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Spannung zwischen Katholiken und Papstgegnern auf Weltjugendtag

Spannung zwischen Katholiken und Papstgegnern auf Weltjugendtag
Am Rande des Weltjugendtags in Madrid wäre es beinahe zu einem handgreiflichen Zusammenstoß zwischen katholischen WJT-Pilgern und Papstgegner gekommen.

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Auf dem Platz der Puerta del Sol musste die spanische Bereitschaftspolizei auffahren, um gewalttätige Reibereien zwischen beiden Gruppen auf einem papstkritischen Protestmarsch im Zentrum der spanischen Hauptstadt zu verhindern. Als der papstkritische Protestmarsch mit rund 2.000 Teilnehmern wie vorgesehen die Puerta del Sol erreichte, warteten bereits mehrere Hundert WJT-Teilnehmer mit Jubelschreien “Es lebe der Papst!” auf die Demonstranten. Diese Protestteilnehmer entgegneten den Katholiken mit “Dieser Platz gehört nicht dem Papst!”. Die Polizei trennte beide Gruppen, bevor es zu gewalttätigen Zusammenstößen kam.

Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE vermeldet, mussten “erhöhte Sicherheitsvorkehrung” seitens der Bereitschaftspolizei getroffen werden, um mögliche Zusammenstöße zu unterbinden. Aufgerufen zum Protestmarsch hatten mehr als 100 atheistische, laizistische und reformorientierte christliche Gruppen, welche die hohen Belastungen der spanischen Steuerzahlen in wirtschaftlichen Krisenzeiten durch die Austragung des “privaten Religionsfestes” und des Papstbesuchs kritisierten. Die papstkritischen Demonstranten führten Protestplakate “Für einen laizistischen Staat” mit sich. “Weniger Kruzifixe und mehr Jobs” und “Haut ab zur Messe” und “Der Papst ist ein Nazi”, schrien die Papstgegner. Die Polizei versucht weiterhin die konfrontierten Gruppen auseinander zu halten.

Unterdessen forderten die Protestverantwortlichen mit Blick auf den von der Polizei vereitelten Giftgas-Anschlag auf den Protestmarsch, Politiker wie Kirchenvertreter auf, keine Kommentare abzugeben, welche WJT-Teilnehmer zusätzlich gegen Papstkritiker aufhetzen könnten. Die Polizei nahm bereits am Dienstag einen mutmaßlichen Attentatsplaner fest. Es handelte sich um einen nach Polizeiangaben “ultrakatholischen” Chemiestudenten aus Mexiko mit nötigen “Fachkenntnissen” zum Bau von Giftgasbomben. Der Verdächtige, der am Donnerstag dem Richter vorgeführt wird, war freiwilliger Helfer des katholischen Weltjugendtags und für die Betreuung von WJT-Teilnehmern in den Ifema-Messehallen zuständig. Der österreichische Jugendbischof Stephan Turnovszky hat sich am Rande des Weltjugendtags in Madrid entsetzt über diese Nachricht geäußert: “Wer meint, der Kirche damit einen Nutzen zu tun, liegt sehr falsch. Ich glaube, man kann der Kirche nicht mehr schaden, als mit solchen Aktionen”, sagte der Wiener Weihbischof der APA. Er verurteile jegliche Art von Gewalt.



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