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Trotz Ampel und Stoppschild erneuter Pollerunfall in der Stadt

Trotz Ampel und Stoppschild erneuter Pollerunfall in der Stadt
Salzburg-Stadt – Nachdem die Ampeln als Warnung vor den Pollern eingeschaltet wurden, dauerte es nur eine Stunde bis der erste Poller wieder niedergefahren wurde.

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Zu mehr als 30 Unfällen ist es laut Polizei seit Inbetriebnahme der versenkbaren Poller am 21. Juni in der Salzburger Fußgängerzone gekommen. Damit die 80 Zentimeter hohen Zylinder von den Wagenlenkern nicht mehr übersehen werden, wurden an zwei neuralgischen Punkten Ampelanlagen samt Stoppschildern installiert. Schon am ersten Tag hatte am Montag ein Salzburger auf dem Mozartplatz das Rotlicht ignoriert. Das Auto wurde von dem hochfahrenden Poller beschädigt, dem Fahrer blüht eine hohe Strafe.

Der Lenker des BMW, der gegen 12 Uhr zu einer Buchhandlung in der Altstadt fahren wollte, beging gleich mehrere “Delikte”: Er missachtete das Stoppschild, das Rotlicht und die Haltelinie, bei der die Fahrzeuge stehen bleiben müssen. Denn erst dann funktioniert die Fernbedienung zur Versenkung des Pollers, und erst dann schaltet die Ampel auf grün. Doch der Salzburger, der im Flachgau wohnt, besaß keine Ausnahmegenehmigung für ein Befahren der Fußgängerzone nach 11 Uhr, wie Gruppenkommandant Gerit Winter von der zuständigen Polizeiinspektion Rathaus der APA schilderte.

Die Höhe der Schadenssumme stand vorerst nicht fest, sie könnte nach ersten Schätzungen rund 5.000 Euro betragen. “Die Stoßstange und der Unterboden des Autos wurden herausgerissen”, erklärte der Polizist. Der Salzburger habe versucht, einer Fiakerkutsche hinterherzufahren.

Vor der Exekutive rechtfertigte sich der Verkehrssünder damit, dass er schon seit 50 Jahren auf den Mozartplatz fahre. Den Poller habe er übersehen. Dem Lenker blüht nun eine hohe Strafe. Das Missachten eines Rotlichtes in Verbindung mit einer Haltelinie koste allein schon rund 240 Euro, meinte ein Polizeijurist. Zudem bedeute das Handeln des Autofahrers im versicherungsrechtlichen Sinne eine grobe Fahrlässigkeit.

Verärgert über den Vorfall ist der Projektleiter des Pollersystems, Christian Morgner. “Mir fällt nichts mehr ein, war wir zusätzlich noch machen sollen.” Schon aufgrund der zahlreichen medialen Berichte hätte der Flachgauer wissen müssen, dass Poller installiert wurden, betonte der Magistratsbeamte. Schnell hinter einem Fiaker hinterherzufahren, noch dazu vor den Augen von Polizisten, zeige schon von einer gewissen Ignoranz. Die Ampelregelung ist seit heute vor den beiden Pollern am Mozartplatz (vor der Ein- und Ausfahrt, Anm.) und seit gestern vor dem versenkbaren Poller in der Kaigasse in Kraft.



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