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Über Nacht kam das Eis ans Lauberhorn – “Definitiv voll zäh”

Hannes Reichelt beim Training auf der Lauberhorn-Abfahrt Hannes Reichelt beim Training auf der Lauberhorn-Abfahrt
Sehr zur Freude vieler Speedpiloten hat die Lauberhorn-Abfahrt ihre Verwandlungsfähigkeit gezeigt. Am Mittwoch noch weich und unfahrbar, hatte sich über Nacht dank Wasser-Injektionen und kalter Temperaturen ein Eisfilm über den Klassiker gelegt. “Respekt an die Pisten-Präparierer – gewaltig! Von gestern auf heute 100:1. Dass habe ich so nicht erwartet”, meinte Hannes Reichelt.

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Der Salzburger hatte im Training am Donnerstag als Vierter 0,44 Sekunden Rückstand auf dem Norweger Aksel Lund Svindal. Gefahren wurde wegen der Sichtverhältnisse vom Kombistart oberhalb des Hundschopf. Sollten es die Bedingungen zulassen, werden die Spezialabfahrer am Samstagvormittag vor dem Rennen noch ein verkürztes Training auf dem oberen Abschnitt vornehmen, um den Klassiker über die volle Distanz von 4.372 m fahren zu können.

Vorjahressieger Reichelt hofft darauf. “Es wird definitiv voll zäh, aber trotzdem. Wenn die Möglichkeit besteht, muss man die Abfahrt von oben fahren. Hanneggschuss, Seilerboden, da ist es schon brutal unruhig. Teilweise so unruhig wie in Santa Caterina, aber zwischendurch ist es hier gemütlicher”, spricht der Österreicher die nicht durchgehend gleichen Bedingungen an.

“Es sind brutal unterschiedliche Verhältnisse, griffig, griaßlat, und die Hälfte der Strecke hat eine Vollglatze. Ein Eislaufplatz”, beschrieb Max Franz, der mit Ausnahme eines Fehlers im Canadian Corner mit seiner Trainingsfahrt zufrieden sein durfte. Der Kärntner kann auch am Samstag auf das oberste Stück gerne verzichten. “Da brauchst nicht von oben fahren. Wenn du bei der Piste von oben fährst, kannst da oben welche zusammenklauben”, deutete er Richtung Ziel-S. “Mit so einer Sicht wird das sehr zäh.”

Svindal, dem in seiner großartigen Karriere ein Sieg in Wengen noch fehlt, fand es schade, dass man ausgerechnet jenen Teil der Strecke nicht fahren konnte, wo die Piste “im besten Zustand” war. “Ab den Silberhorn kommt man in einen Teil, der ist wie Santa Caterina, nicht unbedingt schön”, meinte der Gewinner von fünf Speedrennen in diesem Winter.

“Es war sehr dunkel und nicht einfach zu fahren. Beim Besichtigung hat es unten richtig schlimm ausgeschaut, ein bisschen gefährlich, da war ich ein bisschen zu passiv”, sprach er den vereisten Schlussteil an.

Mit dem konnte sich auch Romed Baumann nicht anfreunden. “Die Veranstalter haben gemacht, was möglich ist. Ob es unbedingt sein hat müssen, dass man den kompletten Zielhang nochmals vereist, weiß ich nicht. Zum Glück sind wir vom Hundschopf gestartet und nicht von ganz oben, sonst hätten sie da ein paar Leute aus dem Netz rauskratzen können. Beim Abschwingen ist es eine Frechheit, da müssen die Leute schon beim vorletzten Tor zum Bremsen anfangen.”

Baumann riss im Training an seinem 30. Geburtstag 3,10 Sekunden Rückstand auf, er hatte nicht in den Rhythmus gefunden. Generell meinte er zur Piste: “Die schnell waren, werden sagen, sie ist super. Ich finde es nicht gut, wir hatten in Santa Caterina schon so eine Rumpelpiste und jetzt wieder”, nannte auch er das Rennen Ende Dezember als mahnendes Beispiel. “Das ist doch Raubbau an unserem Körper”, hatte damals Reichelt gesagt.

Mit einem strahlenden Gesicht spazierte Vincent Kriechmayr durch den Zielraum, der als Trainingszweiter nur 0,04 Sekunden hinter Svindal lag. “Ich komme jedes Jahr gerne her. Bei schlechter Sicht bin ich meistens recht gut. Mit taugt es und liegt es recht gut.” Die Pistenarbeiter hätten sehr gute Arbeit geleistet. “Von oben bis unten eine gute Piste, wir hatten schon ruppigere Abfahrten. Es passt auf jeden Fall. Bis auf das Abschwingen im Ziel, das ist eigentlich eh das Schwierigste.”

Auch er hofft auf ein Rennen von ganz oben, er will die “Haxn brennen” spüren. “Das ist dann ein noch schöneres Gefühl, wenn man heil herunten steht.” Kjetil Jansrud, Mitfavorit in Kombination und Abfahrt, will es nehmen, wie es kommt. “Wichtig ist, dass wir überhaupt ein Rennen bekommen. Sie haben brutal gute Arbeit geleistet. Gestern war es unglaublich schlecht, heute ist es im Vergleich unglaublich gut. Aber unruhig und eisig”, beschrieb der Norweger.



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