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Thiem nach Sieg über Coric im Halbfinale von Madrid

Erst gegen Ende des Spiels musste Thiem Kräfte investieren Erst gegen Ende des Spiels musste Thiem Kräfte investieren - © APA (AFP)
Nächstes Highlight für Dominic Thiem: Österreichs Tennis-Star zog am Freitag zum ersten Mal in seiner Karriere ins Halbfinale eines ATP-Masters-1000-Turniers ein. Im Viertelfinale von Madrid hatte der Ranglistenneunte aus Lichtenwörth gegen den kroatischen Lucky Loser Borna Coric wenig Mühe, gewann nach fast 1:20 Stunden 6:1,6:4. Im Kampf um das Endspiel wartet am Samstag Pablo Cuevas aus Uruguay.

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Thiem glückte damit die Revanche am 20-jährigen Coric für die 1:6,5:7-Niederlage in der zweiten Miami-Runde auf Hartplatz im März im zuvor einzigen Duell der beiden auf der Tour. Für den Niederösterreicher war es im fünften Antreten im Viertelfinale eines Turniers dieser Kategorie, der zweithöchsten nach den Grand-Slam-Events, der erste Erfolg. Der wird sich auch in der Rangliste widerspiegeln, ist dem 23-Jährigen doch schon jetzt der Vorstoß von Rang neun auf sieben sicher. Er stellt damit sein bisheriges Karriere-Hoch ein, Siebenter war er auch schon im Juni 2016 gewesen.

Thiems größere Klasse war schon im ersten Satz augenscheinlich. Der Niederösterreicher nutzte gleich seine erste Breakchance zum 3:1. Auch da seine ersten Aufschläge nicht nach Wunsch kamen, hatte der ÖTV-Star bei eigenem Service doch Mühe. Das vor allem im fünften Game, in dem er bei einem 0:40-Rückstand aufwachte und mit fünf Punkten in Serie doch noch auf 4:1 stellte. Nach einem weiteren Break servierte er souverän zum 6:1 aus, Satz eins war nach etwas mehr als einer halben Stunde in der Tasche.

Coric fand danach besser in die Partie, bis zum 3:3 blieb alles in der Reihe, trotz einer mehrminütigen Behandlungspause des Ranglisten-59. wegen Problemen an der Schulter beim Stand von 2:1 für den Kroaten. Vorentscheidend war das siebente Marathon-Game. Der Andy-Murray-Bezwinger ließ mehrere Chancen aus, Thiem nutzte in der Folge seine dritte Breakchance zum 4:3. Es war etwas Glück dabei, der Schiedsrichter gab den Ball gut, dieser hatte die Linie gerade noch angerissen. Coric war völlig entnervt, konnte nicht mehr zurückschlagen. Thiem verwertete nach fast 1:20 Stunden seinen zweiten Matchball zum 6:4.

“Es war ein sehr gutes Match von mir, ich bin sehr zufrieden, obwohl ich von Zeit zu Zeit richtig nervös geworden bin, schließlich ist es um mein erstes Semifinale bei einem 1000er-Turnier gegangen”, resümierte Thiem im Sky-Interview. Er habe geschaut sein Spiel durchzuziehen. “Im ersten Satz war es ein bisschen glücklich, dass ich fast alle Games mache, im zweiten Satz habe ich mich reingebissen und bin belohnt worden. Ich habe mich auf meinen Aufschlag verlassen können, alles in allem war es eine gute Vorstellung”, freute sich Österreichs Topspieler.

Der in Madrid von Joakim Nyström gecoachte Thiem hatte also deutlich weniger Mühe als noch am Donnerstag, an dem er den Bulgaren Grigor Dimitrow erst nach fünf abgewehrten Matchbällen im Achtelfinale niedergerungen hatte. 360 ATP-Punkte sowie ein Preisgeld von 257.555 Euro (brutto) hat er bereits sicher. Grund zum Jubeln hatte er am Freitag auch aus einem anderen Grund, sein Fußball-Lieblingsclub Chelsea wurde fast zeitgleich englischer Meister.

Mit Kitzbühel-Starter Cuevas wartet nun am Samstag in der Night-Session (nicht vor 21.30 Uhr) neuerlich ein Ungesetzter. Der sechsfache Turniersieger (heuer in Sao Paulo auf Sand) hat das bisher einzige Duell 2015 bei den French Open in der Runde der letzten 64 mit 7:6(7),7:5,6:7(5),7:5 gewonnen. Der 31-Jährige ist die Nummer 27 der Welt, setzte sich im Viertelfinale gegen den Deutschen Alexander Zverev mit 3:6,6:0,6:4 durch.

“Er spielt ein sehr gutes Turnier, hat ‘Sascha’ geschlagen, der muss richtig gut drauf sein. Er spielt aggressiv von hinten, hat einen super Kick-Aufschlag, der schwer zu retournieren sein wird bei der Höhenlage”, blickte der als Nummer acht gesetzte Thiem auf das Duell mit dem Viertelfinalisten von Monte Carlo und Indian Wells voraus.

Kurioserweise könnte es zugleich die Generalprobe für nächste Woche sein. Beim Masters-1000-Event in Rom, dem letzten Turnier vor den French Open, könnte es in der zweiten Runde nämlich neuerlich zum Duell kommen. Thiem hat zum Auftakt ein Freilos, Cuevas muss zuerst seine erste Runde gegen einen Qualifikanten oder Wild-Card-Spieler gewinnen.

(APA)



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