28. Februar 2012 13:38; Akt.: 28.02.2012 13:52

Vorarlberg befürchtet Kürzung der Bundesmittel für Hochwasserschutz

Land Vorarlberg sieht durch Sparmaßnahmen den Hochwasserschutz gefährdet. Land Vorarlberg sieht durch Sparmaßnahmen den Hochwasserschutz gefährdet. - © VOL.AT/Stiplovsek
Bregenz – Vorarlberg sorgt sich um die zugesagte finanzielle Unterstützung im Bereich der Wasserwirtschaft. So sollen im heurigen Jahr 92,8 Mio. Euro investiert werden, von denen der Bund den Großteil – 74,6 Mio. Euro – trägt. Es gebe aber Signale, dass im Zuge der Sparbemühungen in den nächsten Jahren weniger Mittel fließen könnten als vereinbart, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner am Dienstag nach der Regierungssitzung.

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“Wir brauchen dieses Geld”, betonte Wallner und verwies unter anderem auf mehrere Projekte im Bereich des Hochwasserschutzes.

Fehlende Bundesmittel bedrohen Hochwasserschutz-Projekte

2012 steckt Vorarlberg 26,8 Mio. Euro in die Wasserversorgung, 25,5 Mio. Euro in die Abwasserentsorgung, 24,8 Mio. Euro in den Schutzbau sowie 15,7 Mio. Euro in die Wildbach- und Lawinenverbauung. Ohne Bundesmittel seien die in Vorarlberg anstehenden Projekte auf Dauer nicht zu finanzieren, stellte Wallner fest.

Die Einsparungssignale seien auf Beamtenebene erfolgt, umgekehrt habe das Land auf derselben Ebene zu verstehen gegeben, “dass wir Wert auf die Einhaltung von Vereinbarungen legen”. Er gehe davon aus, dass man sich an Ausgemachtes halte, “ganz sicher bin ich aber nicht”, sagte der Landeshauptmann. Der zuständige Landesrat Erich Schwärzler unterstrich außerdem, dass der Katastrophenfonds in der bestehenden Form unbedingt zu erhalten sei.

Gewässern mehr Raum geben

Nach den Hochwasserereignissen von 1999 und 2005 habe man viel Geld in den Schutz der Siedlungsräume investiert, betonte Schwärzler. Man folge dabei dem Grundsatz des modernen Hochwasserschutzes, indem man versuche, den Gewässern mehr Raum zu geben. Wo es erforderlich sei, schaffe man neue Rückhalteräume, so Schwärzler. Als aktuelle Projekte führte der Landesrat etwa Baumaßnahmen an der Bregenzerach in Au (Bregenzerwald) oder an der Ill im Walgau an. Bis 2015 sollen in Vorarlberg rund 1.200 Hektar Siedlungsfläche vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt sein.

APA



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