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Slalom-Gold an Hirscher vor Neureuther und Matt

Fehlerloser erster Lauf des Salzburgers Fehlerloser erster Lauf des Salzburgers
Marcel Hirscher ist Slalom-Weltmeister. Der 23-jährige ÖSV-Superstar aus Salzburg triumphierte in der letzten Entscheidung der Ski-WM in Schladming und holte damit nach Gold im Teambewerb und Riesentorlauf-Silber sein drittes Edelmetall beim Heim-Event, die erste Einzel-Medaille in Gold. Der Tiroler Mario Matt (+0,65 Sek.) sicherte sich hinter dem Deutschen Felix Neureuther (0,42) Bronze.

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Ex-Weltmeister Manfred Pranger, nach dem ersten Durchgang Sechster, schied aus, Routinier Benjamin Raich (2,59), bei Halbzeit Achter, fiel nach einem schweren Fehler im Finale auf Platz 13 zurück. Österreich holte damit bei der Heim-WM je zwei Gold- und Silber- sowie vier Bronzemedaillen.

Mit einer Sternstunde für den Gastgeber endete also die alpine Ski-WM 2013. Das gesamte ÖSV-Quartett fuhr auf überraschend “schmierigem” Terrain schon in Lauf eins gewaltig. Hirscher erzielte trotz einer “Besichtigungsfahrt” (Trainer Michael Pircher) 0,28 Sekunden vor Neureuther und 0,56 vor Matt Bestzeit, aber auch Pranger (6.) und Raich (8.) lagen trotz kleinerer Fehler in Schlagdistanz mit Medaillen.

Als es dann im Finale um alles ging, lagen bei einigen Medaillenkandidaten die Nerven blank. Raich, vierfacher Sieger auf Planai, fuhr beherzt. Aber ein Steher im Steilhang beendeten die Hoffnungen des Weltmeisters von 2005 auf ein versöhnliches WM-Ende – Platz 13. Gleich darauf und an fast gleicher Stelle beendete Pranger mit einem Einfädler nach Super-Zwischenbestzeit sein letztes WM-Rennen.

Danach fiel der Austro-Deutsche Fritz Dopfer auf Platz vier zurück. Der Halbzeit-Vierte Manfred Mölgg aus Italien fädelte im Kampf um seine zweite Schladming-Medaille ein und schied ebenfalls aus.

Nur die letzten drei ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Matt kam mit Bestzeit ins Ziel, damit hatte er eine Medaille sicher. Neureuther legte nach, seine starke Fahrt brachte ihn wie erhofft auf Platz eins und die Fans zum Schweigen.

Die offiziell 37.000 alleine im gewaltigen Zielstadion waren aber gleich wieder aus dem Häuschen, als Hirscher um 14.22 Uhr die Bestzeit Neureuthers angriff. Mit einem wilden Ritt baute der Salzburger seinen Vorsprung sogar konstant aus, am Ende hatte er im Duell gegen seinen deutschen Rivalen und Freund klar die Nase vorne. Im Ziel Hirscher warf vor Freude die Ski weg und sich selbst auf den Bauch und in den Schnee.

“Ich kann es gar nicht fassen. Ich tu’ mir schwer, das zu beschreiben”, lautete Hirschers erste Reaktion. Vergleiche mit den Größten seiner Zunft folgten auf den Fuß. Wer am Boden blieb, war einmal mehr Hirscher selbst. “Es war nicht leicht. Ich habe natürlich mitbekommen, dass Mario und Felix mit Bestzeit abgeschwungen haben”, erzählte der neue Weltmeister. “Das jetzt ist genial. Aber es war auch heftig. Die Stimmung war sensationell.”

Neureuther gratulierte herzlich. “Ich lasse ja nicht gerne Emotionen zu. Aber das heute war an der Schmerzgrenze. Man hätte die Geschichte nicht besser schreiben können”, sagte der Bayer. “Klar will man nicht so gerne, dass ein Piefke in Österreich Weltmeister wird”, scherzte er.

Auch Matt (33) freute sich darüber, ältester Slalom-Medaillengewinner geworden zu sein. “Man muss angesichts der Dichte mit Bronze zufrieden sein. Alle haben riskiert, bei Vielen ist es nicht aufgegangen”, sagte der Weltmeister von 2001 und 2007.



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