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Physiotherapeut angeklagt: Prozess in Linz vertagt

Der Physiotherapeut soll die Lage seiner Patientinnen ausgenutzt haben Der Physiotherapeut soll die Lage seiner Patientinnen ausgenutzt haben - © APA (dpa)
Der Prozess um einen 46-jährigen Physiotherapeuten in Linz, der drei betagte Patientinnen während Therapien sexuell missbraucht bzw. belästigt haben soll, wurde auf 27. Februar vertagt. Es werden weitere Zeugen geladen und ein physiotherapeutisches Gutachten eingeholt. Er räumt laut Staatsanwaltschaft sexuellen Kontakt mit einer Frau ein, der aber einvernehmlich gewesen sei.

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Der 46-jähriger Angeklagte, ein gebürtiger Iraner, der seit langem niederländischer Staatsbürger ist und seit dem Jahr 2000 in Linz als Physiotherapeut arbeitet, betreute seine Patientinnen bei diesen zu Hause. Zwischen Mai 2015 und Mai 2017 soll es laut Staatsanwaltschaft zu Übergriffen auf drei Frauen gekommen sein.

So soll sich der Angeklagte zweimal an einer damals 75-jährigen, körperlich schwer beeinträchtigten und hilfsbedürftigen Frau vergangen haben. Als er versucht habe, in sie einzudringen, sei die Pensionistin “völlig perplex” gewesen und habe sich aufgrund ihrer körperlichen Verfassung auch nicht wehren können, so Staatsanwältin Doris Fiala. Die Frau habe zunächst gedacht, das gehöre zur Therapie, sich später dann aber doch einem Altenbetreuer anvertraut.

Das zweite mutmaßliche Opfer war zum Tatzeitpunkt 89 Jahre alt – eine Pensionistin, die nach einer Schulterverletzung Physiotherapie benötigte. Der Angeklagte soll sie an der Brust begrapscht, sich auf die am Bauch liegende Frau gesetzt und seinen Penis an ihr gerieben haben. Nach zwei derartigen Vorfällen beendete die Patientin die Therapie. Auch eine dritte Frau soll der 46-Jährige bei den Behandlungen sexuell belästigt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann sexuellen Missbrauch einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person, sexuelle Belästigung und öffentliche geschlechtliche Handlungen vor. Das wäre im Falle eines Schuldspruchs mit einem bis zehn Jahren Haft zu ahnden. Laut seinem Verteidiger Helmut Blum sei der Mann aber unschuldig. Der Anwalt sagte, es gebe Ungereimtheiten in den Aussagen der Opfer, die er herausarbeiten wolle.

Nach den Eröffnungsplädoyers schloss Richterin Ursula Eichler die Öffentlichkeit aus. Ob am Montag noch ein Urteil gesprochen wird, war unsicher, die Vorsitzende rechnete eher nicht damit.

(APA)



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