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Polizei räumte von Gegnern besetzte Murkraftwerk-Baustelle

Die Polizei versuchte die Gegner zum Verlassen des Areals zu bewegen Die Polizei versuchte die Gegner zum Verlassen des Areals zu bewegen - © APA (Archiv)
Die Polizei hat am frühen Mittwochnachmittag die von Projektgegnern des Murkraftwerkes besetzte Baustelle in Graz-Puntigam geräumt. Dazu wurden Beamte der Einsatzeinheit Steiermark und der Cobra eingesetzt, sagte ein Sprecher zur APA. Es gab neun Festnahmen. Die Umweltorganisation WWF appellierte in einem offenen Brief an LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) um Vermittlung.

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Behördenleiter Herbert Fuik hatte gegen 13.15 Uhr den rund 100 Aktivisten per Megafon erklärt, dass sie sich widerrechtlich auf dem Baustellengelände an der Mur befänden und dieses zu verlassen hätten, da sonst die “nicht genehmigte Versammlung” aufgelöst werde. Manche kamen der Aufforderung nach, andere verharrten am Gelände bzw. bei und auf den Baumaschinen. Daraufhin begannen die Polizisten mit der Räumung, die friedlich verlief. “Sitzstreikende” wurden weggetragen, sagte ein Sprecher der Exekutive. Die Aktion dauerte rund eine Stunde.

Neun Aktivisten wurden zu einer Sammelstelle der Polizei bei der Baustelle gebracht, wo ihre Personalien aufgenommen wurden. Die neun vorübergehenden Festnahmen erfolgten wegen des Verdachts der Sachbeschädigungen – es waren laut Polizei Parolen auf die Baumaschinen und – fahrzeuge geschmiert worden. Die Aktivisten müssen auch mit Verwaltungsstrafen rechnen, weil sie der Aufforderung zum freiwilligen Verlassen der Baustelle nicht nachgekommen waren. Die Arbeiten sollen mittlerweile wieder aufgenommen worden sein.

Die Umweltorganisation WWF hat indes den steirischen Landeshauptmann Schützenhöfer gebeten, als Landeschef kalmierend zu wirken. “Nur ein umfassender Runder Tisch mit allen Beteiligten kann aufklären, wie es mit der Auseinandersetzung um das Murkraftwerk weitergeht. Sie tragen die Verantwortung auch für die tausenden besorgten Grazer Bürger, die sich seit vielen Jahren auf friedliche Art und Weise gegen diesen massiven Eingriff in die Flussnatur und den Verlust ihres Naherholungsgebietes engagieren”, schrieb der WFF. Aus Erfahrung mit solchen Auseinandersetzungen um Kraftwerksbauten wisse man, wie schnell es in solchen Stimmungslagen zu gefährlichen Situationen kommen könne.

(APA)



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