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Sternschnuppenstrom der Perseiden 2017 von Wien aus beobachten

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden ist heuer besser zu sehen als die letzten Jahre Der Sternschnuppenstrom der Perseiden ist heuer besser zu sehen als die letzten Jahre - © dpa/Marcus Führer (Sujet)
Wie jedes Jahr ist der Sternenhimmel auch heuer Mitte August um eine Attraktion reicher: die Perseiden. Dieser Meteorstrom ist einer der stärksten des Jahres und zieht in der warmen Jahreszeit besonders die Aufmerksamkeit auf sich. Wie man die Sternschnuppen in Wien von 11. bis 13. August 2017 am besten sehen kann, lesen Sie hier.

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Wie die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) infromiert, sind Meteore, im Volksmund auch Sternschnuppen genannt, das ganze Jahr über durchaus häufig. Doch wenn ein Meteorstrom auftritt, steigt ihre Zahl merklich an. Im Jahr 2017 ist die Beobachtbarkeit laut WAA aber vom Mondlicht teilweise eingeschränkt. Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie lädt zu Nächten der Sternschnuppen von 11. bis 13. August ab jeweils 21 Uhr auf die Sophienalpe, Wien 14 zum gemeinsamen Beobachten. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

So entsteht der Sternschnuppen-Regen der Perseiden

Alljährlich Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Der Name kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen. Der Meteorstrom wird auch “Tränen des Laurentius” genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurden.

Die heuer eingeschränkte Beobachtbarkeit hängt mit der Tatsache zusammen, dass der partiell verfinsterte Vollmond vom 7. August auch wenige Nächte danach schon vor Mitternacht aufgeht und dann noch immer relativ hell leuchtet. Trotzdem dürfte sich der Blick zum Himmel vor allem zum Maximum des Meteorenstromes zwischen dem 12. August, 16.00 Uhr, bis zum 13. August, 4.30 Uhr, lohnen. Die besten Chancen auf Sichtungen haben Beobachter im Hochgebirge, wo in dieser Nacht zwischen 1.00 und 4.00 Uhr laut WAA-Angaben zehn und mehr Sichtungen pro Stunde möglich sind. Im innerstädtischen Raum wie eben auch in Wien sinke diese Rate jedoch auf drei bis vier beobachtbare Sternschnuppen.

Perseiden 2017: Das Maximum des Sternschnuppenstroms

Das Maximum dieses Meteorstroms liegt zwischen 12. August 16.00 Uhr MESZ und 13. August 04.30 Uhr MESZ. Da es aber sehr breit ist, sind in den Nächten vom 11. auf 12. und  12. auf 13. August vermehrt Meteore zu beobachten.

Ein mitbestimmender Faktor für die Beobachtung ist aber der Mond. Da der Vollmond am 7. August eintritt (Mondfinsternis!), geht der noch recht volle Mond schon vor Mitternacht auf und erhellt die Nächte der Perseiden erheblich.

Alexander Pikhard von der WAA erklärt: „Theoretisch sind bei den Perseiden über 100 Meteore pro Stunde möglich, aber nur unter idealsten Bedingungen, die in unseren Breiten ohnedies nie eintreten können. Je heller der Himmel ist, durch künstliches Licht oder auch durch den Mond, desto weniger Sternschnuppen sind zu sehen. In Stadtnähe oder bei Vollmond sind es nur wenige Erscheinungen pro Stunde.“

Die Sichtbarkeit der Perseiden 2017

Diese Infografik erläutert, wie viele Meteore pro Stunde in welchem Zeitraum und bei welchen Beobachtungsbedingungen zu erwarten sind.

infografik_sichtbarkeit_100_mit_mond

Sternschnuppen schauen in Wien

Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie lädt gemeinsam mit dem Hotel-Restaurant Sophienalpe am 11., 12. und 13. August jeweils ab 21 Uhr zu Sternschnuppennächten auf die Sophienalpe in Wien. Beobachtung nur bei Schönwetter. Wetterauskunft am Tag der Veranstaltung ab 17 Uhr unter facebook.com/waa.wien. Gäste sind herzlich willkommen, die Teilnahme ist frei, Geräte sind nicht erforderlich, für das leibliche Wohl der Beobachterinnen und Beobachter wird gegen Bezahlung gesorgt.WICHTIG: Wegen Feuergefahr herrscht auf der Wiese strengstes Rauchverbot. Da es nur beschränkt Parkplätze gibt und das Parken entlang der Straßen verboten ist, wird ersucht, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Tipps zur Beobachtung des Meteorschauers

Zur Beobachtung von Meteorschauern braucht man keine optischen Hilfsmittel wie Ferngläser oder gar Fernrohre; am besten geht es mit dem freien Auge. Am bequemsten ist die Beobachtung im Liegen (Campingliege oder Decke). Wichtig ist ein freier Blick ohne störendes Licht auf den ganzen Himmel. Wiesen oder Felder außerhalb der Stadt bieten sich besonders gut an.

Der Ursprung der Perseiden: Staub im Weltraum

Dass der Raum zwischen den Planeten unseres Sonnensystems nicht leer ist, wird uns bei Sternschnuppen bewusst – sie sind eine Folge von Staub im Weltraum. Eine der Quellen für den Staub sind Kometen, die aus Staub und Eis bestehen und bei jeder Annäherung an die Sonne einen Teil ihrer Materie verlieren. Dabei gelangen Staubteilchen in das Sonnensystem, die entlang der Bahn des Kometen die Sonne wie winzigste Planeten umkreisen.

Kreuzt die Erde die Bahn eines solchen Kometen, dann dringen die winzigen, oft nur Mikrometer kleinen Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, wo sie praktisch schlagartig verdampfen. Hinter dem verdampften Teilchen bildet sich ein Kanal ionisierter Atmosphäre, der durch Rekombination leuchtet. Wir sprechen von einem Meteor oder einer Sternschnuppe.

Erde kreuzt die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle

perseiden-schema-waa

Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Der Staub dieses Kometen erzeugt den Meteorschauer der Perseiden, die so heißen, weil sie scheinbar aus dem Sternbild des Perseus auf uns zu rasen.

Sternschnuppenstrom der Perseiden ist heuer eineinhalb Mal stärker

Natürlich liegt das Sternbild viel, viel weiter von uns entfernt als der Staub in der Kometenbahn. Erst die Perspektive erzeugt den Eindruck der aus dem Perseus strömenden, “fallenden Sterne”.

2016 wurde diese Bahn von der Anziehungskraft des Planeten Jupiter verändert und etwas näher an die Erde gerückt, so dass der Meteorstrom heuer rund eineinhalb Mal stärker ausfallen dürfte als in den vergangenen Jahren.



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