17. Dezember 2011 12:55; Akt.: 23.12.2011 15:28

Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren

Das Weihnachtsgeschäft läuft planmäßig. Das Weihnachtsgeschäft läuft planmäßig. - © VOL.at: Roland Paulitsch
von VN - Bregenz – Vorarlbergs Handel geht mit viel Optimismus in die letzte Einkaufswoche vor Weihnachten. „Prognosen sind eingetreten“ (Sagmeister).

Noch gebe es zwar keine konkreten Zahlen, aber man sei mit der Entwicklung durchaus zufrieden, so Gebhard Sagmeister, Spartenobmann Handel in der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Für einige Branchen, wie etwa die Parfümerie oder den Buchhandel, komme jetzt erst die entscheidende Phase. Da stehe jetzt die umsatzstärkste Woche des Jahres an, erklärt Sagmeister. Nachdem der Start ins Weihnachtsgeschäft verhalten ausgefallen war, hat das Geschäft mittlerweile stark angezogen. „Die Prognosen sind eingetreten“, so Sagmeister. Es habe ein regelrechter Run eingesetzt. Während am 8. Dezember vor allem die Geschäfte in den Städten profitiert hätten, habe es danach am Freitag und Samstag im gesamten Handel ein sehr starkes Wochenende gegeben. So sei der 9. Dezember, ein Fenstertag, so stark wie üblicherweise ein Samstag. Und auch der Samstag selbst sei sehr gut verlaufen. „Da hat man gemerkt, dass die Zurückhaltung abgelegt wurde.“ Für einige Branchen war auch der Schneefall in den Bergen Gold wert.

Aktionen beleben das Geschäft

Der Handel hat in den letzten Tagen mit Aktionen das Geschäft weiter belebt. „Die Händler bieten ihren Kunden schon vor Weihnachten die Möglichkeit an, teils zu reduzierten Preisen einzukaufen“, so der Spartenobmann im Gespräch mit den VN. Es sei kein kompletter Abverkauf, sondern Angebote in einzelnen Warengruppen. „Der Konsument ist der Gewinner dieser Aktionen“, so Sagmeister. Für das weitere Weihnachtsgeschäft ist Sagmeister optimistisch, dass die Prognosen erreicht werden. Auch mit Hilfe der Schweizer Kunden soll es am Ende eine schwarze Null geben.

Der Wetterumschwung in der Nacht auf Samstag hat das Weihnachtsgeschäft in Vorarlberg eindeutig belebt. Immer wieder leichte Schneefälle zwischendurch in vielen Orten ließen die Einkaufsstimmung steigen. Das prognostizierte Umsatzplus dürfte sich im diesem Jahr auch mit Hilfe der Schweizer und Liechtensteiner bewahrheiten. Vorarlbergs Handel profitiert vom für sie sehr guten Frankenkurs besonders.”Im Gegensatz zu den letzten Wochenenden haben wir endlich einmal Schnee, das ist wahnsinnig wichtig”, erklärte Peter Hickersberger, Geschäftsführer der Wirtschaftsgemeinschaft Bludenz. Das gelte speziell für seine Branche, den Sportartikelhandel, der es heuer schwierig haben werde, die schneelosen vergangenen Wochen beim Umsatz aufzuholen: “Jeder wartet eigentlich schon auf den Ausverkauf”, gab Hickersberger zu bedenken. Die Erwartungen für die letzte Einkaufswoche seien beim Handel entsprechend hoch. Insgesamt haben an diesem Samstag jedoch Frequenz und Umsatz gepasst, positiv ausgewirkt habe sich in der südlichsten Stadt Vorarlbergs auch der große Weihnachtsmarkt im Zentrum.

Dem größten Einkaufszentrum des Landes, dem “Messepark” in Dornbirn, bescherte der 4. Advent den “bisher stärksten Samstag”, so Geschäftsführer Burkhard Dünser. “Wir haben heute ein volles Haus. Die Umsätze sind zufriedenstellend und liegen über dem Vorjahresniveau.” Glücklicherweise gebe es ringsum genügend Ausweichparkplätze, denn der Samstag war ein “Autofahrer-Tag”. Dünser: “Die Schneefälle heute – für uns ist das ideal. Das Wetter kommt uns entgegen.” Nichtsdestotrotz meldete auch die Dornbirner Innenstadt “viel Betrieb”, so Handelssprecher Fritz Schenk. “Es war quer durch der bisher beste Samstag.” – eine erste Einschätzung, die auch sein Feldkircher Kollege Hannes Jochum teilte. Schenk sprach von einem “Familieneinkaufstag”: Viele Eltern seien mit ihren Kindern unterwegs gewesen und hätten beispielsweise Cocktailmode für die Jugend nachgefragt, da nach den Feiertagen zahlreiche Schulbälle anstehen.

“Witterungsbedingt war es bei uns eher ruhig”, schilderte Rainer Troy den Zustrom zu den beiden Bregenzer Weihnachtsmärkten. Der Schneefall am frühen Morgen habe die Leute eher in die Einkaufszentren, also unter Dach getrieben, so der Obmann der Bregenzer Wirtschaftsgemeinschaft. “Die Stadt punktet, wenn schönes Wetter ist.” Dass nach 15 Uhr die Sonne durch die Wolken brach, “kam leider etwas zu spät”. Sorgen ums Weihnachtsgeschäft mache er sich dennoch nicht: “Ab Montag geht die große Rennerei und Panik wegen den letzten Geschenken los. Das gehört schon zum Ritual.”


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