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White Miles im Interview: “Haben das zweite Konzert in Paris gebraucht”

Die White Miles bei ihrem Konzert in Wien. Die White Miles bei ihrem Konzert in Wien. - © APA
Nachdem das Tiroler Duo White Miles Mitte November vergangenen Jahres den Terroranschlag auf den Pariser Rockclub Bataclan miterleben musste, hat man gemeinsam mit den Tourkollegen Eagles Of Death Metal die französische Hauptstadt wieder besucht. Ihr Resümee verrieten Sie im Interview in Wien.

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“Sehr speziell” sei das Konzert gewesen, so Hansjörg “Lofi” Loferer. Aber: “Wir haben das gebraucht.”

Der Schlagzeuger fand damit ähnliche Worte, wie sie bereits Eagles-Frontmann Jesse Hughes benutzte. Die Rückkehr als ein Versuch, die tragischen Ereignisse, die 90 Menschen das Leben kosteten, zu verarbeiten. “Es war natürlich ein eigenes Gefühl, es hat eine eigenartige Art von Nervosität gegeben an diesem Tag”, erinnerte sich Loferer an den Auftritt vergangene Woche im Olympia. “Aber je näher die Show gekommen ist, desto mehr ist die Motivation gestiegen. Wir wollten unbedingt raus auf die Bühne und haben uns total gefreut.”

“Einen anderen Eindruck” von Paris erhalten

Durch die Wiederaufnahme der Tour und den Abstecher nach Paris hätte man die Möglichkeit erhalten, wieder “einen anderen Eindruck” von der Stadt zu bekommen. Wobei wichtig gewesen sei, dies mit den selben Leuten, mit der selben Band zu machen. “Also nicht einfach so wieder hinfahren, sondern diese Show noch einmal spielen. Das war gut so.” Grundsätzlich habe man sich sehr gefreut, als die Eagles Of Death Metal sie wieder als Vorband angefragt haben. “Es war super und total schön, dass wir uns wieder getroffen haben”, unterstrich Loferer.

So sei es besonders beim Konzert in Stockholm, dem ersten der als “Nos Amis” (unsere Freunde) betitelten Europareise, “sehr emotional” gewesen. “Wir sind dort im Venue aufeinandergetroffen. Da gab es viele Umarmungen, wir haben miteinander gequatscht und waren einfach motiviert weiterzumachen.” Der Terroranschlag sei in den Gesprächen natürlich auch immer wieder Thema gewesen, meinte Loferer. “Aber man spricht nicht mit jeder Person darüber, sondern wenn es sich gerade ergibt, dann tauscht man etwas aus. Ansonsten geht es wirklich um das Jetzt, um diese Tour, um diese Shows.”

White Miles wollten dann aber ihre Ruhe

Ein wichtiger Zwischenschritt war auch ein Konzert Mitte Dezember in Innsbruck. “Es war in unserer Heimatstadt, also war Angst oder dergleichen nicht vorhanden”, erinnerte sich Loferer. “Aber das ganze Tohuwabohu rundherum war noch so präsent an diesen Tagen, dass es schon eine ganz eigene Show war, die wir unbedingt gebraucht haben. Die hat auch total gut getan.”

Die Aufmerksamkeit nach dem 13. November sei mitunter schwierig zu handhaben gewesen. “Das mediale Interesse war sehr groß, und es ging immer um diesen Abend. Als Musiker wünscht man sich mediales Interesse natürlich aus einem anderen Grund.” Mit einem schriftlichen Statement habe man dann versucht, darunter einen Schlussstrich zu ziehen. “Wir wollten dann unsere Ruhe, einfach eine Pause.”

(Christoph Griessner/APA)



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