz gegangen. “Ein signifikantes Vermögen, das dies hätte verhindern oder die Restrukturierung sichern können, hat es nicht gegeben, was auch der Insolvenzverwalter inzwischen mehrfach bestätigt hat.”

Schlecker-Kinder unterstützen insolventen Vater

Meike und Lars Schlecker erklärten in der schriftlichen Stellungnahme, die Insolvenz des Unternehmens sei sicherlich ein Einschnitt, den man nur äußerst schwer verarbeiten könne. Sie betonten, dass sie ihren Vater unterstützen. Er besitze kein Vermögen mehr. “Vom Sportwagen bis zur schönen Uhr hat er alles als Teil der Insolvenzmasse abgeben müssen.” Die Familie habe in den vergangenen Jahren massiv Gelder in den einstigen Branchenprimus gesteckt. Dies sehe man beispielsweise an der Tatsache, dass beide Kinder deutliche Millionenbeträge als private Einlagen (jeweils rund 49 Millionen Euro) sowie über ihre Dienstleistungsgesellschaft (rund 64 Millionen Euro) in die Firma hätten einfließen lassen. Die Kinder seien selbst Gläubiger. Außerdem habe die von ihnen betriebene Dienstleistungsfirma gleichfalls Insolvenz angemeldet.

Schlecker: Keine genauen Vermögensangaben

Meike und Lars Schlecker bekräftigten, dass sie mit dem Insolvenzverwalter zusammenarbeiteten. Übertragungen vom Vater auf die Kinder würden selbstverständlich diskutiert und gegebenenfalls auch wieder rückabgewickelt. Genaue Angaben zum Vermögen machten die Schlecker-Kinder mit Verweis auf die Privatsphäre aber nicht. Sie räumten gleichfalls ein, dass die Insolvenz die Folge unternehmerischer Fehlentscheidungen war. “Das Wachstumsmodell der Vergangenheit wurde zum Wackelstein für das laufende Geschäft und die Zukunftsfähigkeit der Unternehmung.”



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf austria.com
Offenbar massiver Personalabbau bei Siemens
Beim Industrieanlagenbauer Siemens VAI in Linz drohen offenbar Kündigungen. Laut Medienberichten sollen bis zu 400 [...] mehr »
Düstere Aussichten für Europas Stahlkocher
Massive Überkapazitäten und kaum Hoffnung auf eine Konjunkturerholung noch in diesem Jahr - der Präsident des [...] mehr »
EU-Kommission verliert bei Glücksspiel Geduld
Die EU-Kommission hat zahlreiche Staaten wegen ihrer Glücksspielgesetzgebung im Visier. In 20 Mitgliedsländern laufen [...] mehr »
EU-Parlament lehnt US-Hormonfleisch ab
Hormonfleisch, Chlorhühner und genveränderte Lebensmittel aus den USA sollen nach dem Willen des EU-Parlaments auch in [...] mehr »
Bill Gates ist wieder der reichste Mensch
Microsoft-Gründer Bill Gates darf sich wieder guten Gewissens reichster Mensch der Welt nennen. Nach dem [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Herbstkollektion von Popp & Kretschmer präsentiert

Forever 21: Die aktuellen Shorts-Trends

James Franco auf Flirtkurs mit “Game of Thrones”-Star Emilia Clarke?

Cannes: “Gurke des Jahres” geht an “Skyfall”


Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung