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Tipps vom Camping-Experten: So beladen Sie Ihr Wohnmobil richtig

Achtung bei der Gewichtsverteilung, denn diese beeinflusst die Fahrstabilität. Achtung bei der Gewichtsverteilung, denn diese beeinflusst die Fahrstabilität. - © ÖCC
Camping-Urlaube werden in Österreich immer beliebter. Wer eine Reise mit dem Wohnmobil oder- wagen plant, sollte auf die richtige Beladung achten. Vor allem Fehler beim zugeladenen Gewicht und dessen Verteilung können hohe Strafen nach sich ziehen. Ein Experte gibt Tipps, wie man mit dem Camping-Fahrzeug straffrei unterwegs ist.

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Wer in diesen Tagen eine Reise mit Wohnmobil oder -wagen plant, sollte bei der Beladung achtsam sein. Das zugeladene Gewicht und dessen Verteilung haben erheblichen Einfluss auf Bremsverhalten und Fahrstabilität. “Das höchstzulässige Gesamtgewicht sollte nicht nur aufgrund der erhöhten Unfallgefahr im Auge behalten werden – es drohen auch hohe Strafen”, weiß ÖCC-Experte Daniel Kunc.

“In Österreich beispielsweise reichen die Strafen bei Überladung bis 5.000 Euro, wobei Organmandate bis zu 210 Euro noch an Ort und Stelle eingehoben werden können. Bei einer Überladung von mehr als zwei Prozent kann man von der Exekutive an der Weiterfahrt gehindert werden.” Die Strafrahmen sind je nach Reiseland unterschiedlich, billig kommt man jedoch nirgends davon.

Achtung bei der Führerschein-Klasse

“Die meisten Camper in Österreich besitzen einen Führerschein der Klasse B”, weiß Kunc. “Dieser berechtigt zum Lenken eines Wohnmobils oder eines Gespanns, also Zugfahrzeug plus Wohnwagen, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilo. Alles, was darüber hinausgeht, darf mit dieser Führerscheinklasse nicht mehr bewegt werden.”

Mit einer siebenstündigen Zusatzausbildung und Eintragung des Code 96 in den Führerschein lässt sich dieses Limit auf 4.250 kg anheben. Wer ein schwereres Gespann oder Wohnmobil fahren möchte, benötigt zumindest einen Führerschein der Klasse C1 für Leicht-Lkw bis 7.500 kg.

Mit dem Camping-Fahrzeug straffrei unterwegs: Der Camping-Experte gibt Tipps

Kapazität:
Grundsätzlich sollte man beim Verstauen des Gepäcks die Beladungskapazität beachten – diese errechnet sich aus der Differenz zwischen Leer- und höchstzulässigem Gesamtgewicht. “Ein Blick in die Fahrzeugpapiere schafft Klarheit, wie viele Kilos mitgeführt werden dürfen”, empfiehlt der ÖCC-Experte. “Zur Zuladung zählt Gepäck, Ausrüstung und Gewicht der Besatzung – ausgenommen des Fahrers, der bereits im Leergewicht eingerechnet ist.” Aber auch Betriebsstoffe wie Diesel, Wasser und Gasflaschen zählen zur Zuladung. Kommt noch eine umfassende Komfort-Ausstattung mit Fahrradträger (etwa 40 kg) und TV samt Antenne (etwa 15 kg) hinzu, sind die gesetzlichen Gewichtslimits schnell erreicht.

Gewichtsprüfung:
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Zuladung und das Gesamtgewicht vor Reiseantritt zu kontrollieren. Dazu kann man beispielsweise auf eine öffentliche Waage fahren oder man verwendet eine handliche Radlast-Caravanwaage, die nicht nur Auskunft über das Gesamtgewicht, sondern auch über die Gewichtsverteilung auf die Radseiten Auskunft gibt – so können Reifenschäden verhindert werden. Erhältlich ist solch eine Radlast-Caravanwaage im Fachhandel.

Gewichtsverteilung:
Das Gewicht sollte rechts und links sowie vorne und hinten möglichst gleichmäßig verteilt sein. “Schwere Gegenstände, z. B. Vorzeltgestänge oder Konserven, gehören nach unten oder in die Stauräume nahe der Achse. Je tiefer der Schwerpunkt, desto besser die Straßenlage”, so ÖCC-Experte Kunc. Ebenfalls wichtig: Lose Gegenstände muss man fixieren, damit sie nicht zu gefährlichen Geschossen werden.

Stützlast:
Wichtig ist auch, die zulässige Stützlast von Wohnwagendeichsel und Anhängerkupplung zu beachten. “Das Gewicht, das auf den Kugelkopf des Zugfahrzeuges drücken darf, ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren zu finden”, hält der ÖCC-Experte fest. “Bei zu hoher Stützlast verringert sich die Belastung der Vorderräder am Zugwagen, sodass der Kontakt zur Fahrbahn nachlässt.” Mit einer Personenwaage und einem stabilen Stab, der zwischen Kugelkopf-Aufnahme des Caravans und der Waage gestellt wird, lässt sich die richtige Stützlast einfach und kostengünstig ermitteln. Spezielle Stützlastwaagen sind im Fachhandel erhältlich.

Dachträger und Heckgarage:
Dachträger sind eher für leichte Zuladung ausgelegt. “Beispielsweise ist ein Surfbrett zwar sperrig, hat aber wenig Gewicht und kann daher mittels Dachträger transportiert werden”, erklärt Kunc. “Nutzt man die Heckgarage, z.B. für Fahrräder, muss das für die Hinterachse verträgliche Gewicht beachtet werden.”

>> Camping-Urlaube werden immer beliebter



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