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Toto Wolff warnte vor Favoritenrolle in Österreich

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steht zur Favoritenrolle in Österreich, warnt aber vor Selbstüberschätzung. “Wir haben die WM und bis auf Malaysia alle Rennen gewonnen. Es wäre falsch abzustreiten, dass wir Favoriten sind. Wir dürfen uns aber nicht zu komfortabel fühlen”, sagte der Wiener wenige Tage vor dem Formel-1-Grand-Prix in Spielberg.

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Heiß ist bei Wolff auch das Thema Mercedes und Anna Fenninger. Die Ski-Weltcupsiegerin aus Salzburg und ihre jüngste Mercedes-Werbung sind beim von Audi unterstützten Skiverband (ÖSV) bekanntlich gar nicht gut angekommen. Dass Mercedes trotz der gestoppten Laureus-Kampagne damit wie im Vorjahr ausgerechnet in der Woche des Österreich-Grand-Prix auf dem Red Bull Ring in aller Munde ist, war laut Wolff aber keine Absicht. “Das war mit Sicherheit nicht so gewollt oder geplant”, ist er überzeugt.

2014 hatte man mit den Plakaten über ein “Mercedes-Heimrennen” für Aufsehen gesorgt. Nun ist die Marke mit dem Stern wegen Fenninger in der Spielberg-Woche in aller Munde. Wolff hielt sich bei der Beurteilung des Falles zurück. “Es ist schwierig, weil ich es ja nur aus den Medien kenne, keine Tatsachen und keine der handelnden Personen. Deshalb möchte ich mir kein Urteil anmaßen”, sagte der 43-Jährige beim traditionellen Medientreffen vor dem Österreich-Rennen, diesmal im Wiener Prater. Wolff: “Man ist aber sicher von der medialen Lawine überrascht worden. In unserem Sinne ist das jedenfalls nicht.”

Wolff hat freilich nicht erst wegen seiner beiden Kampf-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg einige Erfahrung im Schlichten von Streits. “Der ÖSV hat diese Strukturen geschaffen, damit diese Sportler hinauf kommen. Anna Fenninger ist die schnellste Skifahrerin Österreichs”, lautet Wolffs Zugang. Er empfiehlt: “Man muss wie in der Formel 1 Kompromisse finden und das alles nicht über die Medien ausfighten. Aber das ist meine Meinung und nicht die von Mercedes”, betonte er. Wolffs Rat: “Die meisten Konflikte kann man durch Kommunikation lösen. Man muss nur aufpassen, dass man nicht manipuliert wird.”

Spätestens ab Freitag geht es aber auch für Wolff und Co. um andere Dinge. Nämlich darum, im achten Saisonrennen den siebenten Mercedes-Sieg sicherzustellen. “Letztes Jahr kamen wir als Underdog und Österreich war unser schwierigstes Rennen”, verwies der Österreicher auf 2014, als Williams auf der kürzesten Strecke des Jahres dank Mercedes-Power im Heck die erste Startreihe auf der Berg-und-Tal-Bahn, auf der die Antriebe alleine wegen der Höhenlage sieben Prozent Leistung verlieren, okkupiert hatte. Gewonnen hat aber ohnehin Nico Rosberg vor Lewis Hamilton.

“Diesmal ist es sicher anders”, gab Wolff zu. “Wir haben die Benchmark hoch gesetzt und nun auch viel Druck. Und immer wenn du dich zu komfortabel fühlst, stolperst du auch schnell”, warnte er. “Das kann eine ganz heiße Nummer werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Ferrari oder Williams kommen. Unser Vorsprung ist nichts, womit wir für alle Ewigkeit rechnen.”

Die Vorfreude auf das Heimrennen war dem Wiener aber auch 2015 anzumerken. “Wir fliegen so viel um die Welt. Wenn du dann bei Freunden und der Familie sein kannst, ist das speziell”, sagte Wolff. “Auch für mich ist Spielberg ein nostalgischer Ort, auch für mich hat dort mit Träumen alles begonnen, ist der Motorsport-Funke übergesprungen”, beschrieb der einstige Fahr-Instruktor seine Gefühle.

“Hierher zurückzukehren, ist daher immer etwas Besonderes”, erklärte Wolff. “Wir müssen schätzen, dass wir Österreich haben. Was gibt es Schöneres als in der Steiermark inmitten von Wiesen und Bergen Formel 1 zu fahren? Wir kommen wegen der Geschichte sicher alle viel lieber nach Spielberg, Monza oder Spa als auf irgendeine Retortenstrecke, zu der du keinen Bezug hast.”

Ein neuerlicher Spielberg-Sieg wäre für Wolff doppelt emotional. “Weil es Nikis (Lauda) und meines, aber auch das Heimrennen von Red Bull ist”, sagte er augenzwinkernd. “Irgendwie verbindet uns das ja auch. Aber ja, speziell hier besonders gut auszuschauen, wäre eine tolle Sache”, machte Wolff klar, dass ein Österreich-Sieg ein spezielles Schmankerl wäre.

Dass sich die Piloten wegen der österreichischen Chefs Lauda und Wolff in Spielberg besonders am Riemen reißen, wollte Wolff aber nicht glauben. “Sie wollen überall gewinnen, weil die Punkte überall die gleichen sind. Für sie ist es mit der Ausnahme, dass das hier das schönste Ambiente ist, ein Grand Prix wie jeder andere.”

Selbst Hamiltons derzeitige Überlegenheit müsse man nicht überbewerten. “Tatsächlich sind die Unterschiede nur Hundertstel oder Tausendstel. Lewis ist richtig gut. Aber immer wenn man glaubt, dass Nico gerade eine auf den Deckel bekommen hat, kommt er wieder zurück. Er ist stark im Kopf und deshalb wird das auch so weitergehen”, meinte Wolff.



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