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Werner Schlager Thema für Nachnominierung für Team-WM

Der Ex-Weltmeister hält immer noch mit Der Ex-Weltmeister hält immer noch mit
Es wäre ein nicht mehr erwartetes Sensations-Comeback im österreichischen Tischtennis-Nationalteam. Noch diese Woche entscheidet sich, ob Werner Schlager zum ÖTTV-Aufgebot für die Team-WM ab 28. Februar in Kuala Lumpur zählt. Der Weltmeister von 2003 hat sich zuletzt in gute Form gebracht und könnte nun als Ersatz für den erkrankten Daniel Habesohn in die fünfköpfige rot-weiß-rote Equipe kommen.

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Der österreichische Verband würde mit der Nominierung Schlagers kein Risiko eingehen. Rund dreimal pro Woche trainiert der 43-Jährige in der Werner Schlager Academy (WSA) mit Österreichs Nationalteam und U21-Kader. “Für mein Spiel brauche ich vielleicht drei Stunden Training statt andere 20, Qualität statt Quantität”, erklärte Schlager der APA. “Ich weiß, was ich für mein Spiel brauche.”

Die Erfahrung sei dafür das A und O, diese spricht auch für seine WM-Nominierung und gegen die Berufung eines jungen Spielers. Denn schon die Vorrunden-Aufgabe in der malaysischen Hauptstadt ist knifflig. Die Europameister spielen gegen China, Taiwan, Nordkorea, Griechenland und Tschechien. Der Direktaufstieg ins Viertelfinale ist wohl außer Reichweite, für die Zwischenrunde braucht man die Ränge zwei und drei.

“Ich bin mir sicher, dass ich der Mannschaft helfen kann”, ist Schlager von seinen Fähigkeiten überzeugt. “Ich war mit meinem Spiel ja nie extrem weg, habe spielerisch ein gutes Level gehalten. Ich bin auch lange genug Leistungssportler, um zu wissen, wie man gewinnt.” Als Österreichs Nummer-1- und -2-Spieler werden im WM-Turnier eher Stefan Fegerl und Robert Gardos zum Zug kommen, wobei Gardos zuletzt schwächelte.

Dafür glänzte der ebenfalls 43-jährige Chen Weixing, allerdings plagen ihn schon seit Jahren immer wieder Wehwehchen. Dominik Habesohn als vierter Fixpunkt ist hingegen noch nicht so weit, um als mehr als dritter Spieler nominiert zu werden. Schlager hätte also durchaus seinen Einsatzbereich. Schon vor einiger Zeit hatte er sich dem ÖTTV angeboten. Da sei ihm quasi bestätigt worden, dass er die Nummer sechs im Ranking sei.

Entscheiden werden schließlich Teamchef Qian Qianli, ÖTTV-Sportdirektor Fritz Svoboda und auch die Mannschaft, wie Schlager betont. Sie alle wissen vom laufenden Training um seine Verfassung. “Sie sehen, wie ich spiele und können es sehr gut einschätzen.” Auch mit Qian, jahrelang Teamkollege bei SVS NÖ und im Nationalteam, ist der Niederösterreicher mehrmals wöchentlich in der Schwechater WSA in Kontakt.

Konditionell sieht der Gewinner von 18 EM-Medaillen überhaupt kein Problem für ein langes Turnier. “Ich mache da mehr als in meiner besten Zeit, das steht dem nicht im Wege.” Erst im Herbst 2013 musste Schlager seine aktive Teilnahme als Spieler an der Schwechater Heim-EM wegen Trainingsmangel absagen. Nun steht er wieder “völlig im Saft”. Die WM-Entscheidung des ÖTTV sollte nun am Donnerstag fallen.

Höhepunkt von Schlagers Einsätzen bei Einladungs- bzw. Preisgeldturnieren war jener in der vergangenen Woche in Saarlouis in Deutschland. Hier besiegte er u.a. den deutschen Nationalspieler Patrick Baum und vor allem im Semifinale dessen Landsmann und Europameister Dimitrij Ovtcharov 3:2. Schlager ist klar, dass das nicht überzubewerten sei, Aussagekraft hat es aber dennoch. Im Finale hatte Chen mit 1:3 das Nachsehen.

Schlager geht es nicht etwa um eine nochmalige Olympia-Teilnahme oder andere große Ziele. Er verhehlt nicht, dass ihm auch der finanzielle Aspekt wichtig ist. Auftritte für seine Sponsoren – der japanische Tischtennis-Zubehörhersteller Butterfly und das chinesische Unternehmen Beamy – sind ihm am wichtigsten. Dazu kommen lukrative Einladungsturniere, bei denen viel mehr zu holen ist als auf der World Tour.

“Der Aufwand/Nutzen ist da ganz anders als im leistungsmäßigen Tischtennis. Mein Ego braucht es hingegen nicht, dass ich spiele”, meinte Schlager. WM- und EM-Nominierungen würden ihn hingegen schon noch reizen und auch bei einem Angebot von einem Champions-League-Club würde er überlegen. Offerte würden da aber wohl nur kommen, wenn er in Kuala Lumpur dabei wäre und dort mit Leistungen überzeugt.



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