25. Oktober 2012 09:23; Akt.: 25.10.2012 09:23

Türkei lieferte Verdächtigen wegen Anschlags in Benghazi aus

Ein Gebädue des US-Konsulats in Libyen, das beim Anschlag vom 11. September 2012 in Brand gesetzt wurde. Ein Gebädue des US-Konsulats in Libyen, das beim Anschlag vom 11. September 2012 in Brand gesetzt wurde. - © EPA
Im Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Benghazi hat die Türkei einen verdächtigen Tunesier an sein Heimatland ausgeliefert. Der Anwalt des Verdächtigen erklärte, sein Mandant werde der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung beschuldigt.

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Sein Mandant sei am 11. Oktober von den türkischen Behörden der tunesischen Justiz übergeben worden, so der Anwalt am Mittwoch in Tunis. Der Verdächtige ist einer von zwei Tunesiern, die am 3. Oktober in der Türkei festgenommen wurden, weil sie mit gefälschten Papieren einreisen wollten, wie ein Gewährsmann erklärte. Der Anwalt sagte, es gebe keine Beweise, dass sein Mandant in den Anschlag verwickelt sei. Er habe auch keinen gefälschten Ausweis verwendet, sondern sei nur ein “Sündenbock, um die Amerikaner zufriedenzustellen”. Bei einer Verurteilung drohen dem Tunesier sechs bis zwölf Jahre Haft.

Noch kein Verhör durch USA

Zuvor hatte bereits US-Verteidigungsminister Leon Panetta erklärte, die USA prüften die Festnahme von zwei Tunesiern in der Türkei. Bei dem Anschlag in Benghazi waren im September vier US-Bürger getötet worden, darunter Libyen-Botschafter Chris Stevens. Aus US-Geheimdienstkreisen verlautete, Tunesien habe den Amerikanern noch nicht erlaubt, den Verdächtigen zu verhören. Daher sei noch nicht klar, wie der Mann möglicherweise mit der Tat in Verbindung stehe.

Extremist in Ägypten getötet

Aus ägyptischen Sicherheitskreisen verlautete unterdessen, ein Extremist, der ebenfalls an dem Anschlag auf das Konsulat beteiligt gewesen sein soll, sei bei Unruhen in Kairo getötet worden. Der Mann sei kürzlich aus Libyen zurückgekehrt. Er habe heranrückende ägyptische Sicherheitskräfte angegriffen und sei getötet worden.

(APA)



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