23. Mai 2012 17:58; Akt.: 24.05.2012 08:25

Verdächtiger im Fall Heidrun W. gestand: Es war angeblich ein Unfall

Die Polizei sucht mit Spürhunden nach Heidrun W. - SYMBOLBILD Die Polizei sucht mit Spürhunden nach Heidrun W. - SYMBOLBILD - © APA/Schlager
Im Fall Heidrun W., der am Dienstag mit der unerwarteten Festnahme eines Verdächtigen nach zehn Jahren Ermittlungsarbeit plötzlich spektakuläre Erfolge zeigte, scheint ein großes Stück weiter zu sein.

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Der Verdächtige, ein 41-jähriger Tischler, sagte aus, dass die damals 37 Jahre alte Frau bei einem Waldspaziergang mit dem Kopf gegen einen Stein geprallt und leblos liegen geblieben sei. Er selbst habe in Panik die Sterbende zurückgelassen. Das bestätigte Erich Habitzl von der Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft der Tageszeitung ‘Kurier’.

Zweifel am Unfall von Heidrun W.

Die Ermittler können diese Version allerdings nicht ganz glauben und nahmen den Mann unter Mordverdacht fest. Die Suche nach den sterblichen Überresten der Frau soll mit Suchhunden noch bis in die Nacht hinein weitergehen.

Spektakulär, aber keine Sensation

Die Entwicklung am heutigen Mittwoch war atemberaubend und  spektakulär, doch keine Überraschung für die beteiligten Ermittler. Denn der 41-Jährige hatte schon lange zum engsten Kreis der Verdächtigen gehört. Im Zuge eines Cold-Case-Verfahrens war der 41-Jährige erneut einvernommen worden und berichtete vom Tod der damals 37-jährigen Heidrun W.

Heidrun W. galt seit dem 28. September 2001 als verschwunden. Die Kindergartenhelferin wollte an jenem Tag ihren sechsjährigen Sohn um 11.30 Uhr von der Schule abholen, kam dort aber nie an. Am Tag des Verschwindens der Frau hatte der jetzt Geständige Tischlerarbeiten bei ihr zu Hause durchgeführt. Er war in Verdacht geraten, weil er einen falschen “Abschiedbrief” an den Ehemann von Heidrun W. geschrieben hatte. Als ‘tragfähiger Beweis’ galt der damals allerdings nicht, und so wurde der Fall Heidrun W. ruhend gestellt.



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