31. Mai 2012 16:36; Akt.: 31.05.2012 16:36

Wiener Alkolenker nach tödlichem Unfall vor Gericht: Ein Jahr teilbedingt

Der Alkolenker aus Wien musste sich nach dem tödlichen Urteil vor Gericht verantworten Der Alkolenker aus Wien musste sich nach dem tödlichen Urteil vor Gericht verantworten - © APA/Sujet
Weil er im nördlichen Burgenland einen Unfall verursacht hatte, der für eine 47-jährige Frau tödlich endete, stand ein Wiener Alkolenker am Donnerstag vor Gericht. Das Urteil: ein Jahr teilbedingt. Der Angeklagte bezeichnete den Fall vor Gericht selbst als “eine komplette Scheiß-Tat”.

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Am Donnerstag stand ein Berufssoldat vor Gericht, der nach einem feuchtfröhlichen Abend einen tödlichen Unfall verursacht hatte. Der Alkolenker krachte im Dezember 2011 bei Hornstein (Bezirk Eisenstadt Umgebung) gegen den Pkw einer 47-jährigen Frau, die Lenkerin starb.Dass er seinen VW Transporter selbst gelenkt habe, konnte er sich nicht vorstellen. Schlussendlich meinte der Angeklagte jedoch, dass er es “aufgrund der ganzen Umstände” wohl doch war. Der Mann wurde zu einem Jahr Haft, davon vier Monate unbedingt nicht rechtskräftig verurteilt.”Dass das eine komplette Scheiß-Tat war, ist unbestritten”, gab der 37-jährige Wiener am Eisenstädter Landesgericht zu Protokoll.

Vor dem Unfall im Nordburgenland

An den Abend vor dem Unfall konnte sich der Angeklagte nur noch vage erinnern. Man habe in der Jansa-Kaserne in Großmittel gefeiert, wo er ursprünglich auch übernachten wollte. Obwohl er etwa drei Stunden lang meinte, er fahre nicht mehr nach Wr. Neustadt mit, um dort ein paar Lokale aufzusuchen, ließ er sich doch überreden. Nach der Lokalrunde ging es mit dem Taxi zurück in die Kaserne. Im Aufenthaltsraum sei er eingenickt, dann seien die Erinnerungen bis nach dem Unfall erloschen.

Ein Zeuge sah den mittlerweile 37-Jährigen allerdings mit seinem VW Transporter fortfahren. “Er hatte eine leichte Fahne und hat ein bisschen gelallt”, so der Mann zu Richter und Präsident des Eisenstädter Landesgerichts Karl Mitterhöfer. Der Angeklagte selbst gab zunächst an, ein anderer – Name, Wohnort oder Ähnliches waren ihm nicht bekannt – sei gefahren.

So verursachte der Wiener Alkolenker den Crash

Am 2. Dezember gegen 5.30 Uhr überfuhr der Lenker des Transporters auf der B16 die Fahrbahn und prallte mit dem Pkw der 47-jährigen Burgenländerin zusammen. Nach dem Crash “habe ich versucht, aus dem Fahrzeug rauszukommen und ich habe geschaut, wo der andere ist, aber er war nicht mehr da”, erklärte der 37-Jährige. Danach sei er zum Auto der Frau, habe “versucht sie rauszubekommen”, Blut gesehen und sei gestürzt. Danach könne er sich nur noch daran erinnern, “dass ich im Rettungsauto war”. Währenddessen kämpften die Einsatzkräfte vergeblich um das Leben der Pkw-Lenkerin, die nicht angegurtet auf ihrem Heimweg von der Arbeit nach Hause in Hornstein unterwegs war.

“Es tut mir leid, was da passiert ist. Es ist nicht wieder gut zu machen. Es ist mir ein Rätsel. Ich versuche mich zu erinnern, aber es kommt keine Erinnerung. Ich bedauere, was passiert ist”, so der Angeklagte. Sein Verteidiger bat zuvor um ein mildes Urteil. Der Richter sprach den 37-jährigen Alkolenker wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen schuldig. Der Mann erbat sich daraufhin Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab zu dem Urteil gegen den Alkolenker keine Erklärung ab.

(apa/red)



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