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Weltcup-Saison für Max Franz nach Kitzbühel-Sturz zu Ende

Franz konnte noch ohne Hilfe ins Tal abfahren Franz konnte noch ohne Hilfe ins Tal abfahren
Exakt in jener Passage, die von vielen Rennläufern als ruppig und nachbesserungswürdig beschrieben wurde, ist für Max Franz die Ski-Weltcupsaison vorzeitig zu Ende gegangen. Der Kärntner zog sich beim Sturz im Kitzbühel-Abfahrtstraining Verletzungen am Knie sowie im Sprung- und Handgelenk zu. Die Verletzungsmisere im ÖSV hält an, u.a. befinden sich Anna Fenninger und Matthias Mayer in der Reha.

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Der 26-jährige Franz war nach der Hausbergkante in der sehr schlagigen Schrägfahrt zu Sturz gekommen, aber nach einiger Zeit selbst ins Ziel gefahren. Dort klagte er über Schmerzen im linken Knie und linken Handgelenk und wurde zu einer MR-Untersuchung in die Privatklinik Hochrum bei Innsbruck gebracht.

Die Diagnose ergab einen Kapseleinriss im linken Kniegelenk, einen Riss des vorderen Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk und eine Absprengung am Mondbein am linken Handgelenk. Er wurde noch am Dienstag von ÖSV-Arzt Christian Hoser am Sprunggelenk operiert. Das linke Handgelenk wird mittels Schiene stabilisiert. Die Pause beträgt acht Wochen, was das vorzeitige Ende der Weltcup-Saison bedeutet.

Franz, der im Super-G von Lake Louise als Vierter nah an das Podest herangekommen und in Abfahrten u.a. Sechster, Achter und Zehnter war, ist ein weiterer prominenter Ausfall im ÖSV-Herren-Team. Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer ist seit 19. Dezember nicht mehr mit dabei. Er brach er sich beim Sturz in der Abfahrt in Gröden den sechsten und siebenten Brustwirbel (instabile Fraktur) und musste operiert werden. Er durfte erst elf Tage später das Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck verlassen.

Der Salzburger Joachim Puchner ist aufgrund einer Patellasehnenverletzung außer Gefecht. Für Thomas Mayrpeter (Kreuzbandriss) und Markus Dürager (Schien- und Wadenbeinbruch) war die Saison nach Stürzen in Lake Louise vorbei. Daniel Danklmaier hatte sich einen Kreuzbandriss und mehrere Meniskusverletzungen zugezogen.

Aus dem Damen-Lager hatte es nach der Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Fenninger (multiple Bänderrisse im Knie) auch Elisabeth Kappaurer (Knorpelschaden im Knie) und Kerstin Nicolussi (Kreuzbandriss) erwischt. Ramona Siebenhofer muss nach einem Sturz in Zauchensee wegen eines geschwollenen Knöchels und einer Syndesmoseband-Verletzung pausieren.

“Das ist ein bisserl verhext. Hoffentlich hat das bald ein Ende mit der Serie”, schüttete Hannes Reichelt nach dem Sturz von Franz im Zielraum von Kitzbühel den Kopf. “Bei der Max-Stelle hat es mich auch etwas gehabt. Die Anfahrt auf den Linksschwung in die Traverse ist ziemlich unruhig, da fährt man in ein dunkles Loch rein, da wird es ihm wahrscheinlich den Ski verschlagen haben”, mutmaßte Otmar Striedinger.

“Es könnte auch noch schlimmer sein”, kommentierte Herren-Speedchef Florian Winkler die Verletzung von Max Franz, schüttelte aber angesichts der langen ÖSV-Verletztenliste nur den Kopf. “Mittlerweile ist es fast so, dass jeder Sturz eine Verletzung ist, das tut schon weh. Wir haben vielleicht ein bisschen eine Pechsträhne.”

Dem Sturz sei ein “Fahrfehler” vorausgegangen, dazu sei “ein bisschen Pech” gekommen. “Er war in der Traverse ein bisserl spät dran, er hat den Außenski nicht richtig erwischt, und dann ist er noch ein bisschen nach innen gegangen, draufgestiegen auf den Ski und weggerutscht. Und infolge hat es ihn gedreht und den Fuß auch”, schilderte Winkler.

Den Zustand der Piste bezeichnete Winkler als gut. “Ab Hausbergkante runter in die Traverse rein wird es unruhiger. Aber das war oft schon so, da muss es auch passen von der Belastung Innenski, Außenski.” Mehrere Läufer hatten Probleme, zu Sturz kamen auch der Franzose Guillermo Fayed und der Österreicher Christopher Neumayer, die unverletzt blieben.

“Es war unterschiedlich vom Licht, wenn es dunkler wird, wird es noch einmal brutaler, wenn du die Wellen nicht siehst. Es wird sicher für das Abschlusstraining am Donnerstag sehr gut beinander sein. Aber es ist kein Kindergeburtstag. Das ist Kitzbühel, das ist sehr, sehr schwierig. Besonders da unten Hausbergkante, Kompression, Traverse, das sind einfach brutale Stückerln, da muss alles zusammenpassen, da darf man keine Fehler machen.”



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