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Tschechischer Forscher starb bei Unfall in steirischer Höhle

Rettungseinsatz für Höhlenforscher Rettungseinsatz für Höhlenforscher - © APA (dpa/Archiv)
Ein tschechischer Forscher ist in der Nacht auf Dienstag bei einem Unfall im Warwas-Glatzen-Höhlensystem zwischen Wildalpen und Mariazell in der Obersteiermark ums Leben gekommen. Sein niederösterreichischer Forschungspartner hatte den Verletzten zurücklassen müssen, um Hilfe zu holen. Als der erste Rettungstrupp nach zwei Stunden Zustieg ankam, war der 48-jährige Tscheche bereits tot.

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Der Mann und sein Forschungspartner waren am Samstag in das Höhlensystem eingestiegen und wollten neue Gänge erkunden. Beide gelten laut Bergretter Franz Tributsch als erfahrene Höhlenforscher. Dennoch kam es in der Nacht auf Dienstag gegen 23.00 Uhr zu dem folgenschweren Unfall: Der Tscheche wollte offenbar ein Seil sichern, stürzte jedoch aus noch nicht bekannter Ursache aus einer Höhe von 20 bis 30 Metern ab. Der Niederösterreicher versorgte den 48-Jährigen noch, musste ihn dann aber zurücklassen, um an der Oberfläche Hilfe zu holen.

Gegen 3.00 Uhr wurde die Bergrettung Mariazeller Land und Wildalpen, Alpinpolizei und Höhlenrettung alarmiert. Rund 70 Kräfte mit Unterstützung von zwei Hubschraubern waren Dienstagvormittag im Einsatz. Die Bergrettung errichtete ein Versorgungszelt nahe dem Einstieg zur Höhle auf etwa 1.400 Metern Seehöhe. Noch vor den Mittagsstunden war ein erstes fünfköpfiges Rettungsteam in die Höhle eingestiegen, wenig später folgten zwei weitere Teams – eines in Begleitung eines Arztes.

Doch wenig später war klar, dass es für den Tschechen keine Rettung mehr gibt. Er dürfte vermutlich schon beim oder gleich nach dem Absturz ums Leben gekommen sein. Er hatte schwere Kopfverletzungen erlitten, sagte Tributsch. Gerhard Rieglthalner von der Alpinpolizei erklärte, dass die Bergung bis in die frühen Morgenstunden dauern könnte. Es müssen enge Passagen aufgebohrt oder gar gesprengt werden. Die Bergung des Leichnams werde zumindest bis Mitternacht dauern. Das Versorgungszelt mit Strom und Kommunikation bleibt für die Dauer der Bergung am Berg stehen.

Das Höhlensystem im Gebiet der sogenannten Kräuterin im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ist rund 10,7 Kilometer lang und 765 Meter tief. Es gilt als eines der längsten Höhlensysteme Österreichs. Laut Tributsch sei die Höhle nicht sehr tief, ziehe sich aber horizontal in den Berg. Abstiege in der Höhle sind bis zu 30 Meter hoch. Das System gilt als eng und verwinkelt, mitunter kommt es in den Gängen zu Eisverschlüssen und Überschwemmungen.

(APA)



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