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Wieder Verhandlungen zwischen Bürgerkriegsparteien in Libyen

Im Bürgerkrieg in Libyen gibt es nach monatelangem Stillstand wieder Friedensverhandlungen. In der Oase Ghadames an der algerischen und tunesischen Grenze reisten am Mittwoch laut libyschen Medien Vertreter des international anerkannten Parlaments in Tobruk und Abgeordnete des von Islamisten dominierten Gegenparlaments in Tripolis an, um Beratungen unter UNO-Vermittlung zu führen.

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Damit kommen erstmals offizielle Delegationen der beiden Häuser zu solchen Gesprächen zusammen. Der UN-Sondergesandte Bernardino Leon hatte den Dialog in Vorgesprächen vorbereitet. Auch in Genf sollten sich im Laufe des Tages libysche Repräsentanten zu Gesprächen treffen. Ziel ist eine Regierung der nationalen Einheit, die mehr als drei Jahre nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi Libyen aus der Krise führen und einen wirtschaftlichen Kollaps verhindern soll. Im September waren Gespräche wegen eines Boykotts der Islamisten gescheitert.

Die Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen – von denen viele einem der beiden Parlamente nahestehen – dauern seit vielen Monaten an. Dschihadistische Gruppen machen sich das Machtvakuum zunutze. Sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat als auch das Netzwerk Al-Kaida sind in dem nordafrikanischen Land aktiv.



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