13. Juli 2012 14:22; Akt.: 13.07.2012 16:03

Tote in der Slowakei: Lebensgefährte als Mord-Verdächtiger in Haft

Diese Frau wurde tot in der Slowakei gefunden Diese Frau wurde tot in der Slowakei gefunden - © BPD Wien
Im Fall um die verbrannte Frauenleiche, die bereits im November 2010 auf einem Feld in der Slowakei aufgefunden wurde, wurde nun ein Tatverdächtiger festgenommen. Bei dem 28-Jährigen handelt es sich um den Lebensgefährten der Frau.

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Das Landeskriminalamt Wien verzeichnet einen Fahndungserfolg im Fall einer bereits am 21. November 2010 in einem Feld in Holice bei Bratislava (Slowakei) entdeckten verbrannten Toten.

Der Fall um die in der Slowakei gefundene Frauenleiche

Die Frauenleiche war als eine seit 16. Oktober 2010 abgängige Kellnerin aus Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus identifiziert worden. Es handelte sich um eine zweifache Mutter. Nun wurde der ehemalige Lebensgefährte der Frau wegen Mordverdachts verhaftet, wie die Polizei am Freitag berichtete. Die 28-jährige gebürtige Kosovarin, die in Wien-Rudolfsheim als Kellnerin gearbeitet hatte, galt seit 16. Oktober 2010 als vermisst. Als Mordmotiv werden Streitigkeiten angenommen.

Nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien wurde am Donnerstag der ehemalige Lebensgefährte des Opfers festgenommen und in die Justizanstalt Josefstadt überstellt, wo am Wochenende über die Verhängung der Untersuchungshaft entschieden wird. Medienberichten zufolge soll er jedoch sämtliche Vorwürfe bestreiten.

Identifizierung mittels DNA-Analyse

Die im November 2010 in der Slowakei entdeckte Leiche konnte mittels DNA-Analyse Anfang Juni 2011 als Shqiponje A. (Flora A.)  identifiziert werden. Die Ermittler hatten seinerzeit versucht, Klarheit über das Motiv für das Tötungsdelikt zu bekommen. So gingen sie etwa Hinweisen nach, dass die 28-jährige gebürtige Kosovarin in ihrem Heimatland eine Scheinehe eingangen sei und dass es Streitigkeiten mit diesem Ehemann gegeben habe.

Die Frau hatte laut Polizei einen großen Verwandten- und Freundeskreis. Bei der Leiche, die in der Slowakei entdeckt wurde, fand man Schmuck und eine Decke, die offenbar aus dem Besitz der 28-Jährigen stammten. Ein Faserspuruntersuchung der an der Ablegestelle gefundenen Decke führte zur Festnahmeanordnung des Mannes.

Gutachten brachte Aufschluss

Das seit Ende Juni 2012 vorliegende Gutachten beweist laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey, dass sowohl Fasern am ehemals gemeinsamen Wohnort wie auch am Fundort der Leiche von der Decke stammen würden. Die Ermittlungen werden laut Vecsey noch länger andauern, ebenso wird noch ein weiteres Gutachten im Fall um die in der Slowakei gefundene Leiche folgen.

(apa/red)



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