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Spekulation über Nemzow-Beschattung bereits im Herbst 2014

Gerüchteküche brodelt Gerüchteküche brodelt
Die Moskauer Tageszeitung “Moskowski Komsomolez” veröffentlichte auf ihrer Homepage am Dienstagabend Videoüberwachungsbilder, die die mutmaßlichen Nemzow-Attentäter im vermeintlichen Tatfahrzeug zeigen. Kurz nachdem die Verdächtigen ihren PKW im Herbst 2014 gekauft hatten, sei dieser, so die Zeitung, unweit des Wohnsitzes des später ermordeten Politikers registriert worden.

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Die publizierten Schwarzweiß-Aufnahmen, die einen hellen Kleinwagen mit wahrscheinlich Saur Dadajew als Beifahrer zeigen, seien kurz vor der Tragödie aufgenommen worden, schreibt “Moskowski Komsomolez” mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen. Die mutmaßlichen Mörder von Boris Nemzow, so heißt es weiter, hätten das später bei der Tat wahrscheinlich verwendete Auto vom Typ ZAZ Chance im September 2014 gekauft.

Noch im Herbst sei das Fahrzeug zudem unweit von Nemzows Haus in der Ordynka-Straße (im Zentrum Moskaus, Anm.) von Videoüberwachungskameras aufgenommen worden, so die Zeitung. Sie spekuliert darüber, ob dies ein bloßer Zufall sei. “Denn wenn man davon ausginge, dass die Verdächtigen den Politiker bereits damals beschatteten, verschwindet ein zentrales Motiv: Im vergangenen Jahr war weder ein Anschlag auf “Charlie Hebdo” verübt worden, noch hatte Nemzow mit seinen diesbezüglichen Äußerungen Moslems erzürnen können.”

“Freilich ist das Verschwörungstheorie. Aber mir scheint, dass manche Geheimdienstler nicht wollen, dass die Mordermittlungen versanden”, kommentierte Oppositionspolitiker Aleksej Nawalny die Veröffentlichung in “Moskowski Komsomolez”, die sich insbesondere gegen Aussagen von Ramsan Kadyrow zu wenden scheint.

Das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Kadyrow, hatte in einer öffentlichen Stellungnahme am Sonntag Nemzows Kommentare zum Anschlag auf das französische Satiremagazin “Charlie Hebdo” als Mordmotiv ins Spiel gebracht. Gleichzeitig hatte er den tschetschenischen Ex-Militär Saur Dadajew, den mutmaßlichen Haupttäter im Fall Nemzow, als “wahrhaften Patrioten Russlands” qualifiziert.

Noch am selben Tag wurde Kadyrow von Russlands Präsident Wladimir Putin mit einem “Orden der Ehre” ausgezeichnet. Während liberale Kremlkritiker diese Ehrung in Verbindung mit Kadyrows Wortmeldung sahen, hatte Putin-Sprecher Dmitri Peskow betont, dass es zwischen beiden Ereignisse keinen Zusammenhang gebe.



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