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Theaux im ersten Kitz-Training vor Reichelt und Svindal

Der Franzose meisterte die Streif im ersten Training am schnellsten Der Franzose meisterte die Streif im ersten Training am schnellsten
Von Läufer zu Läufer hat sich die Kitzbüheler Streif bereits im ersten Abfahrtstraining ruppiger präsentiert. Vor allem ab der Hausbergkante, wo auf den Renn-Samstag hin noch Arbeiten vorgenommen werden müssen. Mit dem Franzosen Adrien Theaux vor Hannes Reichelt und dem Norweger Aksel Lund Svindal lagen die Favoriten vorne. Max Franz stürzte und verletzte sich – seine Saison ist damit vorbei.

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Der Wengen-Zweite Reichelt hatte nur 0,21 Sekunden Rückstand auf Theaux, und schon nach der ersten Trainingsfahrt meinte der Streif-Sieger von 2014: “Das wird sicher zäh! Oben ist sie ganz gut beieinander, aber es wird sicher sehr schlagig. Der Steilhang und die Hausbergkante und Traverse sind nicht ohne. Da brauchst Eier. Heute bin ich nicht am Limit gefahren und trotzdem drübergepäppelt.”

Er glaubt aber, dass man das bis Samstag gut hinbekommen werde. “Aber die unruhige Geschichte wird sicher bleiben. Unten ist es sicher am zähesten, da musst du das Herzerl in die Hand nehmen, definitiv. Wenn du am Limit fährst, ist der Grad wieder mal sehr schmal.”

Top-Favorit bleibt für den Salzburger der vierfache Abfahrts-Saisonsieger Svindal, auch wenn dieser in Santa Caterina mit den extrem schlagigen Verhältnissen nicht so gut zurecht gekommen war. “Aber der lernt aus solchen Fehlern. In Santa Caterina war er weit weg, heute ist er schon beim ersten Training voll dabei”, sagte Reichelt.

Svindal (3./0,29) wünschte sich, dass man im oberen Teil noch ein wenig den Neuschnee “rausputzt” und hob die Schwierigkeit ab der Hausbergkante hervor: “Es ist brutal unruhig und bis zur Ausfahrt Schrägfahrt richtig schwierig. Unten muss man mit Courage fahren, mit guter Balance hineinkommen und bereit für alles sein.”

Nachdem der Norweger am Samstag das erste Mal in Wengen gewonnen hat, will er sich nun auch den ersten Sieg in der Kitzbühel-Abfahrt holen. “Du kannst als Favorit herkommen, aber um zu gewinnen, muss man nicht unbedingt Glück haben, aber darf auch kein Pech haben.” Wenn man für eine Liste wählen müsse, würde man Kitzbühel nehmen, aber das Ergebnis zähle gleich “groß” wie in Beaver Creek, Lake Louise oder Kvitfjell. “Egal auf welcher Strecke, du fährst immer gegen die Besten der Welt.”

Für einen österreichischen Abfahrer wird es freilich nie etwas Größeres geben als Kitzbühel, weshalb Klaus Kröll auch froh war, dass er nach Rang drei in Wengen auch für die Streif bereit zu sein scheint. Als 13. hatte er 1,17 Rückstand. “Es war ganz okay, ich war noch nicht wirklich voll am Limit, habe mir bei ein paar Passagen Luft gelassen. Unten rein ist das schon richtig Hardcore, da hat es den Max aufgestellt”, sagte der Steirer.

Max Franz fuhr nach seinem Sturz in der Traverse noch selbst ins Ziel, wurde aber mit Schmerzen im linken Knie und linken Handgelenk zu Untersuchungen nach Innsbruck gebracht. Der Kärntner zog sich einen Kapseleinriss im linken Kniegelenk, einen Riss des vorderen Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk und eine Absprengung am Mondbein am linken Handgelenk zu. Laut dem behandelnden Arzt muss Franz acht Wochen pausieren, was das vorzeitige Ende der Weltcup-Saison bedeutet.

“Da kommen ein paar Sachen zusammen, da müssen sie ein bisserl was tun. Du springst runter, dann ist die Kompression ziemlich ausgeprägt… dann sind lauter Schläge rüber, du musst aber die ganze Richtung für die Schrägfahrt machen”, beschrieb Kröll die Schwierigkeit. “Ich weiß, wie das am Samstag ausschaut, da wird das Tempo höher. Dann sind wir weit weg von leicht.” An manchen Stellen liegt auch noch etwas Schnee drinnen. “Das entwickelt sich alles erst. Auch die Spur. Da wird so viel gerutscht und gearbeitet, da geht es dann dahin.”

Wie schnell die Streif ihr wahres Gesicht zeigen kann, merkt man auch an den Worten von Otmar Striedinger (18./+1,50), der mit Startnummer eins gefahren war und damit die besten Bedingungen aller vorfand: “Bis zum Hausberg ist es richtig langsam heuer, dann wird es interessant bis ins Ziel.” Er sei noch nicht “mit dem letzten Hemd” unterwegs gewesen, es sei aber eine Fahrt, auf der man aufbauen könne.

Vincent Kriechmayr (29./+2,52) hat bei seiner erst insgesamt dritten Fahrt auf der Originalstreif schon großes Risiko genommen. “Ich bin fast draußen gelegen, habe viele Fehler gemacht. Aber es ist so ein geiles Gefühl, wenn man herunten steht und sagen kann, man hat die Streif bezwungen.”

Auch seiner Meinung nach muss unten noch an der Piste gearbeitet werden. “Hannes ist Athletensprecher. Und sicher ist es den Verantwortlichen aufgefallen, dass es schon sehr am Limit war. Da müssen sicher ein paar Passagen ausgebessert werden, damit wir am Samstag ein sicheres, aber geiles Rennen haben.”



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