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Skepsis gegen Mercedes nach Hamilton-Sieg in Monza

Rosberg findet Verschwörungstheorien lächerlich Rosberg findet Verschwörungstheorien lächerlich
Spannung und Skepsis hat die Formel 1 bei ihrem Europa-Abschied in Monza zurückgelassen. Nach Sieg und bizarrem Überholmanöver von Lewis Hamilton wurde Mercedes umgehend abgekartetes Spiel unterstellt. Der Brite ist nun wieder in Schlagdistanz zu WM-Leader Nico Rosberg, das Duell der beiden Mercedes-Piloten geht damit auch bei den letzten sechs Übersee-Rennen unvermindert weiter.

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Hätte der am Ende zweitplatzierte Rosberg in Italien vor Hamilton gewonnen, wäre der Deutsche schon 36 Punkte voran gelegen. So sind es nur 22. Dabei war Pole-Mann Hamilton in Italien zunächst wegen eines Kupplung-Defektes auf Platz vier zurückgefallen. Dann aber verbremste sich der führende Rosberg gleich zwei Mal vor der gleichen Schikane. Den zweiten zunächst rätselhaften Fehler nutzte der Engländer, um in Führung zu gehen und seinen sechsten Saisonsieg zu landen.

Der deutsche WM-Leader wurde danach wie schon in Spa auch von den Tifosi ausgepfiffen. Mercedes aber hat damit in Italien alle Ziele erreicht: Kein Crash, mit dem siebenten Doppelsieg dem Team-Titel wieder näher gerückt, die Fahrer-WM spannend gehalten.

Doch das geforderte “One-Two” der Silberpfeile hinterließ viel Skepsis. Während man Rosberg einerseits bereits Nervenflattern unterstellte, vermuteten vor allem englische Zeitungen, der Deutsche habe beim Hochgeschwindigkeits-Klassiker in Italien Hamilton als Ausgleich wegen Spa “durchgewunken”. “War das ein Zerbrechen oder eine Täuschung?” fragte nicht nur der englische Daily Mail.

Rosberg dementierte umgehend. “Warum sollte ich so etwas absichtlich machen? Es gab keinen Grund dafür, ich hab’s einfach versaut”, erklärte der Deutsche, dass lediglich die Verhinderung eines Bremsplatten zu seinem Ausweichen in die “Garage” geführt habe. Es sei auch ganz bestimmt keine “Geste” wegen Spa gewesen. “Das dort war ein Fehler, für den ich mich entschuldigt habe. Das heißt jetzt nicht, dass wir deshalb die Positionen der Autos mischen.”

Auch die Mercedes-Teamführung dementierte Mutmaßungen, der Kommandostand habe nach dem Belgien-Unfall und dem daraufhin verschärften “Crashverbot” von außen eingegriffen. “Nur paranoide Geister können auf so eine Idee kommen”, sagte Motorsportchef Toto Wolff. “Nico hatte die Bremsverteilung auf die Vorderreifen verstellt. Lewis war zu dem Zeitpunkt einfach schneller und hat Druck gemacht. Deshalb ist es passiert. Die Fehler waren zwar nicht Nico like, aber er hat sie auf seine Kappe genommen.”

Rosberg war nach seinem zweiten Patzer in der “Prima Variante” bedächtig durch die weißen Hinderniswürfel gerollt, während Hamilton auf der Strecke vorbeisauste. “In seiner zweiten Karriere kann Nico an Slalommeisterschaften teilnehmen”, scherzte Wolff und fügte ernster an. “Man kann es auch so sehen, dass er es trocken heruntergefahren hat. Bei 22 Punkten Vorsprung kann Nico einige Male Zweiter werden, ehe es wieder eng wird.”

Selbst Wolff gab aber später zu, dass die Optik ein wenig schief ist: “Mathematisch gesehen hat nicht der Pilot gewonnen, der in der WM führt. Aber global gesehen war es das richtige Ergebnis, um die Balance wiederherzustellen. Es ist das Ergebnis, das die meisten Menschen glücklich macht.”

Für das Unternehmen ist der Konstrukteurstitel bekanntlich oberste Priorität. Da hat Mercedes bei 301 noch zu vergebenen Punkten 182 Punkte Vorsprung auf Red Bull. “Es ist aber noch lange nichts gewonnen”, warnte Wolff auch in Monza.

Das Momentum ist zwei Wochen vor dem Nachtrennen in Singapur nun wieder bei Hamilton. Der Engländer überholte mit dem insgesamt 28. GP-Sieg Landsmann und Dreifach-Weltmeister Jackie Stewart. Mit Pole, schnellster Rennrunde und Sieg fixierte der Weltmeister von 2008 zudem seinen bereits vierten “Hattrick”.

Dass sich die beiden Mercedes-Piloten im Psycho-Duell um den Fahrer-Titel mittlerweile nichts mehr zu sagen haben, wurde auch in Monza offensichtlich. Weder am Podium noch später bei der Pressekonferenz würdigten sie sich eines Blickes. Auf die Frage, ob sie nun wieder Freunde seien, antworte Hamilton lapidar. “Sicher, wir sind ja Teamkollegen.”

Wolff kann damit leben. “Natürlich geht es unterkühlt zu. Aber das ist mir aus Teamsicht egal, solange sie sich respektieren”, betonte der Wiener. “Man kann nicht erwarten, dass zwei Fahrer befreundet und herzlich sind, wenn es sich um die Fahrer-WM zuspitzt. Da musst du alles spielen was du hast, um mit Sicherheit nicht freundlich zu sein.”



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