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Wozabal-Geschäftsführer glaubt an erfolgreiche Sanierung

371 der 792 der wackelnden Arbeitsplätze am Standort Enns angesiedelt 371 der 792 der wackelnden Arbeitsplätze am Standort Enns angesiedelt - © APA
Nach der Insolvenzanmeldung von sechs Teilbetrieben des oö. Textilvermieters Wozabal gab sich Geschäftsführer Christian Wozabal am Freitag dennoch optimistisch, das Familienunternehmen weiterführen und sanieren zu können. Sollte sein Plan aufgehen, sei auch kein Arbeitsplatz-Abbau geplant. Einen Verkauf – Mitbewerber Salesianer hatte an Teilen Interesse angemeldet – lehnt er strikt ab.

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792 Jobs sind von der Insolvenz betroffen, damit ist es laut KSV die größte in OÖ seit der Pleite der Drogeriekette dayli 2013. Die Schulden werden – das Gelingen einer Sanierung vorausgesetzt – mit 47 Mio. Euro beziffert. Eine Zwischenfinanzierung von ca. 5. Mio. Euro sichert vorerst die Fortführung.

“Ich sehe nicht, dass wir das Unternehmen verkaufen werden, wir können das refinanzieren”, sagte Wozabal am Freitag zur APA. Der Plan sei, das Unternehmen über das Sanierungsverfahren hinaus zu konsolidieren. Er sei derzeit im Gespräch mit einem Investor, um die Quote für das Sanierungsverfahren leichter oder schneller aufbringen zu können, es würde aber auch aus eigenem Cashflow gehen, ist er überzeugt.

Einen Zeitplan, bis wann er das Geld aufstellen könne, nannte er nicht, Zeit hat er bis Ende November. Zudem führe er “gute Gespräche” mit weiteren Investoren für die Phase nach dem Sanierungsverfahren. Namen möglicher Partner wollte er vorerst aber nicht verraten.

Gegen das Angebot des Konkurrenten Salesianer, der Interesse an Teilen des Unternehmens angemeldet hat, wendet er sich strikt: “Weil ich persönlich an unser Unternehmen glaube”, ist Wozabal zuversichtlich. Eine Filetierung hat er bereits früher immer vehement abgelehnt. Was die Arbeitsplätze angeht, so sieht Wozabal – ein erfolgreiches Sanierungsverfahren vorausgesetzt – keinen Stellenabbau auf die Belegschaft zukommen.

371 der 792 bei Wozabal wackelnden Arbeitsplätze sind am Standort Enns angesiedelt. Die Insolvenz trifft den Arbeitsmarkt der 12.000-Einwohner-Stadt im Bezirk Linz-Land damit besonders stark. Denn erst vor wenigen Wochen hatte der Modekonzern C&A die Schließung seines Ennser Logistikzentrums per 2019 angekündigt, wodurch 215 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren dürften.

C&A will sein Zentrum in Enns zusperren und die CEE-Länder künftig zentral von Trnava in der Slowakei aus beliefern. Damit ist auch die Zukunft des in der Nachbarschaft angesiedelten Textil-Aufbereiterbetriebes Lang mit 25 Beschäftigten ungewiss geworden. Zudem büßt die Stadt mindestens 150.000 Euro an Steuern pro Jahr ein.

Nach diesem Mitte Juli bekannt gewordenen Tiefschlag für den Ennser Arbeitsmarkt muss die Stadt nun um einen weiteren großen Arbeitgeber zittern. Wozabal hat für sechs seiner Teilfirmen Insolvenzanträge gestellt. Insgesamt bangen 792 Arbeitnehmer, von denen die meisten zuletzt keine Löhne mehr ausbezahlt bekommen haben, um ihre Jobs – 371 davon in Enns, 228 in Lenzing, 92 in Linz, 73 in Rankweil, der Rest in Salzburg und Wien.

(APA)



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