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Sobotka pocht auf Schließung der Mittelmeer-Route

Innenminister: "Rettung auf See kann kein Ticket nach Europa sein" Innenminister: "Rettung auf See kann kein Ticket nach Europa sein" - © APA
Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) setzt sich in der Flüchtlings- und Migrationspolitik mit Blick auf die Mittelmeer-Route für eine rigide Kontrolle der Zuwanderung ein. Neben der geschlossenen Balkan-Route sei es nun entscheidend, auch die Mittelmeer-Route zuzumachen, sagte Sobotka der dpa.

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“Eine Rettung auf offener See kann kein Ticket nach Europa sein, weil man damit der organisierten Schlepperei jedes Argument in die Hand gibt, weiterhin Menschen von einer Flucht aus wirtschaftlichen Gründen zu überzeugen”, sagte er. Es sei aktuell noch schwer zu beurteilen, wie sich in den warmen Monaten die Zahl der Flüchtlinge entwickeln werde. Österreich stehe jedenfalls in engem Kontakt mit Italien, um auf alle Eventualitäten reagieren zu können.

“Für den Fall eines plötzlichen Zustroms wären wir gerüstet und in der Lage, das Grenzmanagement innerhalb von Stunden hochzufahren”, sagte Sobotka zu den Möglichkeiten einer Grenzsperre am Brenner. Generell gebe es keine Alternative zu einer gesamteuropäischen Lösung, bei der die EU-Außengrenze wirksam geschützt werde. “Nur so kann das tragische und sinnlose Sterben im Mittelmeer ein Ende haben”, meinte der Minister.

Die Zahl der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien kommt, steigt indes dramatisch. Seit Jahresbeginn landeten 35.244 Migranten in Italien, das sind 39,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016, teilte das italienische Innenministerium am Mittwoch in Rom mit.

Die meisten der 2017 eingetroffenen Migranten stammen aus Bangladesch, Nigeria und Guinea. Unter den im Mittelmeer geretteten und nach Italien gebrachten Flüchtlinge waren 3.557 unbegleitete Minderjährige. Italien versorgt derzeit insgesamt 177.505 Flüchtlinge in Hotspots und anderen Einrichtungen. Die meisten Flüchtlinge sind in der Region Lombardei, sowie in Kampanien und Latium untergebracht.

Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die von der nordafrikanischen Küste nach Italien kamen, hatte bereits 2016 einen neuen Höchststand erreicht. 181.000 Flüchtlinge wurden im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht. 2015 waren es 170.000. Für heuer rechnet Italien mit einem neuen Rekordhoch bei der Zahl der Flüchtlingsankünfte. Allein am Ostern-Wochenende erreichten 8.500 Flüchtlinge die Küste Italiens.

(APA/dpa)



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