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Vienna Capitals und KAC mit “sweep” im EBEL-Halbfinale

Die Wiener gewannen die Serie mit 4:0 Die Wiener gewannen die Serie mit 4:0 - © APA (EXPA)
Die Vienna Capitals und der KAC haben sich am Sonntag als erste Mannschaften für das Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) qualifiziert. Die Caps gewannen bei HC Innsbruck mit 3:2 und entschieden die “best of seven”-Viertelfinalserie ebenso vorzeitig mit 4:0 für sich wie die Kärntner das Duell mit Znojmo. Der KAC holte sich mit einem 3:2 nach zwei Verlängerungen den vierten Sieg.

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Auch wenn die Spiele teils eng waren, so gab es doch erstmals seit der Saison 2008/09, seitdem das EBEL-Viertelfinale im “best of seven”-Modus gespielt wird, zwei “sweeps” (Aufstieg ohne Niederlage) in einer Viertelfinalserie. Red Bull Salzburg hat dagegen den ersten Matchpuck vergeben. Der Meister musste sich bei den Graz 99ers mit 0:4 geschlagen geben, führt aber noch mit 3:1 und kann am Mittwoch mit Heimvorteil den Aufstieg fixieren. Die Black Wings Linz verloren bei HCB Südtirol mit 4:5 nach Verlängerung, liegen mit 1:3 zurück und stehen am Dienstag schon mit dem Rücken zur Wand.

Die Capitals, die nach Grunddurchgang und Zwischenrunde die Nummer eins der Liga waren, wurden ihrer Favoritenrolle im Duell mit den Innsbrucker Haien gerecht. Nach dem dramatischen Duell am vergangenen Dienstag über 104 Minuten war vor allem das effektive Überzahlspiel der Wiener für den Aufstieg entscheidend. Nach vier Powerplay-Treffern am Freitag verwertete die Mannschaft von Trainer Serge Aubin diesmal drei Chancen in Überzahl. Matchwinner war Riley Holzapfel mit einem Powerplay-Triplepack (5., 19., 33.), womit der 28-jährige Kanadier mit acht Toren und drei Assists in den vier Matches gegen Innsbruck der bisher überragende Offensivspieler im Play-off ist.

“Natürlich hat es Momente gegeben, in denen ich ein bisschen nervös wurde, da mein Team die Chancen nicht verwertet hat. Aber meine Burschen haben bis zum Schluss gekämpft. Es ist gut, dass wir jetzt ein paar Tage mehr zum Regenerieren haben”, sagte Aubin.

Der KAC musste über 82 Minuten kämpfen, um mit dem zehnten Sieg in Folge ins Halbfinale zu marschieren. Stefan Geier brachte den Rekordmeister in der 22. Minute in Führung und schoss das Match mit seinem vierten Play-off-Tor in der 53. Minute in die Verlängerung. In der zweiten Verlängerung sorgte Thomas Koch für die Entscheidung zugunsten des KAC.

Salzburg war gegen die Graz 99ers bisher souverän und machte auch diesmal im ersten Drittel Dampf, allerdings ohne Torerfolg. Danach kamen die Steirer wie verwandelt aus der Kabine, setzten den Titelverteidiger mit aggressivem Spiel unter Druck und gingen auch verdient in Führung. Oliver Setzinger (30.), der einen Schuss von Matt Pelech abfälschte, und Evan Brophey (39.), der Brett Olson die Scheibe abluchste, schossen die Grazer 2:0 voran. Auch im Schlussdrittel hielt Sebastian Dahm seinen Kasten rein, Matt Siddall machte mit dem 3:0 alles klar (57.).

Dennoch spricht auch die Statistik noch für die favorisierten Salzburger. Erst einmal hat in Österreich eine Mannschaft ein 0:3 in einer “best of seven”-Serie aufgeholt, als die Black Wings Linz im Halbfinale 2010 gegen die Vienna Capitals ein historisches Comeback geschafft haben.

Ein starkes Comeback brauchen die Linzer auch diesmal, um ihre Erfolgsserie unter Rob Daum zu prolongieren. Seitdem der Kanadier im Sommer 2011 die Black Wings übernommen hat, haben sich die Linzer stets für das Halbfinale qualifiziert. Für den sechsten Aufstieg hintereinander brauchen sie nun aber drei Siege.

In Bozen sahen über 6.000 Zuschauer in der Eiswelle ein spannendes Duell, in dem die Linzer viermal einen Rückstand wettmachen konnten. In der Verlängerung schlug aber Luca Frigo zum entscheidenden fünften Mal zu, womit den Südtirolern nur noch ein Sieg fehlt, um sich bei den Linzern für die Viertelfinal-Niederlagen 2015 und 2016 zu revanchieren.

(APA)



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