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Volksschauspiele Telfs bringen Mitterer und Flüchtlingsthema

Felix Mitterer wird eine Lesung halten Felix Mitterer wird eine Lesung halten - © APA
Mit drei Premieren warten die diesjährigen Tiroler Volksschauspiele Telfs auf. Dies verkündete am Freitag deren Obmann Markus Völlenklee im Rahmen einer Pressekonferenz in Telfs. Zu sehen sind “Der Brandner Kaspar und des ewig’ Leben”, “Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft” und “Lampedusa”. Zudem hält auch Autor Felix Mitterer eine Lesung.

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Als das “A und O der Marktgemeinde Telfs” bezeichnete Bürgmeister Christian Härting die Tiroler Volksschauspiele. Dieses “A und O” hat sich dabei einer ganz besonderen Arbeitsweise verschrieben. “Wir suchen die Stücke, die uns inhaltlich und formal gefallen und konstruieren erst dann den roten Faden”, gab Markus Völlenklee unumwunden zu. Heuer laute das Motto “Himmel auf Erden”.

Dieser “Himmel auf Erden” ließ sich dann auch in einer “kleinen Vorpremiere” für Journalisten am Freitag von “Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben”, das seine eigentliche Premiere am 22. Juli feiert, erleben. Dieses Stück wird in einem Zirkuszelt gespielt, das am “Thöni-Festplatz” steht. Ein Erdhaufen symbolisiert dabei die Erde, oben am Zirkuszelt glitzern die Sterne. Arthur Thöni von den gleichnamigen Industriebetrieben zeigte sich vom Motto und der Entsprechung im Zirkuszelt angetan. “Ich wüsste keinen geeigneteren Platz als den Festplatz, um dem Motto gerechter zu werden”, witzelte der Unternehmer, welcher den Platz abermals kostenlos zur Verfügung stellt. Gespielt wird aber nicht nur im Zirkuszelt, sondern auch im Großen Rathaussaal und dem Kranewitter Stadl.

Völlenklee führte als Tod aus dem Stück “Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben” verkleidet durch das diesjährige Programm. Besagtes Stück, bei dem er auch Regie führen wird, beschreibt er als eine Mischung aus Komödie und Satire. Er habe sich aber erlaubt, den “bayerischen Himmel nach Tirol zu verlegen”. Auch die Flüchtlingsthematik macht vor Telfs nicht halt. In “Lampedusa” von Anders Lustgarten unter der Regie von Thomas Blubacher wird thematisiert, dass “der Himmel nicht existiert”, so der Obmann der Volksschauspiele. “Das Europa als ‘Himmel’, den die Flüchtlinge erreichen wollen, steht selbst eher auf schwankenden Füßen”, meinte Völlenklee. In “Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft.” aus der Feder von Ewald Palmetshofer unter der Regie von Susi Weber hingegen zeige “den selbstproduzierten Himmel auf Erden”.

Im Rahmenprogramm wird am 21. August der 150. Geburtstag von Karl Schönherr begangen. Für den 25. und 26. August wusste die Geschäftsführerin der Tiroler Volksschauspiele, Silvia Wechselberger, augenzwinkernd von einer “Weltpremiere” zu berichten. Erstmalig treffen an diesen Tagen Georg Ringswandl und Willi Resetarits aufeinander. Ein weiteres Highlight verspricht die Ausstellung von Chryseldis Hofer-Mitterer zu werden, die in diesem Frühjahr auf tragische Weise verstarb und zuvor 20 Jahre lang die Plakate für die Tiroler Volksschauspiele entworfen hatte. Zu diesem Anlass wird Felix Mitterer am 30. August in der “Villa Schindler” bei einer Lesung für Chryseldis zu hören sein.

(APA)



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