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Teamgold als wichtiger Prestigeerfolg für den ÖSV

Österreich räumt bei der WM ab Österreich räumt bei der WM ab
Österreichs Team räumt bei der Ski-WM in den USA weiter im großen Stil ab. Im Teambewerb holte Rot-Weiß-Rot am Dienstag bereits Goldmedaille Nummer vier, hinzu kommen zwei Silberne und eine Bronzene. Dementsprechend entspannt und zufrieden durfte das ÖSV-Team den rennfreien Mittwoch genießen. Ab Donnerstag gehen dann in Vail/Beaver Creek die vier Technik-Bewerbe über die Bühne.

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“Wir gewinnen jetzt seit 25 Jahren im Weltcup den Nationencup. Dann ist es natürlich spitze, wenn man bei der WM auch den Teambewerb holt”, freute sich ÖSV-Sportdirektor Hans Pum. “Diese Goldmedaille freut mich besonders. Denn sie bestätigt einfach, dass wir breit aufgestellt sind”, meinte der Oberösterreicher.

Im Gegensatz zu manch anderen Nationen überließen die Österreicher auch im Mannschaftsbewerb kaum etwas dem Zufall. “Wir haben diesen Bewerb sehr ernst genommen, wir wollten diese Goldmedaille unbedingt”, meinte Pum. Besonders wichtig dürften die Extraeinheiten für den Start mit eigenen Startmaschinen auf der Reiteralm gewesen sein, zudem wurde vermehrt der enge Torabstand trainiert. “Es ist uns alles aufgegangen, das ist eine super Geschichte”, so Pum.

Als ÖSV-Teamchef fungierte in Vail Andreas Puelacher, der Cheftrainer der Herren. “Das war wirklich eine Topleistung von allen vier, die gefahren sind”, meinte der Tiroler angesichts der Leistungen von Marcel Hirscher, Christoph Nösig, Eva-Maria Brem und Michaela Kirchgasser. Puelacher hofft, dass in Zukunft auch die anderen Nationen mit ihren Topstars ans Werk gehen werden.

Auch Puelacher betonte, dass Gold der Lohn für die gewissenhafte Vorbereitung war: “Wir haben uns wirklich vorbereitet auf diesen Bewerb, mit Starttraining und allem Drum und Dran. Wir haben dieses Rennen nicht nur so nebenbei mitgenommen. Für den Verband war es enorm wichtig, hier Gold zu machen.” Bereits 2018 könnte der Teambewerb auch olympisch sein, IOC-Präsident Thomas Bach hatte dies bei seinem Besuch in Beaver Creek in Aussicht gestellt.

Brem freute sich gleich im ersten WM-Rennen ihrer Karriere über Gold. “So schnell kann’s gehen, jetzt bin ich Weltmeisterin”, sagte die Tirolerin, die sich nun etwas entspannter ihrer Paradedisziplin Riesentorlauf widmen kann. “Es war mein Traum, dass ich in diese WM mit einer Teammedaille starte. Ich wollte den Riesentorlauf einfach nicht zu groß und wichtig für mich werden lassen. Dass ich dieses Projekt jetzt mit Gold abgeschlossen habe, ist einfach genial.”

Von der sportlichen Wertigkeit des Teamrennens ist Brem voll überzeugt. “Warum soll es im Biathlon oder im Skispringen einen Teambewerb geben und bei uns nicht?”, fragte Brem.

Die uneingeschränkte “Miss Teambewerb” ist Kirchgasser. Die Salzburgerin gewann nach 2007 und 2013 bereits zum dritten Mal WM-Gold in diesem Bewerb. “Das war eine richtig enge Kiste, die wir dank perfektem Teamwork gewonnen haben”, sagte Kirchgasser, die einen Tag nach Kombi-Bronze ihre zweite Medaille in Vail/Beaver Creek holte. Kirchgasser strich das Spezielle an diesem Wettkampf hervor: “Es ist das Gefühl, dass du nicht nur für dich, sondern fürs Team und fürs ganze Land fährst.”

Über seine erste Medaille bei einem Großereignis durfte neben Brem auch Nösig jubeln. Der Tiroler hatte im Finale gegen Kanada sogar die Ehre, mit seinem Laufsieg den Sack endgültig zuzumachen. “Ich hab gewusst, wie es steht. Natürlich hab ich schon ein bisschen Druck gespürt. Aber ich hab nicht daran gedacht, dass es ein WM-Rennen ist, das hab ich perfekt ausblenden können. Als dann im Ziel alle auf mich zugesprungen sind, wusste ich, dass es sich ausgegangen ist”, berichtete Nösig.

Auch für Nösig war es “kein Larifarirennen, das war wirklich eine ganz enge und umkämpfte Geschichte”. Für den 29-Jährigen ging es bereits am (heutigen) Mittwoch mit der teaminternen Qualifikation für den Riesentorlauf weiter. Nösig, Philipp Schörghofer und Matthias Mayer matchen sich in Vail um die zwei freien Tickets fürs Riesentorlauf-Aufgebot.



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