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Sport: Mateschitz sieht Anfeindungen gegen Red Bull gelassen

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ortet Erfolgsneid Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ortet Erfolgsneid - © APA
In einem seiner seltenen Interviews hat sich Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz in der “Kleinen Zeitung” (Samstag) nicht nur zu politischen und gesellschaftlichen Themen, sondern auch zum sportlichen Engagement seiner Firma in Fußball und Formel 1 geäußert. Ablehnung interpretiert er vor allem als Erfolgsneid. “Es kränkt mich nicht”, sagte der 72-Jährige.

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Feindselige Aktionen auf den gegnerischen Tribünen oder auch außerhalb des Stadions mit dem Negativhöhepunkt in Dortmund im Februar lassen Mateschitz eigenem Bekunden nach recht kalt. “Wir reden hier über Hardcore-Fans, über Hooligans oder Ultras, die den Fußball generell und Red Bull insbesondere fürs Ausleben ihrer Konflikt- und Gewaltbereitschaft missbrauchen. Es gibt eine Minderheit im Fußball, die macht Klassenkampf, will nur betrunken sein oder Feuerwerke abschießen. Das registriere ich, und damit ist es getan. Es kränkt mich nicht”, sagte der 72-Jährige.

Einen Seitenhieb vermutlich auf u.a. die Aussagen von Hans-Joachim Watzke wollte sich Mateschitz dennoch nicht verkneifen. Der BVB-Boss hatte gesagt, bei RB werde “Fußball gespielt, um eine Getränkedose zu performen”, und auch mit “wir brauchen diesen Tabellenführer nicht” gestichelt. “Dass sich der eine oder andere Präsident bemüßigt fühlt, für solche Dinge Sympathie und Zustimmung zu signalisieren, ist vielleicht nicht besonders durchdacht, vor allem wenn er sich die eigene Finanzierung anschaut”, meinte er.

Auf die Frage nach der immer wieder geübten Kritik, er missbrauche den Fußball mit einem Marketing-Vehikel, ging Mateschitz nicht ein. “Manchmal muss man sich nur noch wundern”, meinte er unter Verweis auf sportliche Erfolge und den “neuen Standards” der Red-Bull-Veranstaltungen. Die Ablehnung resultiere genau daraus: “Ich glaube fast, unser eigentliches Verbrechen besteht nicht darin, dass wir Fußball spielen, sondern darin, dass wir Erfolg haben. Dass wir in sechs Jahren viermal aufgestiegen sind und jetzt, worauf wir sehr stolz sind, mit einem der günstigeren Teams – und dem jüngsten – Tabellenzweiter in der 1. deutschen Bundesliga sind. Wenn man die Mannschaft in Leipzig mit Bayern München vergleicht, ist das wie ein Rekrutenbataillon gegen römische Söldner in ihrer vorletzten Schlacht.”

Die Abwanderung zahlreicher Salzburger Kicker nach Leipzig werde längst nicht mehr als problematisch erlebt. “So denkt doch schon lange niemand mehr. Die Leute haben längst verstanden, dass unser Konzept in Kombination mit der Nachwuchsakademie das einzig Richtige und Mögliche für die österreichische Liga ist”, erklärte Mateschitz. “(…) solange sie da sind, um bei uns eine ordentliche Ausbildung zu erhalten, profitiert Österreichs Fußball davon.” Wie er die letztlich enttäuschte Euphorie um Österreichs Nationalteam erlebt habe? Mateschitz: “So wie alle Österreicher. Den Aufstieg als inszeniert und überbewertet, den Fall als ernüchternd.”

In der Formel 1 sei das Ziel klar. Man wolle “heuer und nächstes Jahr wieder um die WM mitfahren”, sagte Mateschitz. Die Krise der Königsklasse des Motorsports sei vorbei: “Der Formel 1 geht es wieder besser. Sie ist spannender geworden, und die Zuschauerzahlen steigen heuer wieder signifikant. Spannender sportlicher Wettkampf auf höchstem Niveau, nur darauf kommt es im Motorsport an, alles andere ist irrelevant.”

(APA)



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