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Tattoos gegen globale Probleme

Tattoos gegen globale Probleme
Globale Krisen verschwinden in der schnelllebigen Medienwelt meist rasch wieder aus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Tattoos sollen dabei helfen, das zu ändern.

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Das Social-Tattoo-Project hat es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige Themen wieder ins rechte Licht zu rücken. Um das zu erreichen, werden Tätowierungen zu entsprechenden Problemen auf der Haut von Freiwilligen platziert.

Online-Abstimmung

Die Idee zu den sozialkritischen Tätowierungen ist drei Praktikanten der Werbeagentur BBH Barn in den USA gekommen. Sie schlagen jede Woche vier Themen vor, über die dann per Twitter abgestimmt wird. Der Gewinner-Vorschlag wird dann auf der Haut eines Freiwilligen verewigt. Der Empfänger des Gratis-Tattoos weiß bis zum Schluss nicht, welches Motiv ihm überhaupt gestochen wird. Bislang haben fünf Personen die speziellen Hautverzierungen bekommen. Die bisherigen Motive betrafen Menschenhandel, Haiti, Armut, Norwegen und Japan.

Um bei Twitter abstimmen zu können, müssen Internetnutzer einen Tweet mit #socialtattoo und #ihrem Lieblingsthema an @social_tatoo schicken. Das Thema mit den meisten Tweets gewinnt. Die Kosten für die Tattoos werden bisher von den Initiatoren der Aktion getragen, allerdings sind die Mittel der Praktikanten beschränkt, weshalb sie auf Spenden hoffen. Außerdem erwarten sie, dass Tätowier-Studios sich mit Rabatten an dem Projekt beteiligen. Der bisherige Hautschmuck wurde in einem Studio in New York gefertigt, das bereits Preisnachlässe gewährt hat.

Guter Zweck

Auf der Internetseite von The-Social-Tattoo heißt es: “Die Menschen kümmern sich genau eine Woche lang um eine weltweite Krise. Wir denken, dass die Probleme der Welt mehr Aufmerksamkeit verdienen. Unser Projekt schafft dauerhaftes Mitgefühl”. Der Andrang an Freiwilligen scheint dem Projekt recht zu geben. Es gibt bereits Anfragen aus Australien und Brasilien, berichtet mashable.com. Ob die Aufmerksamkeit für die Themen wirklich von Dauer ist, wird sich aber erst zeigen.

Auch gemeinnützige Organisationen nutzen neue Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf bestimmte Ereignisse zu lenken. Amnesty International (AI) hat kürzlich einen Flashmob für Syrien veranstaltet. “Natürlich beschäftigen wir uns mit neuen Entwicklungen. Eine Aktion wie die Tätowierungen würden wir aber nicht machen, das passt nicht zu Amnesty.”, sagt AI-Sprecher Ferdinand Muggenthaler auf Anfrage von pressetext. (pte Austria)



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