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UNO-Beobachter in Syrien beschossen

Die UNO-Beobachter in Syrien sind bei ihrer Untersuchung eines neuen Massakers in der Provinz Hama unter Beschuss geraten. Generalsekretär Ban sagte am Donnerstag vor der Vollversammlung der UNO in New York, die Beobachter seien auf dem Weg zu den Nachbardörfern Al-Kobeir und Marsaf angegriffen worden, in denen Regierungstruppen und Milizen Dutzende Menschen getötet haben sollen.

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Ban sagte, das Massaker sei “schockierend und widerwärtig” gewesen. “Tausende Syrer wurden getötet und ganze Familien ausgelöscht. Männer, Frauen und selbst Kinder wurden hingerichtet. Jedes Regime, das solche Taten zulässt, hat keine Legitimität mehr”, so Ban.

Syrien-Sondervermittler Annan räumte in einer nachfolgenden Rede ein, dass der vor knapp drei Monaten vereinbarte Friedensplan für Syrien nicht greift. “Ich muss es so frei und deutlich sagen: Der Sechs-Punkte-Plan wurde nicht umgesetzt”, sagte Annan, der im Auftrag von UNO und Arabischer Liga agiert. “Die Krise hat sich verschärft, die Gewalt nimmt zu und das Land ist zerrissener denn je.”

“Trotz der Gewalt und der Angst gehen ganz normale Menschen weiter friedlich auf die Straßen, um zu demonstrieren”, sagte der frühere UNO-Generalsekretär. “Leider hat auch die Opposition ihre Angriffe verstärkt, zudem lassen Bombenanschläge den Schluss zu, dass eine dritte Kraft im Land agiert” – die übliche Umschreibung für terroristische Gruppen. Jetzt müsse die internationale Gemeinschaft schnell handeln.

Die syrische Opposition fordert unterdessen ein militärisches Eingreifen der UNO. Ohne Zwangsmaßnahmen zum Schutz von Zivilisten nach Kapitel 7 der UNO-Charta könne das Blutvergießen nicht beendet werden, erklärte die Allgemeine Kommission der Syrischen Revolution am Donnerstag. Am Mittwoch waren in Al-Kubeir nach Rebellenangaben mindestens 80 Menschen getötet worden.

Laut Regimegegnern hat die syrische Armee am Mittwoch die Siedlung Al-Kubeir erst mit Panzern umstellt und eine Stunde lang beschossen. Anschließend habe man Milizionäre in die Siedlung geschickt, um die Überlebenden mit Messern zu massakrieren. Bei dem Überfall seien 38 Männer, 22 Kinder und 20 Frauen ums Leben gekommen.



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