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Verschüttete Grubenarbeiter in China nach 36 Tagen gerettet

Rettung von Grubenarbeitern aus 220 Metern Tiefe Rettung von Grubenarbeitern aus 220 Metern Tiefe
Nach 36 Tagen in der Tiefe sind vier verschüttete Grubenarbeiter aus einem eingestürzten Gipsbergwerk in Ostchina lebend geborgen worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete, wurden die Bergleute in einer Kapsel durch Zugangstunnel hochgezogen, die zu dem Schacht gegraben worden waren.

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Es sei das erste Mal gewesen, dass mit einer solchen Kapsel in China Bergleute gerettet worden seien, schrieb die Staatsagentur. Die Rettungsteams hatten insgesamt vier Löcher gebohrt. Über diese Bohrlöcher waren die Kumpel auch mit Nahrung, Wasser und Kleidung versorgt worden, so dass sie 220 Meter unter Tage überleben konnten.

Das Bergwerk in Baotai im Kreis Pingyi nahe der Stadt Linyi in der ostchinesischen Provinz Shandong war am 25. Dezember eingestürzt. Der Tod eines Arbeiters wurde sofort bestätigt. Mit den vier jetzt Geretteten kamen insgesamt 15 Kumpel mit dem Leben davon. 13 galten am Freitag allerdings noch als verschüttet, wie der Bürgermeister von Linyi, Zhang Shuping, auf einer Pressekonferenz sagte. “Leider haben wir von den anderen Vermissten nichts gehört.” Solange aber noch Hoffnung bestehe, werde die Suche fortgesetzt.

Die Geretteten wurden sofort in ein Krankenhaus gebracht. “Ihr gesundheitlicher und psychologischer Zustand ist stabil”, sagte der Bürgermeister. Nach Angaben des Staatsfernsehens haben sie Abschürfungen und Hautprobleme nach der langen Zeit in der feuchten Umgebung sowie Schwierigkeiten mit den Verdauungsorganen.

Fünf Tage nach dem Unglück hatten Staatsmedien zunächst berichtet, acht Überlebende seien mit Hilfe eines Infrarot-Gerätes lokalisiert worden. Von vier der damals genannten Kumpel war jetzt keine Rede mehr.

“Es war eine der bisher schwierigsten Bergungsaktionen in der Provinz und in China”, sagte Bürgermeister Zhang Shuping. Die seit mehr als einem Monat laufenden Bergungsarbeiten wurden immer wieder durch herabstürzendes Gestein und die Instabilität der Grube behindert. Nach amtlichen Angaben waren zeitweise mehr als 700 Retter im Einsatz. An der aufwendigen Rettungsaktion waren das chinesische Militär und auch ausländische Bergungsexperten beteiligt.

Direkt nach dem Unglück beging der Bergwerksbesitzer nach Angaben der Staatsmedien offenbar Suizid. Ma Congbo, Präsident des Unternehmens Yurong, sei bei den Rettungsarbeiten plötzlich in einen Bergwerksbrunnen gesprungen und ertrunken, hieß es damals. Die Ursache des Unglücks in der Grube wurde bisher nicht ermittelt.

Rettungskapseln waren auch beim Grubenunglück in einer Kupfermine in Chile im Jahr 2010 zum Einsatz gekommen. Dort hatten die Bergleute mehr als 50 Tage ausharren müssen, bis sie einzeln wieder an die Erdoberfläche gezogen wurden. Die Rettung verfolgten Millionen Menschen auf der ganzen Welt vor dem Fernseher.

In Chinas Bergbau kommen nach Expertenschätzungen jedes Jahr mehrere tausend Kumpel ums Leben. Die genaue Zahl kennt keiner, weil viele Unfälle vertuscht werden oder nicht in Statistiken auftauchen. Offiziell ist nur von einigen hundert die Rede. Unglücksursache sind häufig schlechte Ausrüstung, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und Freunderlwirtschaft zwischen Grubenbesitzern und Behörden.

Drei Viertel seiner Energie bezieht das Milliardenvolk aus der Kohle. Der rasante wirtschaftliche Aufstieg lässt auch den Bedarf an Erzen und anderen Rohstoffen in die Höhe schnellen.



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