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US-Forscher haben Hinweise auf neunten Planeten entdeckt

"Planet neun" braucht 10.000 bis 20.000 Jahre für eine Sternumrundung "Planet neun" braucht 10.000 bis 20.000 Jahre für eine Sternumrundung
Zwei US-Astronomen haben nach eigenen Angaben Hinweise auf die Existenz eines neunten Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt. Der Himmelskörper sei etwa zehnmal so schwer wie die Erde, teilten Konstantin Batygin und Mike Brown vom California Institute of Technology mit. Brown bezeichnete den Fund als den “planetigsten aller Planeten im ganzen Sonnensystem”.

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Die Wissenschafter veröffentlichten ihre Forschungen im “Astronomical Journal”. Der vorläufig “Planet Neun” getaufte Himmelskörper umkreist demnach die Sonne in durchschnittlich zwanzigmal so großer Entfernung wie Neptun, der derzeit äußerste bekannte Planet in unserem Sonnensystem. Damit sei er so weit von der Sonne entfernt, dass er für eine Umkreisung wohl 10.000 bis 20.000 Jahre brauche.

Zum ersten Mal seit mehr als 150 Jahren gibt es stichhaltige Belege, dass die bisherige Erhebung unseres Sonnensystems unvollständig ist, wie Batygin am Mittwoch sagte. Die Hinweise beruhen bisher aber ausschließlich auf mathematischen Modellen und Computersimulationen. Gesehen haben die beiden Wissenschafter den möglichen neuen Planeten noch nicht.

Angestoßen wurde die Recherche durch Beobachtung von Zwergplaneten und kleineren Objekten, deren Umlaufbahnen von der Schwerkraft des unbekannten Himmelskörpers beeinflusst werden könnte. Wegen der gewaltigen Distanz zur Sonne könnte er so wenig Licht reflektieren, dass er sich selbst stärksten Teleskopen entziehen könnte.

Trotzdem zeigten sich andere Astronomen beeindruckt. “Ich glaube, jetzt wird es einen Wettlauf darum geben, diesen Planeten zu finden”, sagte Alessandro Morbidelli vom französischen Cote d’Azur-Beobachtungszentrum der “New York Times”. “Ich glaube, die sind da etwas wirklich Existierendem auf der Spur. Ich würde da Geld drauf setzen.”

Es wäre nicht das erste Mal, dass US-Forscher Brown die Karte unseres Sonnensystems grundlegend verändern würde. 2005 entdeckte der Astronom den Himmelskörper Eris im Kuipergürtel, dem Ring aus eisigem Geröll rund um den Planeten Neptun. Weil Eris etwa so groß wie Pluto war, setzte die Entdeckung eine Diskussion über den Planetenstatus von Pluto in Gang – mit dem Ergebnis, dass Pluto 2006 zum Zwergplaneten degradiert wurde. Seitdem gibt es bis dato nur noch acht offiziell anerkannte Planeten in unserem Sonnensystem: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.

Es könne jetzt aber keine Diskussionen darüber geben, ob es sich bei dem neuen Himmelskörper um einen Planeten handle, sagte Brown. Er sei 5.000 mal schwerer als Pluto. Über die eineinhalb Jahre dauernde Recherche sagte Brown: “Ich habe, glaube ich, noch nie so viel Spaß daran gehabt, an einem Problem im Sonnensystem zu arbeiten, wie in diesem Jahr.”



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