9. September 2012 10:46; Akt.: 9.09.2012 11:04

Stronach will sein privates Geld in ÖBB stecken

Magna-Gründer und Neo-Politiker Frank Stronach bleibt bei seinem Kaufangebot für die ÖBB. Es sei ihm wirklich “ein persönliches Anliegen”. Für die Rettung der Bahn sei er bereit, privates Geld herzugeben, wird der Austrokanadier, dessen Vermögen auf 2,35 Milliarden Euro geschätzt wird, in der Sonntagausgabe der Tageszeitung “Österreich” zitiert.

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An der Sanierbarkeit der Bahn, die etwa 20 Mrd. Euro Schulden angehäuft hat, hat er offenbar keine Zweifel: “Alles ist sanierbar. Es geht nicht nur um die ÖBB, ganz Österreich muss saniert werden”, meint Stronach. Finanzministerin Fekter ist jedenfalls skeptisch, ob Stronach der Richtige ist, auch wenn eine Teilprivatisierung der Bahn ÖVP-Position sei.

Teilprivatisierung für Fekter vorstellbar

“Ich bin skeptisch, ob es Stronach nur um die Förderungen und staatlichen Zuschüsse für die ÖBB geht. Er hat bei seinen Engagements immer hohe staatliche Unterstützung in Anspruch genommen – damit natürlich auch Arbeitsplätze geschaffen. Aber ein ÖBB-Verkauf macht nur Sinn, wenn er die Steuerzahler entlastet”, so die Ministerin laut “Österreich”. Für das operative Geschäft könne sie sich eine Privatisierung vorstellen, dort gebe es Unzulänglichkeiten.

Stronach müsse aber erst einmal Details liefern – was dieser auch vorhat. “Ich bin bereit, die ÖBB zu durchleuchten, mir die Strukturen anzuschauen, um gute Vorschläge zur Sanierung zu bringen. Mir geht es nicht nur um Teile der ÖBB, wie den Güterverkehr, man muss sich das ganze Unternehmen anschauen”, stellte er klar.

Androsch spricht von einem Gag

Ex-Vizekanzler Hannes Androsch hält die gesamte Diskussion für einen Gag: “Wenn er so viel Unterstützung des Staates brauchen wird wie in Kanada oder in Österreich, wo er Förderungen kassiert und Umwidmungsgewinne bei Grundstücken erzielt hat, dann ist es besser, der Staat behält es gleich selbst. Die Bundesbahnen sind eine Versorgungsaufgabe, daher ist das ein Sommergag”, sagte er der “Kronen Zeitung”.

 



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